Darmstadt: "Hallo, ich bin es, Anna!"/ Erneutes Auftreten des Enkeltrickbetrugs/ Ganoven scheitern dank richtigem Verhalten der Betroffenen
(ots) - "Ich wusste es doch aus der Zeitung, dass sich
da oft Betrüger als Verwandte ausgeben!" Mit diesen Worten
kommentierte am Mittwochmittag (4.4.2012) eine der angerufenen
Seniorin gegenüber der Polizei den bei ihr gescheiterten
Betrugsversuch.
Die Kriminellen versuchten hierbei, mittels der sogenannten
Enkeltrickmasche die 68- jährige Frau aus dem Johannesviertel zur
Übergabe eines fünfstelligen Eurobetrags zu überreden. Wie auch schon
bei ähnlich gelagerten Fällen in der Vergangenheit gab eine Täterin
am Telefon vor, eine alte Bekannte der Angerufenen zu sein. Aufgrund
einer Notlage erbat die angebliche Bekannte namens "Anna" einen
größeren Bargeldbetrag, den die angerufene Darmstädterin ihr doch
bitte "vorübergehend leihen" möge. Die resolute Seniorin fiel aber
nicht auf die perfide Masche hinein, sondern rief ihre tatsächliche
Bekannte gleichen Namens an. Schnell stellte sich dann heraus, dass
nicht diese, sondern die bislang unbekannte Betrügerin die Anruferin
war. Daraufhin alarmierte die Seniorin die Polizei.
Im Laufe des Tages scheiterten zudem zwei weitere Betrugsversuche
gleicher Art. Die Kripo lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich das
Verhalten der Angerufenen. Diese waren zu Recht jeweils misstrauisch,
vergewisserten sich immer rück und alarmierten anschließend die
Polizei. In keinen der bislang bekannten Fälle kam es zu einer
Geldübergabe, die Ganoven gingen stets leer aus.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dem Phänomen
des Enkeltricks und rät: Rufen Sie angebliche Verwandte und Bekannte
immer auf denen ihnen bereits bekannten Rufnummern zurück. Nutzen Sie
keinesfalls mögliche von den Anrufern hinterlassene Rufnummern!
Händigen Sie zudem Fremden, die angeblich im Auftrag Ihrer Verwandten
oder Freunde unterwegs sind, niemals Bargeld aus. Im Zweifelsfall
können Sie sich immer vertrauensvoll an die Polizei wenden. Die
Beamten sind rund um die Uhr für Sie über den Notruf 110 erreichbar.
Bei Anrufen der Betrüger ist es für die Polizei zudem immens wichtig,
möglichst schnell informiert zu werden, um der Täter noch habhaft
werden zu können.
Die polizeiliche Beratungsstelle in Darmstadt erteilt zudem
kostenlos weitere Verhaltenstipps, wie man sich wirksam vor Betrügern
schützen kann. Unter www.polizei-beratung.de haben die
Präventionsexperten auch eine Internetpräsenz.
ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
Digitale Pressemappe:
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Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
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Telefon: 06151 969 2410 o. 0173 659 6516
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E-Mail: christopher.roth (at) polizei.hessen.de
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Datum: 05.04.2012 - 12:18 Uhr
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