120309 - 317 Frankfurt: Trickdiebe gefasst - "Brandmelder-Serie" aufgeklärt
(ots) - Nach einer umfangreichen Serie von
Trickdiebstählen zum Nachteil älterer Menschen, bei denen seit Anfang
2012 mehr als fünfzig Taten mit einem Gesamtschaden von mehreren
zehntausend Euro verübt wurden, konnte am Dienstag ein dringend
tatverdächtiges Brüderpaar festgenommen werden.
Bei ihnen handelt es sich um 28 und 19 Jahre alte
Deutsch-Marokkaner mit Wohnsitz in Frankfurt, von denen der Ältere
als Haupttäter gilt.
Unter dem Vorwand von der Hausverwaltung zu kommen und die
Rauchmelder kontrollieren, bzw. neue installieren zu müssen, gelangte
er in die Wohnungen der Seniorinnen und Senioren. Dabei trug er
regelmäßig eine auffällige Jacke mit einem großen "Saint Tropez"
-Schriftzug auf der Vorderseite.
In der Wohnung gelang es dem Täter mit verbalem Geschick, seine
arglosen Opfer dazu zu bringen, ihren Goldschmuck hervorzuholen und
ihn auf einen Tisch zu legen. In einem unbeobachteten Moment nahm er
dann nicht nur den Schmuck, sondern auch die Beine in die Hand und
flüchtete, wobei er bei allen Taten sehr darauf bedacht war nichts
anzufassen, um keine Spuren zu hinterlassen.
Mit einem Geldwechseltrick gelang es ihm in einigen Fällen, auch
Bargeld zu erbeuten.
Das Brüderpaar suchte sich fast ausnahmslos alleinstehende ältere
Opfer zwischen 70 und 88 Jahren aus.
Umfangreiche Ermittlungen führten schließlich auf die Spur des
28jährigen, der mit ähnlichen Taten bereits 2001 in Frankfurt in
Erscheinung getreten ist.
Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, sein jüngerer Bruder,
dem nur ein geringerer Tatbeitrag vorgeworfen wird, ist wieder auf
freiem Fuß.
Bei der Durchsuchung eines durch die Brüder benutzten Fahrzeugs
konnten Schmuckstücke sichergestellt werden, die vermutlich von
einigen der Opfer stammen.
Der Verbleib des Großteils der Beute ist noch unklar. Die
Tatsache, dass die Täter sich meist mit Leihwagen fortbewegten und
dabei offenbar immer anspruchsvoller wurden (erst Golf, zuletzt
Mercedes), lässt jedoch befürchten, dass sie zu Geld gemacht wurde.
Es liegen Hinweise darauf vor, dass die Täter nicht nur in
Frankfurt, sondern auch in anderen Städten tätig wurden.
Hierzu bedarf es jedoch noch weiterer ausgiebiger Ermittlungen,
des zuständigen K 24 beim Polizeipräsidium Frankfurt.
Dieser Ermittlungserfolg wird andere Täter nicht davor
abschrecken, ähnliche Taten zu begehen.
Die Polizei rät daher:
Sichern Sie ihre Wohnungstür mit Sperrbügel oder Kette. Lassen Sie
nur Handwerker in die Wohnung, die selbst bestellt oder von der
Hausverwaltung angekündigt wurden. Nur wenn Sie alleine sind, haben
Trickdiebe leichtes Spiel, bitten Sie einen Nachbarn hinzu.
Die Beratungsstelle der Polizei gibt ihnen wertvolle Tipps zum
Schutz vor Dieben und Einbrechern. Telefon 069 - 755 55 555
(Rüdiger Reges, Tel. 069 - 755 82111)
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Frankfurt am Main
P r e s s e s t e l l e
Adickesallee 70
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069/ 755-00
Direkte Erreichbarkeit von Mo. - Fr.: 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Telefon: 069 / 755-82110 (CvD) oder Verfasser (siehe Artikel)
Fax: 069 / 755-82009
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Homepage Polizeipräsidium Ffm.: http://www.polizei.hessen.de/ppffm
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Datum: 09.03.2012 - 14:02 Uhr
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