Pressebericht des Polizeipräsidiums Südosthessen vom 26.04.2012
(ots) - Bereich Offenbach
1. Schutzleute außer Dienst schnappen mutmaßliche Diebin -
Offenbach
(aa) Gleich zwei Polizeibeamte haben sich am Mittwochabend
innerhalb weniger Minuten unabhängig voneinander in den Dienst
versetzt und zusammen eine mutmaßliche Ladendiebin festgenommen. Kurz
vor 18 Uhr soll die 28-Jährige in einem Drogeriemarkt an der Berliner
Straße Kosmetikartikel im Wert von knapp 190 Euro gestohlen und das
Geschäft fluchtartig verlassen haben. Eine Mitarbeiterin verfolgte
die Verdächtige in Richtung Kaiserleikreisel. Dies sah zunächst die
Kriminalbeamtin, die privat unterwegs war und eilte der Angestellten
zur Hilfe. Die Polizistin hielt die Verfolgte fest und es kam zu
einem Gerangel. Dies sah wiederum ein Polizist von der
Bereitschaftspolizei, als er mit seinem Auto zum Kaiserleikreisel
fuhr. Er erkannte beim Anblick der drei Frauen nicht nur, dass
irgendetwas nicht stimmte, sondern auch seine Kollegin von der Kripo
wieder. Beide hatten schon bei Einsätzen in der Innenstadt
miteinander gearbeitet. Gemeinsam nahmen die Ordnungshüter die
Offenbacherin schließlich fest. Die 28-Jährige wurde für die
polizeilichen Maßnahmen zur Wache des 2. Reviers gebracht. Die
Festgenommene, die augenscheinlich Alkohol intus hatte, wurde
anschließend mit Anzeigen wegen Diebstahls und Widerstandes
entlassen. Die Beamten stellten mehrere Lippenstifte, Nagellacke und
Eyeliner sowie 13 Packungen Wimperntusche sicher.
2. Sammelverfahren gegen Brüderpaar -
Offenbach/Neu-Isenburg/Langen
(aa) Insgesamt 19 Straftaten wegen gemeinschaftlichen
Trickdiebstahls, bei denen ältere Menschen in ihren Wohnungen beklaut
wurden, hat die Kriminalpolizei wohl geklärt. Umfangreiche
Ermittlungen führten die Beamten des K 21 aus Offenbach auf die Spur
eines Brüderpaares. Die 28 und 19 Jahre alten Männer sollen in den
letzten Monaten in Offenbach, Neu-Isenburg, Langen, Maintal, Hanau
sowie in Darmstadt zugange gewesen sein. Wie wir berichteten gab sich
jeweils einer von ihnen als Hausmeister, Wasserableser oder als
Mitarbeiter der Stadtwerke aus. So gelangten die Verdächtigen in die
Wohnungen der Senioren. Mit einem Spezialgerät, in Wirklichkeit einem
iPhone, führten die Beschuldigten dann "Messungen" durch, welche
angeblich durch den in den Zimmern aufbewahrten Familienschmuck
gestört wurden. Meist sollten die Opfer deshalb ihren Schmuck auf das
Bett legen und ihn mit einem Tuch abdecken. Erst als der falsche
Mitarbeiter weg war, bemerkten die Rentner, dass auch ihre Wertsachen
verschwunden waren. So erbeuteten die mutmaßlichen Trickdiebe
Geschmeide im Wert von mehreren 10.000 Euro. Das Brüderpaar aus
Frankfurt ist polizeilich hinreichend bekannt; beide werden in den
Akten als Serientäter geführt. Der 28-Jährige sitzt bereits in einer
Frankfurter Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Der Jüngere
wartet derzeit noch auf freiem Fuß auf den Strafprozess, der wohl
demnächst auf das Sammelverfahren der Kripo folgen wird.
3. Laptop und Kameras gestohlen - Offenbach
(aa) Einbrecher knackten am Mittwoch das Schloss zu einer Wohnung
am Buchrainweg (im Bereich der 50er-Hausnummern) und durchsuchten
anschließend alle Zimmer. Mit einem Laptop und zwei Videokameras
verließen die Diebe das Mehrfamilienhaus wieder. Anwohner oder
Passanten, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge zwischen 7 und 18
Uhr gesehen haben, melden sich bitte unter der Kripo-Hotline
069/8098-1234.
