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(853) Senioren wurden erpresst und betrogen - Warnmeldung

ID: 620429

(ots) - In insgesamt vier Fällen überwiesen Senioren
aus Westmittelfranken weit über 100.000 Euro ins Ausland um
angebliche Gewinne bzw. Wohnrechte zu erhalten.

In der Zeit von September 2010 bis Januar 2012 überwies eine
72-Jährige aus dem Landkreis Ansbach mit über 35 Einzelzahlungen
insgesamt fast 22.000 Euro in die Türkei.

Ebenfalls eine Frau aus dem Landkreis Ansbach (68) überwies eine
Gesamtsumme von ca. 65.000 Euro in die Türkei. In der Zeit zwischen
Juli 2011 bis April 2012 tätigte sie so 30 Überweisungen.

Eine 80-jährige Frau aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad
Windsheim überwies zwischen Oktober 2011 und Januar 2012 20.000 Euro
mit einem Bezahlsystem. Sie kam ca. 35 Mal den Aufforderungen der
Täter nach.

Ein 73-jähriger Mann aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
führte bei seinem Kreditinstitut in Altmühlfranken sechs
Überweisungen aus. So erhielten die Täter in der Türkei insgesamt
noch mal 8000 Euro.

Alle vier Senioren wurden von den Gesuchten telefonisch
kontaktiert. Unaufgefordert wurde den älteren Mitbürgern so ein
Gewinn, wie etwa ein höherer Geldbetrag bzw. hochwertige Fahrzeuge
oder ein Wohnrecht in einer Ferienanlage versprochen.

Über diese Gewinnversprechen hinaus wurde die 68-Jährige auch noch
massiv bedroht und zu Handlungen gezwungen.

Die Beamten des Fachkommissariats der Kriminalpolizeiinspektion
Ansbach ermitteln nun in allen vier Fällen wegen Betrugs und in einem
Fall wegen Erpressung.

Derzeit häufen sich solche Telefonanrufe bei Senioren. Diese
werden zum Teil sehr geschickt in frei erfundene Handlungsabläufe mit
eingebunden. So werden ständig neue Vorwände angeführt, welche die
Gewinnausschüttung verzögern und eine neuerliche Zahlung erforderlich
machen. Es werden hierbei z.B. Zollgebühren und Anwaltskosten ins




Feld geführt.

Insbesondere Vereine und Organisationen für Senioren können sich
für Vorträge zu diesem Themenkomplex gerne an die
Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Ansbach, Herrn
Kriminalhauptkommissar Armin Knorr unter der Telefonnummer (0981)
9094-380, wenden.

Weitergehende Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im
Internet unter www.polizei-beratung.de.

Robert Schmitt/n




Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken
Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle
Telefon: 0911/2112-1030
Fax: 0911/2112-1025
http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/


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Datum: 15.05.2012 - 14:28 Uhr
Sprache: Deutsch
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