Kreis RE/Bottrop: Das Polizeipräsidium Recklinghausen veröffentlicht den Verkehrsunfallbericht 2011
(ots) - Am Montag (27.02.) stellte
Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere die Verkehrsunfallentwicklung
in den Städten des Kreises Recklinghausen und in Bottrop für das Jahr
2011 vor.
Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere resümiert: "Über die
Verkehrsunfallentwicklung bin ich besonders erfreut, weil wir
überwiegend positive Tendenzen verzeichnen können. Denn nicht nur die
Gesamtzahl der Verkehrsunfälle, sondern auch die Anzahl der Unfälle
mit Personenschaden und mit tödlichem Ausgang sind zurückgegangen.
Steigerungen bei den Schulwegunfällen fordern uns dagegen auf,
stärker in diesem Bereich aktiv zu werden. Kinder und Jugendliche
gehören zur Gruppe der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Mit dieser
Altersgruppe müssen wir uns auch zukünftig besonders befassen."
Hierbei richtet die Präsidentin den Appell an alle Erwachsenen:
"Nehmen Sie besondere Rücksicht auf Kinder und Jugendliche und
stellen sie Ihre Fahrweise darauf ab!"
Die Entwicklung im Einzelnen:
Unfallbilanz im Kreis Recklinghausen und in Bottrop fast durchweg
positiv Anstieg bei den Schulweg-Verkehrsunfällen
Im Jahr 2011 registrierte die Polizei Recklinghausen insgesamt
19.586 Verkehrsunfälle und damit 885 (-4,3 %) weniger als im Vorjahr.
Dabei sank auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um
66 (-3,7%). Weiterhin sank die Anzahl der bei einem Verkehrsunfall
tödlich verletzten Menschen um 4 auf 14 (-22,2%).
Bei den Schulweg-Verkehrsunfällen (+7,5%) mussten ansteigende
Zahlen festgestellt werden. Während im Jahr 2010 noch 40
Schulweg-Verkehrsunfälle geschahen, musste die Polizei im Jahr 2011
43 Schulweg-Verkehrsunfälle (+7,5%) aufnehmen.
Die Menschen in Kreis Recklinghausen und der Stadt Bottrop leben
im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verkehrsunfalls
zu werden, in einer der sichersten Regionen des Landes
Rückgang der Verunglücktenzahlen im vierten Jahr in Folge
Vorrangiges Ziel der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit ist
die Reduzierung der im Straßenverkehr verletzten und getöteten
Menschen. Insgesamt registrierte die Polizei in den Städten des
Kreises Recklinghausen und Bottrop im Jahr 2011 2.184 Personen, die
bei einem Verkehrsunfall verunglückten. Die Anzahl nahm im Vergleich
zum Vorjahr um 74 oder -3,3 % ab. Mit dem Rückgang der Anzahl der
Verkehrsunfalltoten von 19 auf 14 (-26,3%) setzt sich der Trend der
letzten Jahre fort. Auch die Zahl der bei einem Verkehrsunfall leicht
verletzten Menschen sank um 147 (-8,1%). Allerdings stieg die Anzahl
der bei einem Verkehrsunfall Schwerverletzten um 78 oder 18,8 % an.
Hierbei handelt es sich nach Definition der Polizei um Personen, die
- wenn auch nur kurz - stationär behandelt werden müssen.
"Ein Blick in die Verkehrsunfallberichte der letzten Jahre belegt
den stetigen Rückgang der Verunglücktenzahlen. Dies wird deutlich,
wenn man die Verunglücktenzahlen aus dem Jahr 2001 zum Vergleich
heranzieht. Noch im Jahr 2001 verunglückten 1.445 Menschen mehr als
im vergangenen Jahr. Neben der Weiterentwicklung der
Sicherheits-einrichtungen in Kraftfahrzeugen spielt auch die
polizeiliche Sicherheitsarbeit beim Rückgang der Verunglücktenzahlen
eine große Rolle. Wir werden unsere Anstrengungen in diesem Bereich
fortführen", macht der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeidirektor
Rolf Engler, deutlich.