4. Frau mit Waffe nur ein Hirngespinst? - Offenbach
(hf) Wie wir bereits berichteten, meldete sich am Donnerstagmorgen
ein Anrufer bei der Polizei, der kurz vor 10 Uhr in der Bieberer
Straße eine Frau mit einer Faustfeuerwaffe gesehen habe. Sofort
leitete die Polizei eine Großfahndung ein, ohne jedoch die angebliche
Waffenträgerin finden zu können. Trotz eines sofortigen Zeugenaufrufs
und Nachbarschaftsbefragungen ergaben sich für die Ordnungshüter
keine weiteren Hinweise auf den mitgeteilten Sachverhalt. Schon
während der Fahndungsmaßnahmen liefen auch Ermittlungen bezüglich des
Anrufers, der sich offensichtlich unter falschem Namen meldete. Die
Polizei schließt daher eine "böswillige Alarmierung" nicht aus,
ermittelt in alle Richtungen und bittet nach wie vor um Hinweise
unter der Rufnummer 069/8098-1234.
5. Einbruch in Schule - Heusenstamm/Rembrücken
(aa) Vermutlich das Ertönen der Alarmanlage vertrieb am frühen
Donnerstag Einbrecher, die in eine Schule an der Obertshäuser Straße
eingedrungen waren. Kurz vor 2 Uhr schlichen sich die Ganoven an die
Gebäuderückseite, zertrümmerten eine Fensterscheibe, stiegen in ein
Büro ein und hebelten noch eine Tür auf. Dann machten sie sich
augenscheinlich ohne Beute davon. Die Kriminalpolizei bittet um
Hinweise unter der Rufnummer 069/8098-1234.
6. Kasse und Automaten geknackt - Rodgau/Jügesheim
(aa) Die Kasse sowie zwei Spielautomaten knackten Einbrecher in
der Nacht zum Mittwoch in einer Gaststätte an der Ludwigstraße.
Zwischen 22.30 und 10.30 Uhr hatten die Diebe mit brachialer Gewalt
die Hintertür zum Imbiss aufgehebelt und waren so in den Verkaufsraum
gelangt. Die Kriminalpolizei ist für Hinweise unter der Rufnummer
069/8098-1234 zu erreichen.
7. Wer sah Unfall im Wendehammer? - Neu-Isenburg
(aa) Ein 11-jähriges Mädchen wurde am Montagabend bei einem Unfall
in der Erich-Ollenhauer-Straße leicht verletzt, der Autofahrer hielt
jedoch aus unbekannten Gründen nicht an. Gegen 18 Uhr war die
Neu-Isenburgerin auf ihrem Fahrrad in Richtung Wendehammer unterwegs.
Da wurde sie von einem Auto überholt und touchiert. Dabei erlitt die
11-Jährige Prellungen an Armen und Beinen. Der nicht näher
beschriebene Verursacher fuhr weiter. Die Ermittler aus Langenselbold
bitten um Hinweise unter der Rufnummer 06183/911550.
