100929-2. Acht Kilogramm Kokain auf einem Seeschiff im Hamburger Hafen sichergestellt
Zeit: 28.09.2010, 22:00 Uhr
Ort: Hamburger Hafen
Beamte des Hamburger Wasserzolls haben gestern auf einem unter der
Flagge der Niederländischen Antillen fahrenden Kühlschiff acht
Kilogramm Kokain sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen führt das
Rauschgiftdezernat im Hamburger Landeskriminalamt (LKA 62).
Bereits am 14.9.2010 wurde das LKA 62 darüber informiert, dass die
russische Besatzung des Kühlschiffes vor der Ost-West-Passage des
Panamakanals in einem Zwischenboden eines Laderaumes verdächtige
Pakete entdeckt hatte.
Das Schiff war zuvor in Puerto Bolivar/Ecuador mit Bananen für
Hamburg beladen worden. Nach einem Zwischenstopp in Guayaquil/Ecuador
setzte das Kühlschiff die Reise nach Europa fort.
Die verdächtigen Pakete waren zu diesem Zeitpunkt zu sehen, auf
dem Zwischenboden standen jedoch Bananenpaletten für Hamburg. Für die
Sicherstellung hätte die gesamte Ladung komplett gelöscht werden
müssen. Davon sah man ab.
Beim ersten Anlaufhafen in Europa (Marin/Spanien) wurde die
entsprechende Ladeluke 2 von den dortigen Behörden versiegelt.
Das Seeschiff setzte die Reise über Zeebrügge/Belgien nach Hamburg
fort und lief gestern Mittag in den Hamburger Hafen ein.
Rauschgiftfahnder nahmen Kontakt mit der Schiffsführung auf.
Beamte des Hamburger Wasserzolls überwachten den Lade-und
Löschbetrieb auf dem Kühlschiff.
Gegen 22.00 Uhr waren die Löscharbeiten in Luke 2 so weit
fortgeschritten, dass der Zwischenboden in Deck C durch den Zoll
geöffnet werden konnte. Dabei entdeckten die Zollbeamten sechs mit
Paketklebeband umwickelte Pakete, die von den Zollbeamten
sichergestellt und noch vor Ort den Rauschgiftfahndern des LKA 62
übergeben wurden.
Eine erste Schnellanalyse im LKA 32 (Fachbereich Chemie und
Toxikologie) ergab, dass es sich um rund 8.000 Gramm Kokain zu einer
Reinheit um 60 Prozent handelt. . Die Rauschgiftfahnder gehen
aufgrund des genutzten Versteckes davon aus, dass diese Pakete für
Hamburg bestimmt waren und in Puerto Bolivar von Hafenarbeitern dort
versteckt worden waren.
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