Kassel:
Nach ED in Kindertagesstätte: Verdächtiger gesteht weitere Einbrüche;
Mutmaßlicher Serieneinbrecher muss in Untersuchungshaft
(ots) - (Beachten Sie bitte auch unsere Erstmeldung zu
diesem Fall von Freitag, 4. Mai 2012, herausgegeben mit OTS über News
Aktuell um 8:51 Uhr, www.polizeipresse.de)
Der 39 Jahre alte Tatverdächtige aus Kassel, der in der Nacht zum
Freitag bei einem Einbruch in eine Kindertagesstätte in der
Mattenbergstraße auf frischer Tat festgenommen werden konnte, sitzt
in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft
erließ der Haftrichter am Samstag einen Untersuchungshaftbefehl. Der
39-Jährige wurde anschließend in die JVA Kassel eingeliefert. Bei der
festgenommenen Person handelte es sich um einen der Polizei bereits
durch verschiedene Eigentumsdelikte bekannten 39-Jährigen, der zum
Zeitpunkt der Festnahme bereits verschiedene Räume in zwei Geschossen
durchsucht, eine Geldkassette aufgebrochen, ca. 90 Euro Bargeld
entnommen und einen Laptop sowie eine Digitalkamera zum Abtransport
bereit gelegt hatte. Eingestiegen war er in die Kita nach Aufhebeln
eines zur Rückseite gelegenen Toilettenfensters. Dabei hatte er den
Alarm ausgelöst.
Lichtschein einer Taschenlampe
Die Alarmmeldung aus der Kindertagesstätte war am frühen
Freitagmorgen bei einer privaten Sicherheitsfirma aufgelaufen, die
daraufhin zunächst eigene Mitarbeiter nach dort entsandte, um den
Alarm zu überprüfen. Als diese gegen 02:25 Uhr den Lichtschein einer
Taschenlampe im Objekt bemerkten, alarmierten sie die Polizei. Kurz
darauf trafen mehrere Funkwagen der Polizeireviere Süd-West und Mitte
ein, die nach erfolgter Umstellung schließlich den Tatverdächtigen
auf frischer Tat festnehmen konnten. Durch den Kriminaldauerdienst
erfolgte eine umfangreiche Tatortaufnahme und Spurensicherung, die
den dringenden Tatverdacht gegen den Festgenommenen stützte. Durch
den sofort hinzugezogenen Bereitschaftsbeamten der AG Bruch wurden
noch in der Nacht die Folgemaßnahmen initiiert. Dabei ging es
insbesondere um die Suche nach möglichen weiteren Tatorten. Diese
Suche verlief zunächst negativ.
Beweismaterial gefunden
Mit einem von der Staatsanwaltschaft Kassel beantragten und vom
Amtsgericht in Kassel erlassenen Durchsuchungsbeschluss wurde die
Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht. Dabei konnte umfassendes
Beweismaterial aufgefunden werden, das aber größtenteils noch
ausgewertet werden muss. Ein bei dem 39-Jährigen aufgefundenen
Mobiltelefon konnte direkt einem Kellereinbruch in der
Keilsbergstraße in Kassel am 27. April zugeordnet werden. Im Zuge der
Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Festgenommenen
um einen schwerstabhängigen Suchtgiftkonsumenten handelt. Er war am
6. Februar diesen Jahres letztmalig nach Verbüßung einer knapp
zweijährigen Freiheitsstrafe wegen verschiedenster Delikte auf dem
Sektor der Beschaffungskriminalität aus der Haft entlassen worden. In
den Vernehmungen durch Beamte der AG Bruch zeigte er sich nach
anfänglichem Leugnen geständig. Drei weitere Einbrüche in
Gartenhütten im Bereich der Kleingartenanlage Mattenberg gehen nach
eigenem Bekunden auf sein Konto. Daraufhin hatte der
Bereitschaftsstaatsanwalt gegen den in fünf Einbruchsfällen dringend
Tatverdächtigen einen Haftbefehlsantrag wegen Flucht- und
Wiederholungsgefahr gestellt.
Wolfgang Jungnitsch
Kriminaloberrat Tel.: 0561 / 910 - 1008
ots Originaltext: Polizeipräsidium Nordhessen
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Datum: 07.05.2012 - 12:29 Uhr
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