Taschendiebe mit verschiedener Masche - Ratingen / Kreis Mettmann - 1205098

(ots) - Erst mit Pressemitteilung (ots) 1205089 vom
gestrigen Tage warnte die Polizei vor dem kreisweit vermehrten
Auftreten von Taschendieben in Fußgängerzonen und Einkaufstraßen am
Beispiel einer auffälligen Konzentration solcher Delikte am
vergangenen Wochenende in der Dumeklemmerstadt Ratingen. In den dabei
aufgelisteten Fällen wurden den geschädigten Bürgern die mitgeführten
Geldbörsen im Einkaufsgedränge unbemerkt "aus der Tasche gezogen" !
Dass diese Art des Taschendiebstahls aber nicht die Einzige ist,
zeigt ein aktueller Sachverhalt vom Montagnachmittag des 14.05.2012,
der exemplarisch belegt, wie fingerfertig und dreist sich
Taschendiebe auch anderer Masche bedienen, um an die Geldbörsen bzw.
an das Bargeld ihrer Opfer zu gelangen.
Gegen 14.00 Uhr befand sich ein 84-jähriger Ratinger als Fußgänger
auf der Friedhofstraße in Ratingen, nachdem er unmittelbar zuvor, in
einem Geldinstitut in der Innenstadt, einen größeren Bargeldbetrag
von seinem Konto abgehoben hatte. Wahrscheinlich wurde er dabei schon
vom späteren Täter beobachtet, der den Rentner auf der Friedhofstraße
ansprach mit der Frage, ob ihm der Senior eine 2-Euro-Münze wechseln
könne. Als der hilfsbereite Ratinger daraufhin seine Geldbörse
hervorholte, war die Chance gekommen, auf die der Straftäter
spekuliert hatte. Scheinbar nur, um bei der Suche nach Wechselgeld zu
helfen, nahm der Unbekannte das Portemonnaie des Rentners in die
Hand, um mit dieser dann sofort fluchtartig davonzulaufen. Noch bevor
der Geschädigte die plötzlich veränderte Situation überhaupt richtig
erfasst hatte, war der Dieb mit der Geldbörse, in der sich neben
persönlichen Papieren des Opfers auch mehrere hundert Euro befanden,
bereits in Richtung Friedhof entkommen.
Der Geschädigte begab sich zu seiner Ratinger Wohnung und
alarmierte die Polizei. Daraufhin sofort veranlasste
Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Täter führten nicht zu einem
schnellen Erfolg. Der flüchtige Taschendieb wird wie folgt
beschrieben:
-männlicher Ausländer -ca. 35 Jahre alt -ca. 170 bis 175 cm
groß -kräftige bis muskulöse Figur -kurze dunkle Haare -rundes
Gesicht -bekleidet mit dunkler Hose und Oberbekleidung
Bisher liegen der Ratinger Polizei noch keine konkreten Hinweise
zu Identität und Verbleib des beschriebenen Täters vor. Weitere
Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen wurden veranlasst, ein
Strafverfahren eingeleitet. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen
Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in einem
Tatzusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei in Ratingen,
Telefon 02102 / 9981-6210, jederzeit entgegen.
Aus gegebenem Anlass gibt die Polizei an dieser Stelle noch einmal
kreisweit folgende Hinweise und Tipps zur Verhinderung von
Taschendiebstahldelikten:
-Führen Sie an Bargeld, EC- oder Kreditkarten immer nur das
Notwendigste mit sich.
-Geld, Kreditkarten und Ausweise sollten getrennt und in
verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung, dabei
möglichst dicht am Körper getragen werden.
-So genannte Bankomatkarten (EC- oder Kreditkarten) sollten immer
getrennt vom Code aufbewahrt werden.
-Tragen Sie Handtaschen immer verschlossen mit der
Verschlussseite zum und dicht vor dem Körper oder fest unter dem Arm.
Stellen Sie Taschen niemals unbeaufsichtigt ab.
-Brieftaschen und Geldbörsen beim Einkauf bitte niemals in
Einkaufstaschen oder Einkaufswagen legen.
-Besonders dichte Menschenmengen sollten Sie nach Möglichkeit
unbedingt meiden. Achten Sie bei unvermeidlichem Menschengedränge und
in unübersichtlichen Situationen noch stärker auf Ihre Wertsachen.
-Öffentlich sollte man nicht mit größeren Geldmengen hantieren.
-Seien Sie misstrauisch, wenn sie von Unbekannten um Wechselgeld
gebeten werden.
-Erlauben Sie niemandem Zugriff auf und in ihre Geldbörse.
Hinweis an die Medien:
Polizeiliches Bild- und Informationsmaterial zu dieser Mitteilung
befindet sich in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann, unter
nachfolgend genannter Internetanschrift (Link), zum Download bereit
und zur Veröffentlichung frei.
Rückfragen bitte an:
Polizei Mettmann
Pressestelle
Telefon: 02104 / 982-2010
Fax: 02104 / 982-2028
E-Mail: pressestelle.mettmann(at)polizei.nrw.de
http://www.polizei-mettmann.de
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Datum: 15.05.2012 - 08:32 Uhr
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