Stördorf: Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 5;
hier: Ergänzung der ots-Meldungen der PD Itzehoe vom 10.5.2012 - 17.50 Uhr, 18.02 Uhr, 18.40 Uhr, 19.12 Uhr, 20.52 Uhr und 23.12 Uhr
(ots) - Zum Unfallhergang:
Ermittlungen der Polizei-Zentralstation Wilser (PZSt) zufolge
ereignete sich der schwere Verkehrsunfall gestern Nachmittag auf der
Bundesstraße 5 im Bereich "Büchsenkarte" im "Begegnungsverkehr":
Der 34 Jahre alte Pkw-Fahrer befuhr die B5 aus Richtung Wilster
kommend in Fahrtrichtung Itzehoe. Er fuhr direkt hinter einem Lkw
her. Der 42 Jahre alte Fahrer des Gefahrguttransporters (Befördertes
Gefahrgut: UN-Nr. 2370 - Technische Bezeichnung des Stoffes: HEX-1-EN
- Gesamtmenge: 28,00 Tonnen) fuhr in die entgegengesetzte Richtung -
war also in Richtung Wilster unterwegs.
Der Pkw-Fahrer scherte vor der Abfahrt Heiligenstedten/Meldorf
unvermittelt hinter dem vor ihm fahrenden Lkw aus und kollidierte
frontal mit dem Gefahrgutlaster. Für den 42-jährigen Fahrer bestand -
laut Zeugenaussage - keine Möglichkeit, dem Unfall auszuweichen oder
ihn auf andere Weise zu vermeiden.
Laut Polizeibericht schleuderte die Wucht des Aufpralls den Pkw
"einige Meter" zurück. Der Gefahrgutlaster brach nach links aus - die
Zugmaschine kam auf der linksseitigen Bankette zum Stehen, der
Sattelauflieger kippte quer zur Fahrtrichtung um und blieb auf der
Gegenfahrbahn liegen.
Erst nach 20.43 Uhr durfte der Unfallort ohne Schutzausstattung
betreten werden. "Grünes Licht" für die Unfallaufnahme der Polizei
gab ein Chemiefachberater - zuvor verboten sich Maßnahmen der Polizei
direkt am Unfallort aufgrund der Gefährlichkeit der auslaufenden
Ladung. Aus diesem Grunde war auch die Bundesstraße 5 zwischen
Wilster und Itzehoe bis in die frühen Stunden des heutigen Tages für
den Straßenverkehr gesperrt. Die gefährliche Gesamtlage war auch der
Grund dafür, dass der Bahnverkehr auf der Strecke Hamburg-Westerland
für mehrere Stunden zum Erliegen kam. Die Freigabe für den
Bahnverkehr erfolgte gegen 23.35 Uhr.
Gegen 22.10 Uhr wurde der Tote von Kräften der Feuerwehr aus dem
verunglückten Pkw geborgen. Die Personalien bestätigten sich, und die
Familie des 34-Jährigen bekam Gewissheit über das Schicksal ihres
Angehörigen.
Der Pkw wurde von einem Abschleppunternehmen aus dem Kreis
Steinburg geborgen und abtransportiert.
Der Sattelzug wurde durch ein Spezialunternehmen aus dem Kreis
Pinneberg geborgen. Nachdem der Sattelauflieger mit Hilfe zweier
Kräne aufgerichtet worden war, transportierte das Bergungsunternehmen
den Behälter nach Brunsbüttel und lieferte das Gefahrgut bei einer
Fachfirma ab. Mit Abfahrt des Sattelaufliegers von der Unfallstelle
wurde der Bahnverkehr wieder frei gegeben.
Nach Abschluss der Bergung entfernte ein Unternehmen aus dem Kreis
Pinneberg Ölrückstände im Unfallbereich. Nach der Reinigung erfolgte
die Aufhebung der Straßensperrung.
Schäden:
Die Höhe des Sachschadens am Pkw: zirka 2.500 Euro - die Höhe des
Sachschadens am Lkw einschließlich Sattelauflieger: zirka 110.000
Euro.
Die betroffene Bankette an der Unfallstelle wurde aufgerissen.
Weitere Unfallspuren: Riefen in der Fahrbahn. Der Gesamtschaden
beziffert sich auf zirka 1.500 Euro. Geschädigt ist die
Straßenmeisterei Itzehoe.
Hinweis an die Medien:
Auskünfte im Zusammenhang mit der Beseitigung von Umweltschäden
werden seitens der Polizeipressestelle der PD Itzehoe nicht gegeben.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Itzehoe
Pressestelle
Hermann Schwichtenberg
Telefon: 04821 / 602 2010
E-Mail: pressestelle.itzehoe(at)polizei.landsh.de
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Datum: 11.05.2012 - 14:05 Uhr
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Kreis Steinburg
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Polizeimeldungen
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