"Trotz hoher Verkehrsdichte leben die Menschen im Kreis
Recklinghausen und der Stadt Bottrop in einer der verkehrsichersten
Regionen des Landes. Die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu
werden, ist deutlich geringer als im Landesdurchschnitt. Während in
Nordrhein-Westfalen pro 100.000 Einwohner durchschnittlich 405
Menschen bei einem Verkehrsunfall verunglückten, waren dies im Kreis
Recklinghausen und Bottrop lediglich 293 Menschen", merkt Frau Dr.
Giere an.
Zahl der Verkehrstoten auf historischem Tiefstand Mitfahrer und
die "Ungeschützten Verkehrsteilnehmer" besonders gefährdet
Die Verkehrsteilnehmer der Altersgruppe der "Jungen Erwachsenen
(18 bis 25 Jahre) war überproportional oft (36%) an einem
Verkehrsunfall mit Todesfolge als Hauptverursacher beteiligt. Der
hohe Entwicklungsstand der passiven Sicherheitssysteme gewährleistet
einen guten Schutz der PKW-Fahrer. Opfer dagegen sind häufig die
ungeschützten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und
Zweiradfahrer. Ihr Anteil lag bei den tödlich Verunglückten bei über
57%.
Unangepasste Geschwindigkeit stellt dabei in mehr als der Hälfte
der tödlichen Verkehrsunfälle die Unfallursache dar.
"Die gefahrene Geschwindigkeit entscheidet bei einem
Verkehrsunfall über Leben und Tod. Die Bekämpfung der
Hauptverkehrsunfallursache Geschwindigkeit steht deshalb im Zentrum
der Verkehrssicherheits-strategie der nordrhein-westfälschen Polizei.
Bereits seit Ende 2011 veröffentlicht das Polizeipräsidium
Recklinghausen die wöchentlich geplanten Kontrollstellen. Wir werden
in diesem Jahr unsere Aktivitäten beibehalten", betont
Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere.
Die Alkoholisierung der Unfallverursacher war bei vier der 14
tödlichen Verkehrsunfälle im Jahr 2011 ursächlich oder mitursächlich.
Zudem spielte die Dämmerung bzw. Dunkelheit bei 6 der tödlichen
Verkehrsunfälle eine wesentliche Rolle.
Unterschiedliche Entwicklung in den verschiedenen Altersgruppen
Rückgänge bei Jugendlichen und Erwachsenen, Zunahme bei Senioren
Im letzten Jahr verunglückten 64 Erwachsene (25 bis 65 Jahre)
weniger. Deutlicher fiel der Rückgang bei den Jugendlichen (15 bis
unter 18 Jahre) aus. 30 Jugendliche weniger wurden Opfer eines
Verkehrsunfalls. Einzig bei den Senioren stieg die Anzahl der
Verunglückten um 21 auf 320.
Anders als im Land: Erneuter Rückgang bei den
Kinder-Verkehrsunfällen Aber: Anstieg der als Mitfahrer getöteten /
verletzten Kinder
Während im Land Nordrhein-Westfalen die Anzahl der
Kinder-Verkehrsunfälle im Vergleich zum Jahr 2010 um 5% anstieg,
stellte die Polizei in den Städten des Kreises Recklinghausen und
Bottrop rückläufige Zahlen fest. Im Jahr 2011 zählte sie im
Präsidialbereich insgesamt 159 Kinder-Verkehrsunfälle. Dies
entspricht einem Rückgang um 13 (- 8%) . Allerdings stieg der Anteil
der als Mitfahrer verunglückten Kinder von 66 auf 71. Dabei handelte
es sich fast ausschließlich um PKW-Insassen (61 oder 86%) Den größten
Anteil der verunglückten Kinder stellte dabei die Altersgruppe der
unter 10-Jährigen dar.
