Pressemeldung vom 15.05.2012:
(ots) - Friedberg / Florstadt / Wölfersheim: Polizei rät
zur Vorsicht bei betrügerischen Spendensammlern - Drei weitere
Betrugsfälle in der Wetterau - Kripo sucht Zeugen
Über 1.000 Euro haben Betrüger am Samstag in verschiedenen
Geschäften in Florstadt und Wölfersheim erbeutet. Bei einem dritten
Anlauf blieben die Unbekannten dank des beherzten Eingreifens einer
Angestellten in Friedberg ohne Beute.
Bei dieser Betrugshandlung täuschen die Täter anderen Personen
vor, für eine hilfsbedürftige Organisation zu sammeln. Die späteren
Opfer werden anschließend von den Trickdieben bedrängt, während sie
in ihren Geldbörsen nach Kleingeld suchen. Dabei greifen die Täter zu
und entwenden, zumeist unbemerkt von den "Spendern", Bargeld.
Beim ersten Fall, der sich am Samstag, zwischen 10.30 und 10.45
Uhr, in der Straße Am schwarzen Berg ereignete, wurde ein 75 -
jähriger Florstädter im Geschäft durch eine etwa 18 Jahre alte Frau
angesprochen. Die Unbekannte hielt dem Florstädter ein Schild hin und
bat um eine Spende. Anschließend händigte der 75 - Jährige fünf Euro
an die Frau aus und unterschrieb auf einer vorgelegten Liste. Auf der
Liste standen schon einige Namen mit entsprechenden Spendeneinträgen.
Dadurch gewann der Spender den Eindruck, dass alles mit rechten
Dingen zugeht. Zum Abschluss erhielt er noch einen Kuss auf die
Wange. Danach verschwand die etwa 160 bis 165 cm große Unbekannte.
Erst an der Kasse bemerkte der Florstädter, dass aus seiner Geldbörse
400 Euro fehlen. Die Trickdiebin soll eine schlanke Figur und einen
dunklen Teint haben. Zudem habe sie dunkle hochgesteckte Haare und
eine vorderasiatische Herkunft.
Knapp eine Stunde danach hat die Trickdiebin mit einer Komplizin
offensichtlich in einem Lebensmitteldiscounter in Berstadt
zugeschlagen. In der Benzstraße wurde ein Ehepaar aus Frankfurt auf
zwei Frauen aufmerksam. Die beiden mutmaßlichen Betrügerinnen hatten
jeweils ein Klemmbrett dabei. Auf einem Zettel stand, dass die beiden
Frauen angeblich taubstumm sind und Geld für ein Reha - Zentrum für
Taubstumme sammeln würden. Im Anbetracht "der guten Sache"
beschlossen die 73 - und der 75 - Jährige fünf Euro zu spenden. Kurz
danach wurde das Ehepaar von den beiden Betrügerinnen bedrängt und
aufgefordert, auf dem Formular den Namen und die Adresse einzutragen.
Kurz danach rückten die beiden Frauen dem Frankfurter Ehepaar wieder
dicht auf die Pelle. Mit Gesten teilten sie mit, dass man nur einen
Euro benötigt. Dabei wühlte eine der Frauen mit in der Geldbörse
herum. Dabei gelang es den Diebinnen, insgesamt 900 Euro zu erbeuten.
Der Diebstahl wurde erst bemerkt, als die Frauen schon weg waren.
Auch in diesem Fall sollen die Täterinnen zwischen 160 bis 165 cm
groß sein. Die Zeugen beschreiben ihr Aussehen mit "rumänischer
Herkunft". Zudem sollen sie schwarze mittellange Haare gehabt haben.
Möglicherweise zur selben Tätergruppe gehören zwei Männer, die am
gleichen Tag in der Friedberger Engelsgasse versucht haben, 50 Euro
aus einer Kasse zu erbeuten. Die Unbekannten betraten gegen 15.20 Uhr
ein Wäschegeschäft und zeigten ebenfalls eine Art Klemmbrett. Darauf
befand sich eine Auflistung mehrerer Personen, die angeblich
gespendet haben. Durch Gesten machte einer der Männer darauf
aufmerksam, dass er taubstumm sei. Einer der Männer hielt die
mitgebrachte Kladde über die Kasse und versuchte, einen 50 Euro -
Schein herauszustehlen. Die 61 - jährige Angestellte bemerkte diesen
Versuch und schlug dem Trickdieb auf die Hand. Beeindruckt von der
energischen Verkäuferin ließ der Unbekannte den Geldschein liegen und
flüchtete mit seinem Kumpanen. Der Unbekannte soll 18 Jahre alt und
170 cm groß sein. Er habe, so die Zeugin, eine kräftige Figur sowie
kurze blonde Haare und eine unreine Haut. Der zweite Betrüger soll 22
Jahre alt und etwa 173 cm groß sein. Er sei schlank, habe dunkle
kurze Haare und soll eine südländische Erscheinung haben.
Die ersten Fahndungsmaßnahmen nach der Betrügergruppe erbrachten
keinen Erfolg. Möglicherweise reisten die Täter mit mehreren Personen
in einem ortsfremden PKW an.
Hinweise erbittet die Kripo in Friedberg, Tel. 06031 6010.
Die Kripo warnt nochmals ausdrücklich vor dieser Masche. Es wird
empfohlen, gegenüber Spendensammlern mit dem notwendigen Misstrauen
zu agieren. Zudem sollte man einen gewissen Abstand halten und
jeglichen Körperkontakt vermeiden. Die Geldbörse sollte nur in dem
notwendigen Abstand geöffnet werden. Vor einer Spende sollte man sich
einen gültigen Personalausweis und/oder einen Mitgliedsausweis der
jeweiligen Organisation, für die gespendet werden soll, zeigen zu
lassen.
Jörg Reinemer
Pressesprecher
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43647
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mittelhessen
Polizeidirektion Wetterau
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Grüner Weg 3
61169 Friedberg
Telefon: 06031-601 150
Fax: 06031-601 151
E-Mail: poea-fb.ppmh(at)polizei.hessen.de oder
http://www.polizei.hessen.de/ppmh
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.05.2012 - 14:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 620397
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: POL-FB
Stadt:
Friedberg
Kategorie:
Polizeimeldungen
Dieser Fachartikel wurde bisher 0 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
" Pressemeldung vom 15.05.2012:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Polizei Wetterau-Friedberg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




