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09.10.2015

Innenminister Jäger lobt die sachliche Aufarbeitung durch den Ex-LKA-Chef - Bericht bestätigt: Wertevorstellungen des Kölner SEK stehen im Einklang mit denen der NRW-Polizei

Der Bericht des ehemaligen Chefs des
NRW-Landeskriminalamtes Wolfgang Gatzke liefert nach Ansicht von
Innenminister Ralf Jäger "wichtige Erkenntnisse zur Wertehaltung" des
Kölner SEK. "Ich bin froh, dass die Wertevorstellungen des Kölner SEK
denen der NRW-Polizei entsprechen", erklärte Jäger. Gatzke hatte vom
Kölner Polizeipräsidenten allerdings ausdrücklich nicht den Auftrag,
die Vorfälle beim Aufnahmeritual des SEK-Kommandos 3 zu untersuchen.
Der Innenminister betonte erneut, dass "Mobbing und inakzeptable
Aufnahmerituale bei der NRW-Polizei nicht geduldet werden."

Obwohl es keine Hinweise auf weitere, demütigende Aufnahmerituale
bei Spezialeinsatzkräften der Polizei außerhalb des Polizeipräsidiums
Köln gab, hatte der NRW-Innenminister im Juni vorsorglich eine
Sonderinspektion aller Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Nordrhein
Westfalen angeordnet. "Damit werden diejenigen Beamten vor
ungerechtfertigten Verdächtigungen geschützt, die zuverlässig und
engagiert bei den Spezialeinsatzkräften der Polizei im Einsatz sind",
erklärte Ralf Jäger. Deswegen wurden mit dem Landesamt für Zentrale
Polizeiliche Dienste NRW in Duisburg und dem Landesamt für
Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW
in Selm-Bork fachkundige Aufsichtsbehörden mit der Überprüfung
betraut. Hieran wird mit Hochdruck gearbeitet. Die 18
Spezialeinsatzkommandos des Landes mit über 200 Polizisten in Köln,
Düsseldorf, Münster, Dortmund, Bielefeld und Essen retten bei über
800 Einsätzen im Jahr Menschen in höchster Gefahr aus bedrohlichen
Situationen oder nehmen bewaffnete Straftäter bis hin zu
Schwerstkriminellen fest. "Sie sind der Garant für die Bewältigung
schwierigster und gefährlichster Einsatzlagen", erläuterte der
Innenminister.




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