Darmstadt/ Modautal: "Gezinkte Karten" oder die Masche mit der Hilfsbedürftigkeit/ Polizei ermittelt wegen Betrugs und warnt vor organisierten Bettelbanden

(ots) - Die Polizei warnt vor organisierten
Bettelbanden, die derzeit in Städten und Gemeinden Südhessens ihr
Unwesen treiben. Unter anderem zogen am Mittwoch (29.2.2012) sechs
rumänische Staatsangehörige in den Modautalern Orteilen Brandau und
Lützelbach bettelnd von Haus zu Haus, um Bewohner und Ladeninhabern
um Geld zu bitten. Die angeblich Notleidenden legen hierbei
eingeschweißte Vordrucke vor (sogenannte Bettelkarten). Auf diesen
wird auf eine angebliche Notlage nach Hochwasser in Rumänien
hingewiesen. Um den Karten zudem noch eine scheinbare Legitimität zu
geben, sind angebliche Kirchenstempel aufgedruckt. Die Bettler wissen
meist überhaupt nicht, was auf den von ihnen vorgelegten Bettelkarten
steht. Zudem sind sie meist auch nicht direkt von dem erwähnten
Hochwasser betroffen. Nicht selten reagieren die vermeintlich
Notleidenden zudem aggressiv, wenn ihnen eine "milde Gabe" verwehrt
wird.
Die bisherigen Ermittlungen der Kripo ergaben, dass die Bettler in
aller Regel bandenmäßig organisiert sind. Sie werden mit Fahrzeugen
zu ihren jeweiligen Einsatzorten transportiert und arbeiten dort in
regelrechten Schichten. Das erbettelte Geld wird anschließend vom
Organisator im Hintergrund eingesammelt und verwahrt. Als
Unterschlupf dienen den Frauen und Männern oft einfache Zelte, die
hinter Gebüschen versteckt sind, oder auch nur ein Auto.
Die Darmstädter Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
In diesem Zusammenhang wird die Bevölkerung gebeten, beim Auftreten
solcher Banden umgehend die Polizei zu informieren. Diese ist rund um
die Uhr für Sie auf den jeweiligen Dienststellen erreichbar.
ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
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Datum: 05.03.2012 - 16:02 Uhr
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