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120401 - 460 Frankfurt: Unfriedliche Demonstration

ID: 604380

(ots) - Eine Demonstration, die im Rahmen des
"Europäischen Aktionstages gegen den Kapitalismus", am
Samstagnachmittag in der Frankfurter Innenstadt stattfand, ist von
zahlreichen Gewalt- und Straftaten begleitet gewesen. Unter anderem
wurden mindestens 15 Polizeibeamte verletzt. Ein Polizeibeamter
befindet sich noch immer schwerstverletzt auf der Intensivstation
eines Krankenhauses.

Rund 4.000 Teilnehmer hatten sich ab 14.00 Uhr in der Kaiserstraße
versammelt. Der Aufzug bewegte sich zu Beginn friedlich über die
angemeldete Strecke. Im Bereich der Neuen Mainzer Straße kam es
allerdings zu ersten Ausschreitungen. Mehrere Farbbeutel wurden gegen
verschiedene Gebäude geschleudert und Rauchbomben gezündet. Aus dem
Aufzug heraus wurden immer wieder Steine, Bengalos oder ähnliches auf
die Polizeibeamten sowie angrenzende Gebäude geworfen. Hierbei wurde
auch ein unbeteiligter Passant durch einen Stein am Kopf getroffen.

Im Bereich der Bethmannstraße kam es zu einem gezielten Angriff
mehrere Demo-teilnehmer auf einen uniformierten Verbindungsbeamten
des Veranstalters. Dieser erlitt dabei mehrere schwere traumatische
Verletzungen und musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen
werden. Auch die hinzueilenden Einsatzkräfte wurden mit massiver
Gewalt attackiert und mehrere weitere Beamte verletzt.

Aus dem sich inzwischen wieder bewegenden Aufzug heraus kam es
insbesondere im Bereich der Berliner Straße zu neuen
Sachbeschädigungen, bei denen zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch
gingen und geparkte Fahrzeuge beschädigt wurden. In der Folge
erfolgte an der Battonstraße die Separierung und vorläufige Festnahme
von zahlreichen Teilnehmern, die im Verdacht des Landfriedensbruchs
stehen. Durch die hohe Anzahl der Festnahmen mussten diese zunächst
vor Ort gesichert werden. Nach und nach kamen diese Personen zum




Polizeigewahrsam oder wurden nach erfolgter Personalienfeststellung
vor Ort wieder entlassen.

Nach Auflösung der Veranstaltung zogen zahlreiche Gruppen durch
die Innenstadt und griffen wahllos verschiedene Geschäfte sowie deren
Personal an. Im Laufe der Nacht zum Sonntag kam es zu weiteren
Sachbeschädigungen sowie Brandstiftungen. Auch hier erfolgten
Festnahmen.

Insgesamt wurden 465 Personen vorläufig festgenommen. Die Höhe der
Sachschäden ist bislang noch nicht genau bezifferbar. Dabei sind auch
mehrere Polizeifahrzeuge betroffen. Über verletzte
Kundgebungsteilnehmer ist hier nichts bekannt.




Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Frankfurt am Main
P r e s s e s t e l l e
Adickesallee 70
60322 Frankfurt am Main
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Fax: 069 / 755-82009
E-Mail: pressestelle.ppffm(at)polizei.hessen.de
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Datum: 01.04.2012 - 15:07 Uhr
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