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(528) Schifffahrt nach Havarie eingestellt

ID: 601636

(ots) - Hoher Sachschaden entstand heute (25.03.2012)
nach einem missglückten Lademanöver mit einem Schiffskran auf dem
Main-Donau-Kanal bei Schwanstetten (Lkr. Roth). Verletzt wurde
niemand.

Das niederländische Gütermotorschiff (GMS) befand sich in den
Morgenstunden mit über 900 Tonnen Getreide beladen auf der Fahrt von
Wien nach Würzburg. Während der Talfahrt, ca. zwei Kilometer vor der
Schleuse Leerstetten, wurde der bordeigene Kran durch ein Mitglied
der Schiffsbesatzung für die Umsetzung eines Pkw auf dem Achterdeck
vorbereitet, da an der Schleuse ein weiteres Besatzungsmitglied mit
dessen Fahrzeug aufgenommen werden sollte.

Hierzu wurde der Pkw des Schiffsführers angehängt und der Kran
etwa 10 Meter ausgefahren. Nach ersten Erkenntnissen der
Wasserschutzpolizei Nürnberg hatte der Steuermann bei der
Inbetriebsetzung des Kranes die in diesem Bereich über den Kanal
geführte Freileitung (Hochspannungstrasse) übersehen. Der Kran
kollidierte daraufhin mit der Starkstromleitung. Dabei wurden drei
Kabel beschädigt, zwei davon mussten später durch den Stromversorger
entfernt werden.

An dem Fahrzeug des Kapitäns entstand Totalschaden (ca. 50.000
Euro), da es auf das Achterdeck fiel. Der Kran wurde abgeknickt und
ragte 10 m über das Heck hinaus ins Fahrwasser.

Zur Schadensbegrenzung wurden Kran und Pkw zunächst abgesichert.
Der Pkw wurde durch eine Abschleppfirma geborgen, der Ladekran musste
hingegen durch einen Autokran und mit Unterstützung von Tauchern des
Wasser- u. Schifffahrtsamtes Nürnberg entfernt werden.

Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten war die Schifffahrt auf dem
Main-Donau-Kanal für ca. sieben Stunden gesperrt. Auch die
Betriebswege konnten für mehrere Stunden im Bereich der Stromleitung
von zahlreichen Radfahrern und Fußgängern nicht mehr genutzt werden.





Der Schaden am Schiff wird ebenfalls auf ca. 50000 Euro geschätzt.
Ein Havariesachverständiger war vor Ort. Der Schaden an der
Freileitung kann vom Stromversorger derzeit noch nicht beziffert
werden, wird aber als "nicht unerheblich" eingestuft.

Michael Sporrer




Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle
Telefon: 0911/2112-1030
Fax: 0911/2112-1025
http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/


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Datum: 25.03.2012 - 18:38 Uhr
Sprache: Deutsch
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