Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) kein Abbild der tatsächlichen Kriminalität
(ots) - Effektive Kriminalitätsbekämpfung gelingt nur mit
qualifiziertem Personal
"Für uns Kriminalisten ist die Polizeiliche Kriminalstatistik
(PKS) lediglich eine Strichliste, ein Arbeitsnachweis ohne
inhaltliche Bewertung des zeitlichen und ermittlungstaktischen
Aufwands der Ermittlungsarbeit im vergangenen Jahr", unterstützt der
BDK-Bundesvorsitzende André Schulz in keinster Weise das jährliche
Schaulaufen der Landesinnenminister und des Bundesinnenministers um
die höchsten Aufklärungsquoten.
"Nichtsdestotrotz sind der Anstieg der Gesamtzahl der Straftaten
und die sinkende Aufklärungsquote nur ein Teilaspekt der
tatsächlichen Kriminalität in der Bundesrepublik. Die mittels
Internet begangenen Straftaten, die in überwiegender Art und Weise
den Weg über Auslandsserver zu den Opfern in der Bundesrepublik
finden, werden immer noch nicht in der PKS abgebildet bzw.
statistisch erfasst", gibt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz den
Hinweis auf die in Wirklichkeit wesentlichen höhere Anzahl von
Straftaten im letzten Jahr.
"Der Anstieg der Anzahl der Straftaten bei gleichzeitig sinkender
Aufklärungsquote im Bereich der Eigentumskriminalität, zum Beispiel
im Bereich des Wohnungseinbruch und Diebstahl aus Kraftfahrzeugen,
ist ein unzweifelhaftes Indiz für fehlendes qualifiziertes Personal
im Bereich fachgerechter Tatortarbeit", weiß der
BDK-Bundesvorsitzende André Schulz um die Probleme der Beamtinnen und
Beamten vor Ort.
Die DNA-Spur des Täters, die Hebelspuren des benutzen Werkzeuges,
die Fingerabdrücke an den von den Tätern angefassten Gegenständen,
die hinterlassenen Eindruckspuren von Fahrzeugreifen oder
Täterschuhen, all das lässt sich nur mit qualifiziertem, gut
ausgebildetem Personal am Tatort finden und sichern und im Ergebnis
später bewerten.
"Das lässt sich nicht vom Computerarbeitsplatz im Büro erledigen,
dazu muss der - und hier ganz besonders wichtig - fachlich
qualifizierte, kompetente Kriminalist vor Ort den Tatort untersuchen,
Spuren sichern und die Zeugen und Opfer befragen", fordert der
BDK-Bundesvorsitzende André Schulz mehr qualifiziertes Personal für
die Ermittlungsbereiche in den Kripo-Dienststellen.
Rückfragen bitte an:
Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Pressesprecher
Bernd Carstensen
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Datum: 16.05.2012 - 12:30 Uhr
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