Polizeidirektor Rolf Engler gibt dabei zu bedenken: "Erwachsene
müssen grundsätzlich dafür Sorge tragen, dass Kinder insbesondere in
für sie zulässigen Kindersitzen im PKW gesichert sind. Nur so können
sie Einfluss auf mögliche schwere Folgen bei einem Verkehrsunfall
nehmen. Deshalb bitte ich alle Erziehungsberechtigen: Nutzen Sie die
zugelassenen Kindersitze und schützen Sie damit die Gesundheit Ihres
Kindes!"
Leichtes Plus bei den Schulweg-Verkehrsunfällen Hohe
Radfahrer-Quote bei den beteiligten älteren Kindern
In den Städten des Kreises Recklinghausen und Bottrop zählte die
Polizei insgesamt 47 Schulweg-Verkehrsunfälle, bei denen 33 Kinder
leicht und 11 Kinder schwer verletzt wurden. 87% der verletzten
Kinder waren 10 Jahre oder älter, rund 2/3 davon Radfahrer.
Senioren verunglücken wieder häufiger
Einzige Altersgruppe mit steigenden Verunglücktenzahlen
Bei der Altergruppe "65Plus" stiegen die Verunglücktenzahlen
entgegen des Gesamttrends im Vergleich zum Vorjahr um 21 (+ 7%) auf
320 Verunglückte. Den größten Anteil nahmen dabei mit 33% die
Fahrradfahrer und als zweitgrößte Gruppe mit 30% die verunglückten
PKW-Insassen ein. Der Anteil der schwer- und leicht verletzten
Fahrradfahrer ging gegenüber dem Jahr 2010 um 9 (- 8%) leicht zurück.
Der Gesamtanstieg lässt sich mit dem Anstieg der verunglückten
motorisierten Zweiradfahrer in dieser Altergruppe erklären. Hier
stiegen die Verunglücktenzahlen um 14 auf 33 Verunglückte (+ 74%) an.
Radfahrer-Sicherheit im Kreis Recklinghausen und Bottrop:
Verunglücktenhäufigkeit seit 2007 mehr als halbiert
Während im Jahr 2007 das Verunglücktenrisiko für Radfahrer in den
Städten des Kreises Recklinghausen und Bottrop um 22% höher war als
auf Landesebene, war es mit Ablauf des Jahres 2011 um etwa 18%
geringer. Im Jahr 2011 verminderte sich die Anzahl der
Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung gegenüber 2010 um 20 (- 3%)
auf 592 Verunglückte.
Trotz der positiven Entwicklung richtet Frau Dr. Giere ihren
Appell an alle Radfahrer: "Radfahrer sind im Straßenverkehr besonders
gefährdet. Daher bitte ich Sie, sich eigenverantwortlich und wirksam
zu schützen. Dazu gehört neben einem technisch einwandfreien Fahrrad
mit hochwertiger Fahrradbeleuchtung auch das Tragen reflektierender
Kleidung. Nutzen Sie auch einen Fahrradhelm, um Ihr Verletzungsrisiko
zu minimieren."
Anmerkungen:
Fragen zum Verkehrsunfallbericht können an die Pressestelle des
Polizeipräsidiums Recklinghausen unter Tel. 02361/55-1032 gerichtet
werden.
Anlagen :
Foto der Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere Foto des Leiters
der Direktion Verkehr, Rolf Engler
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Recklinghausen
Andreas Wilming-Weber
Telefon: 02361-55-1032
Fax: 02361-55-1059
E-Mail: pressestelle.recklinghausen(at)polizei.nrw.de
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Geesthacht- Schlägerei vor Gaststätte" alt=" Herzogtum Lauenburg/ 25.02.2012, SamstagGeesthacht- Schlägerei vor Gaststätte">
Datum: 27.02.2012 - 12:48 Uhr
Sprache: Deutsch
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Recklinghausen
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