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Herten: Trauergesellschaft von ca. 80 Personen beeinträchtigt Krankenhausbetrieb

ID: 604080

(ots) - Am Freitagnachmittag, 30.03.2012, gegen
14:20 Uhr, rief das Elisabeth-Hospital in Herten die Polizei zu
Hilfe, als der Krankenhausbetrieb durch eine ca. 80köpfige
muslimische Trauergesellschaft beeinträchtigt wurde. Daraus
entwickelte sich ein größerer polizeilicher Einsatz.

Hintergrund war die vorabendliche Einlieferung eines 42jährigen
Gelsenkircheners, der aufgrund einer schweren Erkrankung in der
Intensivstation stationär behandelt werden musste. Als sich
Freitagmittag der Zustand des Patienten dramatisch verschlechterte,
wurden die Angehörigen verständigt. Daraufhin begaben sich ca. 30
Personen zum Krankenhaus und wollten von dem Sterbenden Abschied
nehmen. Im weiteren Verlauf fanden sich ca. 70 bis 80 Mitbürger ein.
Durch die Trauerbekundungen kam es zu äußerst starken emotionalen
Ausbrüchen. Die Situation war für das Krankenhauspersonal
unübersichtlich. Da die Betriebsabläufe massiv gefährdet waren, sah
sich die Krankenhausleitung gezwungen, mit Hilfe der Polizei die
Personen hinauszubegleiten. Nachdem die zunächst eingesetzten
Streifenwagenbesatzungen nichts ausrichten konnten, wurden weitere
Polizeikräfte zusammengezogen. Darüber hinaus wurden ein Vermittler
des Hertener Integrationsrates und der Hodscha der Gelsenkirchener
Gemeinde hinzugezogen. Gemeinsam wurde verbal deeskalierend auf die
Trauergemeinschaft eingewirkt und nach und nach aus dem Haus
begleitet. Als der Patient zwischenzeitlich verstarb, verschärfte
sich die Situation noch einmal, konnte aber später endgültig beruhigt
werden. Alle Personen verließen die Intensiv-Station und die
Eingangshalle des Krankenhauses. Eine Angehörige musste ärztlich
versorgt werden und der Bruder des Verstorben brach zusammen, sodass
er auf der Intensivstation verblieb. Es kam zu keinerlei Straftaten.
Es wurden mit viel Besonnenheit ausschließlich kommunikative Mittel




zur Deeskalation eingesetzt.




Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Recklinghausen
Dieter Horstmann
Telefon: 02361/55 2979
E-Mail: LSt(at)polizei.nrw.de


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Datum: 30.03.2012 - 22:10 Uhr
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