++ Polizeireiter im "Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue" ++ hoch zu Ross und bürgernah in den Sommermonaten präsent ++
(ots) - Lüchow-Dannenberg/Lüneburg
Erstmalig sind in diesem Jahr Reiter der niedersächsischen Polizei
in den Sommermonaten im Biosphärenreservat Elbtalaue unterwegs.
Der niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner gab am
heutigen Tage zusammen mit dem Leiter der Reservatsverwaltung
Professor Johannes Prüter und dem Leiter der Polizeiinspektion
Lüneburg/Lüchow-D./Uelzen Hans-Jürgen Felgentreu im Rahmen eines
Pressegesprächs an der Dömitzer Eisenbahnbrücke (Landkreis
Lüchow-Dannenberg) den "Startschuss".
Leider haben die Erfahrungen der letzten Jahre im
Biosphärenreservat gezeigt, dass verstärkt Störungen in der
Landschaft zu beobachten sind, etwa durch das unerlaubte Befahren der
streng geschützten Gebiete mit Autos oder durch lautstarke
Veranstaltungen am Elbufer.
In Abstimmung mit den Kommunen und dem niedersächsischen
Innenministerium werden daher erstmalig von Mai bis Ende August
diesen Jahres (im Zeitraum vom 09.05. bis 31.08.12) vier
Polizeireiter im Biosphärenreservat unterwegs sein, um vor Ort über
die besonderen Schutzregeln zu informieren und bei Bedarf eklatante
Verstöße auch sofort zu ahnden.
Dabei überwachen die Polizeireiter in Abstimmung mit der
Biosphärenreservatsverwaltung insbesondere auch die
naturschutzrechtlichen Bestimmungen (u.a. Befahren von Wegen in
Schutzgebieten, illegales Campen, offenes Feuer und Fischwilderei).
Die Reiterinnen und Reiter aus den Reiterstaffeln der
Polizeidirektionen Braunschweig und Hannover werden in
unterschiedlichen Bereichen des Reservats unterwegs sein.
Untergebracht sind die Ordnungshüter mit ihren Tieren in Bleckede (LK
Lüneburg) und Gartow (LK Lüchow-Dannenberg).
Gemeinsam möchten Polizeireiter und Biosphärenreservatsverwaltung
dazu beitragen, dass besonders kritische Punkte entschärft und, wo
immer möglich, Alternativen für einen ebenso erholsamen wie
naturgerechten Aufenthalt in der Landschaft gefunden werden.
++ Bilder der Polizeireiter unter www.polizeipresse.de ++
Hintergrundinformationen
Das im Jahre 2002 einstimmig vom Niedersächsischen Landtag
eingerichtete Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" ist der
niedersächsische Beitrag zu dem von der UNESCO anerkannten
länderübergreifenden Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe". Es
erstreckt sich 100 km südöstlich von Hamburg und dehnt sich von
Elbekilometer 472,5 bei Schnackenburg bis Elbekilometer 569 bei
Lauenburg in Höhenlagen zwischen 5 bis 109 m über NN aus. Es ist Teil
des 3.430 km² großen länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats
"Flusslandschaft Elbe" und wurde durch das Gesetz über das
Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" (NElbtBRG) am
23.11.2002 mit einer Gesamtfläche von 567,6 km² eingerichtet. Davon
entfallen 16.540 ha auf den Gebietsteil A, 20.100 ha auf den
Gebietsteil B und 20.120 ha auf den Gebietsteil C, von denen noch
mindestens 1.708 ha landeseigener Fläche zu Naturdynamikbereichen zu
bestimmen sind.
Die Elbtalaue wird in erster Linie durch den Verlauf der Elbe mit
ihren naturnahen Ufern und weiten Vorländern geprägt. An die noch
immer regelmäßig überschwemmte Elbaue schließt auf der Landseite der
Deiche die ursprüngliche Aue mit der weiträumigen Elbmarsch an. Die
Bereiche der Lüneburger, Neuhauser, Dannenberger und Gartower
Elbmarsch werden von den Niederungen der Elbnebenflüsse wie Aland,
Seege und Jeetzel durchzogen.
Das Ziel des Biosphärenreservates "Niedersächsische Elbtalaue"
besteht darin, diese einmalige Auenlandschaft mit seinen
landschaftlichen, kulturellen, sozialen sowie ökonomischen Werten und
Funktionen so zu erhalten und entwickeln, dass ein Miteinander von
Mensch und Natur möglich ist.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Lüneburg
Pressestelle
Kai Richter
Telefon: 04131/29-2324 o. Mobil 0160 4705111
E-Mail: kai.richter(at)polizei.niedersachsen.de
http://www.polizei.niedersachsen.de/dst/pdlg/lueneburg/
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Datum: 11.05.2012 - 13:20 Uhr
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