Nachtrag zum Polizeibericht vom 24.09.2010, Ziffer 4

   Seit Juni 2010 hat die Polizei Köln einen Anstieg der Fallzahlen 
bei Trickdiebstählen in Wohnungen zum Nachteil älterer Menschen durch
falsche Polizeibeamte feststellen müssen. 

   Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ...

29.09.2010

100929-5-K Vorsicht geboten - Trickdiebstahl durch falsche Polizeibeamte nimmt zu


Nachtrag zum Polizeibericht vom 24.09.2010, Ziffer 4

Seit Juni 2010 hat die Polizei Köln einen Anstieg der Fallzahlen
bei Trickdiebstählen in Wohnungen zum Nachteil älterer Menschen durch
falsche Polizeibeamte feststellen müssen.

Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass die die
Täter die ausnahmslos älteren Geschädigten auf ihrem Heimweg vom
Supermarkt oder ihrer Bank ausbaldowert haben. Dabei werden die
Senioren an der Hauseingangstür beziehungsweise im Treppenhaus durch
einen Mittäter unter einem plausiblen Vorwand so ausspioniert, dass
ihnen kurz darauf der Name und die Wohnung des Geschädigten bekannt
ist.

Kurz darauf erhalten die älteren Menschen einen Telefonanruf, in
dem sich der Anrufer als Polizeibeamter ausgibt. Wahrheitswidrig wird
den Geschädigten glaubhaft gemacht, dass in ihren Wohnung mit
falschem Schlüssel eingebrochen wurde und bereits ein Täter mit
Bargeld und Schmuck festgenommen worden sei. Nun müsse in der Wohnung
zur Beweissicherung eine Spurensicherung erfolgen.

Fast zeitgleich mit dem Anruf erscheint ein angeblicher
Kriminalbeamter von der Spurensicherung. Er zeigt einen
ausweisähnlichen Gegenstand oder eine Art Marke vor und lässt sich in
der Wohnung Bargeldverstecke und Wertgegenstände zeigen. Entweder
entwendet er die Gegenstände in einem unbeobachteten Moment oder er
nimmt diese für eine angebliche Untersuchung mit.

Die als Bande organisierte Tätergruppe agiert bei ihren Taten
überörtlich und arbeitsteilig. Die Trickbetrüger, die bisher meist
zwischen 11.00 und 17.00 Uhr agierten, gehen bei ihrem Vorgehen
äußerst professionell vor.

Die Täter werden als gut gekleidete Männer im Alter von 30 - 50
Jahren beschrieben. Sie benutzen meist viertürige Fahrzeuge mit


auswärtigen Kennzeichen und fahren scheinbar ziellos durch
Wohngebiete. Dabei halten die Kriminellen gezielt Ausschau nach
älteren Menschen.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen machen oder denen den
Schilderungen entsprechende Personen auffallen, sollten sich nicht
scheuen, die Polizei unter der Rufnummer 110 zu informieren. (ms)





Polizeipräsidium Köln
Leitungsstab / Pressestelle
Walter-Pauli-Ring 2-6
51103 Köln
Tel.: 0221/229-5555
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