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Warnung vor betrügerischen Gewinnversprechen:

Täter geben sich als Anwälte oder Beamte aus und hauen ältere Menschen übers Ohr

ID: 587120

(ots) - Beim Polizeipräsidium Nordhessen häufen sich in
letzter Zeit Betrugsanzeigen, bei denen sich unbekannte Täter am
Telefon als Anwälte oder Beamte, u.a. Polizisten, ausgeben und ihre
Opfer, meist ältere Leute, mit Gewinnversprechen um ihr Gespartes
bringen. (Sehen Sie in diesem Zusammenhang auch unsere Pressemeldung
vom 28. Oktober 2011, "Betrug durch Gewinnversprechen - Bezahlung mit
Zahlkarten")

Die Betrüger rufen gezielt bei ihren Opfern zuhause an und stellen
nicht existierende Geld- oder Sachpreise in Form von hochwertigen
Pkw, Weltreisen oder hohen Bargeldbeträgen in Aussicht. Um jedoch die
Gewinne zu erhalten, müssen die Opfer zunächst selbst in die Tasche
greifen und angeblich anfallende Gebühren, Versicherungen, Zölle
u.a., zahlen. Bei der Erhebung solcher Kosten für die mutmaßlichen
Geld- oder Sachpreise lassen die Täter ihrer Fantasie freien Lauf und
sich einiges einfallen. Meistens bleibt es auch nicht bei einer
Forderung. Um die Gewinnofferten seriös wirken zu lassen und ihrem
Ansinnen entsprechenden Nachdruck zu verleihen, geben sich die
Betrüger als Beamte von öffentlichen Behörden, Notare oder aber als
Staats- oder Rechtsanwälte aus. Die Opfer werden dann aufgefordert,
an vorgegebenen Stellen, wie Tankstellen oder Kiosken, Codes von so
genannten Pay-Safe- oderUkash-Karten zu erwerben. Unter einem Vorwand
werden diese Codes ihren arglosen und mit den Zahlungsverfahren
unkundigen Opfern in den Telefonaten abgefragt. Kurze Zeit später
können die Täter anhand der Codes das Geldguthaben für
Interneteinkäufe nutzen oder wie in einigen der vorliegenden Fälle im
Internet bei türkischen Online-Wettanbietern verbrauchen. Von dem
angeblichen Gewinn sehen die Betroffenen, die mittlerweile durch
mehrere Zahlungen ihr mühsam Erspartes teilweise aufbrauchten,
nichts. Nach bisherigen polizeilichen Ermittlungen dürften die




Tatverdächtigen auch in der Türkei ansässig sein, da neben den
Kartencodes auch direkte Geldüberweisungen nach dort eingefordert
werden. Die von den Betrügern genutzten Rufnummern haben deutsche
Vorwahlen. Es handelt sich dabei um angemeldete Anschlüsse mittels
Internettelefonie unter Verwendung missbräuchlich benutzter
Personendaten von in Deutschland real existenter Menschen.

"In der heutigen Zeit hat niemand etwas zu verschenken und wenn
man nicht gerade bei einem Gewinnspiel teilgenommen hat, wird einem
niemand einfach mal so einen Geld- oder Sachpreis zukommen lassen. Da
müssen einem jeden bei solchen Anrufen schon Zweifel aufkommen und
die Alarmglocken läuten. Auf keinen Fall sollte man sich auf die
Geldforderungen einlassen, auch wenn die Anrufer, wie in den
vorliegenden Fällen, noch so hartnäckig oder fordernd sind und sogar
mit unangenehmen Folgen, wie Inkassomaßnahmen oder
Gerichtsvollzieher, drohen", empfiehlt der Sachbearbeiter,
Kriminaloberkommissar Marcus Fischer vom K 23/24.

Zeugen, die Hinweise zu den Taten oder Tätern geben können oder
aber Opfer solcher betrügerischen Machenschaften, werden gebeten,
sich unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Die
Ermittlungen führt das für diese Betrugsdelikte zuständige
Kommissariat K 23/24 der Kasseler Kripo.

Sabine Knöll

Kriminalhauptkommissarin 0561 - 910 1020




Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle

Telefon: 0561/910 10 20 bis 23
Fax: 0561/910 10 25
E-Mail: poea.ppnh(at)polizei.hessen.de

Ausserhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: 0561-910-0
E-Mail: ppnh(at)polizei.hessen.de


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Datum: 07.03.2012 - 12:38 Uhr
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