120404 - 473 Höchst: Trickdiebe wieder unterwegs - Tipps zur Vorbeugung
(ots) - Erneut gaben sich Trickdiebe als
"Mainova-Mitarbeiter", die angeblich Wasserleitungen kontrollieren
müssen aus. So geschehen am Dienstagnachmittag gegen 16.55 Uhr in der
Höchster Luciusstraße. Hier kam die Sache einer 97-jährigen
Hausbewohnerin allerdings komisch vor. Als sie merkte, dass die
vermeintlichen Mitarbeiter wahllos am Rohrsystem im Heizungskeller
hantierten und zudem jetzt auch noch in ihre Wohnung für weitere
Kontrollen wollten, verständigte sie einen Nachbarn. Intuitiv hat die
betagte Dame richtig gehandelt. Der vermeintliche Klempner verließ
fluchtartig ohne Beute das Haus. (André Sturmeit, Tel. 069/755-82112)
Gerade ältere Menschen werden immer wieder zum Ziel von
Trickdieben mit den unterschiedlichsten Maschen, daher wiederholt die
Frankfurter Polizei die nachfolgenden Tipps für Senioren:
Sicherheitstipps der Polizei für Seniorinnen und Senioren Diebe
und Betrüger an der Haustür Schauspielerisch begabte Diebe und
Betrüger versuchen, unter einem Vorwand Zutritt zu Ihrer Wohnung zu
erlangen. Sie bitten um Hilfe oder um eine Gefälligkeit oder
behaupten ganz einfach, Sie zu kennen. In Frankfurt am Main wurden im
Jahr 2010 etwa 200 dieser Fälle angezeigt, die Dunkelziffer dürfte
weit höher liegen. Etliche Täter täuschen auch Notlagen vor und geben
sich hilflos, oftmals wollen Frauen mit Kindern Ihr Herz rühren und
Sie mitleidig stimmen. Nicht selten treten die Täter auch in
folgenden Rollen auf:
-Polizeibeamte oder Gerichtsvollzieher -Mitarbeiter der
Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke -Heizkostenableser - Berater
der Krankenkasse oder der Rentenversicherung
Um nicht auf diese Maschen hereinzufallen, sollten Sie folgende
Ratschläge beherzigen:
-Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, wer zu Ihnen will. Schauen
Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die
Türsprechanlage.
-Öffnen Sie die Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre.
-Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung.
-Überlegen Sie sich Folgendes, wenn Fremde an der Tür von ihrer
Not erzählen: Warum wenden sich diese Leute nicht an eine Apotheke,
eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern gerade an mich?
-Seien Sie misstrauisch bei Anrufern, deren Stimme Sie nicht
erkennen. Lassen Sie sich den vollständigen Namen, die Adresse und
Telefonnummer geben, unter der Sie zurückrufen können. Echte
Verwandte oder Bekannte werden dafür Verständnis aufbringen.
-Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen.
-Nur wenn Sie alleine sind, haben Trickdiebe leichtes Spiel mit
Ihnen. Versuchen Sie, bei unbekannten Besuchern einen Nachbarn
hinzuzubitten oder bestellen Sie den Besucher zu einem späteren
Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
-Bieten Sie bei einer angeblichen Notlage an, selbst nach Hilfe
zu telefonieren oder das Gewünschte (Glas Wasser, Schreibzeug)
hinauszureichen. Lassen Sie dabei stets Ihre Tür durch eine Türsperre
gesichert.
-Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben
oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.
-Fordern sie von angeblichen Amtspersonen einen Dienstausweis.
Rufen Sie im Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche
Amtsperson kommt. Lassen Sie dabei die Tür versperrt. Suchen Sie die
Telefonnummer der Behörde selbst heraus.
-Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher auch energisch:
Sprechen Sie laut mit ihnen oder rufen Sie um Hilfe!
Weitere Informationen zu diesen und anderen Themen erhalten in der
Polizeilichen Beratungsstelle (Zeil 33, Tel. 0 69/7 55/55 555), bei
jeder anderen Polizeidienststelle oder im Internet unter
www.polizei.hessen.de.
Wir wollen, dass Sie sicher leben. Ihre Frankfurter Polizei
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Frankfurt am Main
P r e s s e s t e l l e
Adickesallee 70
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069/ 755-00
Direkte Erreichbarkeit von Mo. - Fr.: 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Telefon: 069 / 755-82110 (CvD) oder Verfasser (siehe Artikel)
Fax: 069 / 755-82009
E-Mail: pressestelle.ppffm(at)polizei.hessen.de
Homepage Polizeipräsidium Ffm.: http://www.polizei.hessen.de/ppffm
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Datum: 04.04.2012 - 11:32 Uhr
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