120404 - 478 Frankfurt-Westend/Nordend: Festnahmen nach Wohnungseinbruch
(ots) - Nach den Hinweis eines Zeugen, wonach sich zwei
weibliche Personen gewaltsam Zugang in ein Haus in der Böhmerstraße
verschafft hatten, fielen Polizeibeamten in der Mittagszeit zwei
junge Frauen im Grüneburgweg auf, auf die die Personenbeschreibung
des Zeugen zutraf.
Die sich daran anschließende Observation der beiden
tatverdächtigen jungen Frauen erstreckte sich dann über etwa zwei
Stunden. In dieser Zeit konnten die Beamten wiederholt beobachten,
wie die beiden Grundstücke und Wohnhäuser betraten und kurz darauf
auch wieder verließen. In der Humboldtstraße und der
Mendelssohnstraße hinterließen sie Hebelspuren an der Haustür, ebenso
in der Nordendstraße. Hier wurden sie jedoch bei dem Versuch die
Haustür aufzuhebeln von einer Zeugin überrascht und flohen.
Nach ihrer Festnahme wurden die beiden Tatverdächtigen nach
Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in das polizeiliche Gewahrsam
verbracht. Die Personalienfeststellung ergab, dass es sich um zwei
jugendliche Mädchen im Alter von 13 und 17 Jahren handelt. Die
17-Jährige befand sich im Besitz von US-amerikanischer Währung. Wie
sich dann herausstellte, passt dieses Stehlgut zu einem vollendeten
Wohnungseinbruch in der Mendelssohnstraße, bei dem ca. 55 US-$ in
kleinen Scheinen entwendet wurden.
Bei der 13-Jährigen bestand der Verdacht, dass sie sich jünger
machte, als sie eigentlich ist. Diese Ersteinschätzung sowie die
Tatsache, dass seitens des Amtsgerichtes Duisburg ein Beschluss zur
Erstellung eines Altersgutachtens vorlag, veranlasste die
Staatsanwaltschaft eine sofortige Entlassung der 13-Jährigen zu
verneinen und zunächst das Ergebnis des Altersgutachtens abzuwarten.
Das im Gerichtsmedizinischen Institut gefertigte Gutachten kam dann
zu dem Schluss, dass die angeblich 13-Jährige mindestens 14 Jahre,
möglicherweise bereits 16 Jahre alt ist. Nachdem es sich also bei
beiden Mädchen nun offiziell um Jugendliche handelte, wurden sie dem
Haftrichter vorgeführt, der gegen beide die Untersuchungshaft
anordnete. Wie die weitere Untersuchung ergab, waren die
Tatverdächtigen bereits am 1. April unter falschem Namen in einem
Hotel in der Heidelberger Straße abgestiegen. Die durch den
Haftrichter angeordnete Durchsuchung des Hotelzimmers führte dann
nicht mehr zum Auffinden weiteren Stehlgutes. Die Ermittlungen in der
Sache werden fortgeführt. (Manfred Füllhardt, 069-755 82116)
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Datum: 04.04.2012 - 14:15 Uhr
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