2. Folgemeldung zu Raubüberfall in Friedrich-Ebert-Straße
Täter hatte Schoko-Laden vermutlich vorher beobachtet - Fahndung läuft auf Hochtouren - Zeugen gesucht
(ots) - (Sehen Sie in diesem Zusammenhang auch unsere
gestrigen Pressemeldungen)
Ein bislang unbekannter Täter hat gestern Mittag, um 14 Uhr, ein
Schokoladengeschäft an der Friedrich-Ebert-Straße am Karl-Marx-Platz
in Kassel überfallen. Die 57-jährige Ladeninhaberin wurde mit zwei
Stockschlagen am Kopf verletzt und musste in ein Kasseler Krankenhaus
gebracht werden. Dort war sie zur Beobachtung stationär aufgenommen
worden, konnte mittlerweile das Krankenhaus aber wieder verlassen.
Noch gestern Abend konnten die für Raubdelikte zuständigen
Kripo-Beamten des Kommissariats K 35 die 57-jährige Kasselerin im
Krankenhaus zum Tatablauf befragen. Ihren ergänzenden Angaben
zufolge, hatte der Täter um 14 Uhr ihren Laden am Karl-Marx-Platz
gegenüber der Friedenskirche betreten. Die Geschäftsinhaberin habe
sich zu dieser Zeit in einem Nebenraum aufgehalten und gesehen, dass
ein Mann den Laden betrat. Der Unbekannte schaute sich daraufhin im
Verkaufsraum die Auslagen an. Die 57-Jährige sei dann auf den
potentiellen Kunden zugegangen und habe ihre Hilfe angeboten. Der
Mann habe sich auch noch zunächst auf ein Verkaufsgespräch
eingelassen und in dem Moment, als die Inhaberin sich etwas zu ihm
vorbeugte, habe sie unvermittelt kurz hintereinander zwei Schläge auf
den Hinterkopf von dem "Kunden" erhalten. Sie erkannte, dass es sich
bei dem Schlagwerkzeug um einen ca. 20 bis 30 cm langen und etwa 4 cm
dicken Stock gehandelt hatte, bei dem sie von einem Schlagstock
ausgeht. Danach drängte der Täter sein Opfer in Richtung des
Kassenbereiches, wobei er Anstalten machte, sie ein drittes Mal zu
schlagen. Sie habe ihn daraufhin angefleht, nicht noch einmal zu
zuschlagen. Das habe auch Wirkung gezeigt, da der Mann von seinem
Vorhaben abließ und sich mit den sinngemäßen Worten "Es tut mir leid,
ich will Sie nicht schlagen" bei ihr noch entschuldigte. Im
Kassenbereich, der auch von außen durch ein Schaufenster sichtbar
ist, öffnete der Räuber dann die Kassenlade und nahm die Geldscheine
heraus. Noch bevor er dann aus dem Geschäft geflüchtet sei, habe er
der 57-Jährigen gedroht, nicht sofort die Polizei zu verständigen.
Das Opfer geht davon aus, dass der Täter anschließend in Richtung
Bebelplatz geflüchtet war. Die 57-Jährige war dann ebenfalls nach
draußen gelaufen und habe um Hilfe geschrien. In diesem Moment waren
auch zwei junge Männer vorbei gelaufen, die der Geschäftsfrau
geholfen und Polizei sowie Rettungsdienste alarmiert hatten. Die
beiden Zeugen, von denen sich leider nur noch ein Mann bei Eintreffen
der Polizei am Tatort befand, könnten nach Einschätzung des Opfers
den Täter noch auf der Flucht beobachtet haben.
Die Beamten des K 35 gehen nach den bisherigen Ermittlungen davon
aus, dass sowohl der Überfall auf den Laden am Bebelplatz als auch
die gestrige Tat von ein und demselben Täter verübt wurden.
Das Opfer beschreibt den Räuber ergänzend wie folgt:
Deutscher, ca. 35 bis 40 Jahre alt, ungefähr 170 cm groß,
gepflegte Erscheinung, schmale Gestalt, kurze, möglicherweise
rasierte braune Haare. Er soll einen schwarzen Blouson aus Leder oder
Kunstleder getragen und Hochdeutsch gesprochen haben. Narben,
Muttermale oder Tätowierungen oder sonstige Merkmale waren dem Opfer
nicht aufgefallen.
Die Ermittler des Kommissariats K 35 fahnden mit Hochdruck nach
dem Räuber. Sie gehen davon aus, dass der Täter den Laden vorher
beobachtet hatte und eine günstige Gelegenheit abwartete, bis die
57-Jährige allein im Geschäft war.
Auch halten sie es für möglich, dass der Täter in der näheren
Umgebung wohnhaft ist.
Die Beamten des Kommissariats K 35 suchen daher nach Zeugen, die
zur tatrelevanten Zeit im Bereich des Schoko-Ladens am
Karl-Marx-Platz verdächtige Beobachtungen gemacht haben und bitten
auch die beiden jungen Männer, die dem Opfer nach dem Überfall vor
dem Geschäft geholfen hatten, sich mit der Polizei in Verbindung zu
setzen.
Zeugen mögen sich bitte unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium
Nordhessen melden.
Sabine Knöll
Kriminalhauptkommissarin 0561 - 910 1020
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle
Telefon: 0561/910 10 20 bis 23
Fax: 0561/910 10 25
E-Mail: poea.ppnh(at)polizei.hessen.de
Ausserhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: 0561-910-0
E-Mail: ppnh(at)polizei.hessen.de
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.03.2012 - 13:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 587607
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: POL-KS
Stadt:
Kassel
Kategorie:
Polizeimeldungen
Dieser Fachartikel wurde bisher 5 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
" 2. Folgemeldung zu Raubüberfall in Friedrich-Ebert-Straße
Täter hatte Schoko-Laden vermutlich vorher beobachtet - Fahndung läuft auf Hochtouren - Zeugen gesucht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Polizeipr (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




