"Viele halten sich nicht an die Regeln!"
Die Krefelder Polizei zieht enttäuschende Bilanz aus den "Aktionswochen Fahrrad"
(ots) - Nach der traurige Verkehrsunfallbilanz des Jahres
2011, die mit 329 verletzte Radfahrerinnen und Radfahrer 42% aller
verletzten aktiven Verkehrsteilnehmern auswies, startete die Polizei
Krefeld wie berichtet vom 16. April bis zum 28. April 2012 die
Aktionswochen Fahrrad. Das Ziel ist eine deutliche Senkung der
verletzten Fahrradfahrer. Gerade Kinder und die ältere Generation
sind besonders betroffen. Daher hat die Polizei Krefeld in der ersten
Woche besonders auf die Verkehrsprävention gesetzt und versucht, in
vielen Kontakten und Gesprächen für verkehrssicheres Verhalten, das
Helmtragen und defensive Fahrweisen zu werben.
Nach der zweiten Aktionswoche ab dem 23. April 2012 zieht die
Polizei nun eine enttäuschende Bilanz:
Nahezu 600 mal musste die Polizei in dieser Woche wegen zum Teil
gravierender Verkehrsverstöße gegen Radfahrer einschreiten:
45 Radfahrer erhielten eine schriftliche
Ordnungswidrigkeitenanzeige, weil sie das Rotlicht einer Ampel
missachtet hatten. Auch für Radfahrer gibt es dabei Punkte in
Flensburg.
Gegen 529 Radler verhängte die Polizei ein Verwarnungsgeld, 286
von ihnen hatten dabei den Radweg nicht benutzt, waren in der
Fußgängerzone verbotswidrig gefahren oder hatten eine Einbahnstraße
in der falschen Richtung befahren. 174 Fahrradfahrer hatten ein
Stop-Zeichen außer Acht gelassen. Bei gravierenden Fehlern von
Kindern wurden die Eltern in Kenntnis gesetzt.
Dazu der Leiter der Direktion Verkehr, Karl-Josef Klauer: "Das
sind überwiegend sogenannte Todsünden der Radfahrer, ich finde es
unfassbar, wie leichtfertig die Radfahrer mit ihrer Gesundheit
umgehen. Verkehrsunfälle sind schließlich kein zufälliges Geschehen,
sondern Ergebnis von falschem oder unvorsichtigem Verhalten. Gerade
Fahrerfahrer sind gut beraten, sich berechenbar zu verhalten, das
heißt die Verkehrsvorschriften zu beachten. Wenn dann trotzdem ein
Unfall passiert kann ein Helm Schlimmeres verhüten!"^
Das enttäuschende Ergebis wird dazu führen, dass die Fahrradfahrer
auf Krefelds Straßen auch zukünftig mit gezielten Überprüfungen
rechen müssen. Eine erfreuliche Tendenz wurde allerdings auch
festgestellt: Das Verhalten von PKW-Fahrern gegenüber Radfahrern war
nicht zu beanstanden. (314/Wei)
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Krefeld
Pressestelle
Nordwall 1-3
47798 Krefeld
www.polizei-nrw.de
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Datum: 30.04.2012 - 14:44 Uhr
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