Bereich Main-Kinzig
1. Sammelverfahren gegen Brüderpaar - Hanau und Maintal
(aa) Insgesamt 19 Straftaten wegen gemeinschaftlichen
Trickdiebstahls, bei denen ältere Menschen in ihren Wohnungen beklaut
wurden, hat die Kriminalpolizei wohl geklärt. Umfangreiche
Ermittlungen führten die Beamten des K 21 aus Offenbach auf die Spur
eines Brüderpaares. Die 28 und 19 Jahre alten Männer sollen in den
letzten Monaten in Hanau, Maintal, Offenbach, Neu-Isenburg, Langen
sowie in Darmstadt zugange gewesen sein. Wie wir berichteten gab sich
jeweils einer von ihnen als Hausmeister, Wasserableser oder als
Mitarbeiter der Stadtwerke aus. So gelangten die Verdächtigen in die
Wohnungen der Senioren. Mit einem Spezialgerät, in Wirklichkeit einem
iPhone, führten die Beschuldigten dann "Messungen" durch, welche
angeblich durch den in den Zimmern aufbewahrten Familienschmuck
gestört wurden. Meist sollten die Opfer deshalb ihren Schmuck auf das
Bett legen und ihn mit einem Tuch abdecken. Erst als der falsche
Mitarbeiter weg war, bemerkten die Rentner, dass auch ihre Wertsachen
verschwunden waren. So erbeuteten die mutmaßlichen Trickdiebe
Geschmeide im Wert von mehreren 10.000 Euro. Das Brüderpaar aus
Frankfurt ist polizeilich hinreichend bekannt; beide werden in den
Akten als Serientäter geführt. Der 28-Jährige sitzt bereits in einer
Frankfurter Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Der Jüngere
wartet derzeit noch auf freiem Fuß auf den Strafprozess, der wohl
demnächst auf das Sammelverfahren der Kripo folgen wird.
2. Mit Drogen erwischt - Hanau
(hf) Die Polizei führte am Mittwoch in der Fußgängerzone
Kontrollen durch. Im Rahmen dieser Kontrollen wurde gegen 11.40 Uhr
in der Rosenstraße auch ein Jugendlicher aus Hammersbach überprüft.
Im Rucksack des 17-Jährigen fanden die Beamten fünf verkaufsfertig
verpackte Klemmbeutel mit je 1,4 Gramm Marihuana sowie 30 Euro in
szeneüblicher Stückelung - typische Dealerutensilien. Der junge Mann,
der bei der Polizei schon hinreichend bekannt ist, wurde wegen
Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt, die Drogen wurden
beschlagnahmt.
3. Kupferkabel gestohlen - Hanau
(hf) Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag vom Gelände der
neuen Feuerwache vier Stromkabel gestohlen. Die Täter betraten
zwischen 16.30 und 7 Uhr das Baustellenareal an der
Johann-Karl-Koch-Straße, trennten die Kabel von den mobilen
Verteilerkästen und ließen knapp 170 Meter Leitung mitgehen. Die
Polizei ermittelt und bittet um Hinweise unter der Rufnummer
06181/100-123.
4. Einbruch in Wohnung - Hanau
(hf) Zunächst über den Zaun aufs Grundstück, dann zur rückwärtigen
Seite des Mehrfamilienhauses und auf den Balkon im Hochparterre: So
gelangten Unbekannte am Mittwoch zur Tür des Freisitzes. Diese
hebelten die Ganoven zwischen 19.45 und 21.45 Uhr auf, um dann in der
Einzimmerwohnung alle Behältnisse auszuleeren und deren Inhalte auf
dem Boden zu durchsuchen. Als Beute ließen die Täter einen Laptop,
eine Kamera und Schmuck mitgehen, die sie in einen tatorteigenen
Rucksack gestopft hatten. Anwohner hatten im Tatzeitraum einen Mann
gesehen, der schwarz gekleidet war - ob er was mit dem Einbruch zu
tun hat, muss noch ermittelt werden. Die Kriminalpolizei bittet um
weitere Hinweise unter der Rufnummer 06181/100-123.
5. Einbrecher vertrieben - Hanau
(hf) Erst am Mittwoch kam ein Einbruchsversuch zur Anzeige, der
sich bereits am frühen Montag ereignet hatte. Zwei noch unbekannte
Männer versuchten kurz vor 3 Uhr in einen Kiosk am Fechenheimer Weg
einzusteigen. Ein Anwohner hatte gesehen, wie die beiden Ganoven
versuchten, die Haupteingangstür des Ladens aufzuhebeln. Als der
Zeuge die Rollläden zu seinem Fenster öffnete, bemerkten dies die
Täter und flüchteten in südwestliche Richtung. Einer der Gauner sei
etwa 1,70 Meter groß gewesen und habe auffällig helle Kleidung,
bestehend aus weißer Jacke, weißer Hose und einer weißen Wollmütze,
getragen. Sein Gesicht hatte er mit einem weißen Tuch vermummt. Zum
Komplizen gibt es keine Beschreibung. Die Kriminalpolizei ermittelt
und bittet um weitere Hinweise unter der Rufnummer 06181/100-123.
6. Gefährliche Neugierde - Nidderau/Windecken
(hf) Am Montag waren Unbekannte in einen derzeit leerstehenden
Bauernhof eingebrochen. Wohl über einen Baum kletterten die
Einbrecher auf den Balkon des ersten Stocks und hebelten dort eine
Tür auf. Im Domizil durchsuchten die Täter zahlreiche Schränke und
Schubladen, probierten am Tatort gefundene Spirituosen und stahlen
kleinere Gegenstände wie zum Beispiel Besteck. Am Dienstag führten
Spezialisten der Kriminalpolizei eine Spurensuche durch. Die Arbeit
der Beamten stieß offenbar auf größtes Interesse, denn kaum hatten
sie damit begonnen, tauchten mehrere Windecker Jugendliche auf. Sie
erkundigten sich, was die Polizisten denn da machen würden. Gerne gab
der Beamte Auskunft: "Wir sind von der Kriminalpolizei und sichern
hier die Spuren eines Einbruchs." Der Dialog ging etwa wie folgt
weiter: Jugend: "Bringt das denn was?" Polizei: "Wir sind so gut, wir
kennen die Täter schon." Jugend: "Im Ernst?" Polizei: "Im Ernst. Wir
werden die gleich verhaften." Jugend: "Das gibt es nicht." Polizei:
"Doch, ihr werdet es sehen." In Null-Komma-Nichts waren die jungen
Zuschauer verschwunden. Nach einiger Zeit kamen die Jungs zurück und
hatten einen blassen Jugendlichen im Schlepptau. Das zunächst
unterbrochene Gespräch wurde fortgesetzt: Jugend (auf den blassen
Kumpel deutend): "Das ist der XXX. Der war es. Wo ihr den doch eh
schon kennt, haben wir ihn gleich geholt." Polizei: "Und XXX, warst
Du es?" Blasser Jugendlicher: "Ja." Der Polizist ging auf einen
seiner "Jung-Kollegen" zu und meinte in wissendem Ton: "Du warst doch
auch dabei?" Jugendlicher: "Äh, ... ja." In der Folge zeigten sich
die Jungs geständig und benannten insgesamt weitere sechs Freunde,
mit denen sie in den Bauernhof eingebrochen seien - allesamt im
Kindes- bis Jugendalter. Die soziale Kontrolle in Nidderau-Windecken
funktioniert offenbar noch recht gut, denn die Buben räumten
inzwischen die Vorwürfe ein - in einem Fall "forcierte" ein erboster
Vater die Aussagebereitschaft seines Sohnes.
7. Ende einer Hanfzucht - Freigericht
(hf) Am Mittwoch beendete die Polizei die illegalen
"Gärtnerarbeiten" in einer Wohnung in Somborn und erntete 33
Hanfsetzlinge. Nach den Recherchen des Rauschgiftkommissariates
hatten sich die Hinweise auf den illegalen Drogenanbau so weit
verdichtet, dass die Beamten über die Staatsanwaltschaft beim
Amtsgericht in Hanau einen Durchsuchungsbefehl gegen den 22-jährigen
Tatverdächtigen erwirkten. Neben den 10 bis knapp 30 Zentimeter
großen Pflanzen stellten die Kripo-Leute auch noch "typische
Konsumutensilien" sicher. Gegen den 22-Jährigen läuft eine Anzeige
wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Offenbach, 26.04.2012, Pressestelle, Henry Faltin
Rückfragen bitte an:
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Geleitsstraße 124, 63067 Offenbach
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Telefon: 069 / 8098 - 1210
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Kirsten Krüger (kk) - 1213 oder 0173 / 301 7743
Andrea Ackermann (aa) - 1214 oder 0173 / 301 7834
E-Mail: pressestelle.ppsoh(at)polizei.hessen.de
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Datum: 26.04.2012 - 13:57 Uhr
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