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23.05.2016

Gepäckdieb in Untersuchungshaft

Zivilfahnder des Bundespolizeireviers Mannheim
konnten gestern Mittag einen Gepäckdieb im Hauptbahnhof festnehmen.
Gegen den aus Syrien stammenden Mann wurde heute ein
Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Die Beamten beobachteten gegen 14.30 Uhr zwei Männer, die eiligen
Schrittes aus einem abfahrbereiten Fernverkehrszug ausstiegen und
Richtung Lindenhofunterführung gingen. Einer der Männer trug einen
schwarzen Rucksack auf dem Rücken und schaute sich auffällig und
nervös um. Die Zivilfahnder erkannten den Mann mit dem Rucksack als
möglichen Tatverdächtigen von einem Diebstahl im Februar. Diese Tat
wurde durch die Videoüberwachung aufgezeichnet. Die Schadenshöhe
betrug 10.000 Euro.

Am Treppenaufgang zu Bahnsteig 9/10 trennten sich die beiden
Männer. Die Zivilfahnder kontrollierten daraufhin den Mann mit dem
Rucksack. Auf Verlangen wies er sich mit einer belgischen
Identitätskarte aus. Die Beamten stellten sofort fest, dass das
Lichtbild auf dem Ausweis, nicht mit der vorstelligen Person
übereinstimmte. Der Mann beharrte, dass es sein Ausweis sei und er
sich gerade ein personengebundenes ICE-Wochenticket mit diesem
gekauft habe. Der Mann wurde zur Dienststelle verbracht.

Eine sofort eingeleitet Fahndung nach dem zweiten Mann verlief
negativ.

Die Zivilfahnder vermuteten, dass der mitgeführte Rucksack kurz
zuvor, im Zug entwendet worden ist.

Auf der Dienststelle wurden die Fingerabdrücke des Mannes
überprüft und dadurch seine Identität festgestellt.

Die belgische Identitätskarte, die der Mann missbräuchlich
benutzte, war zur Sachfahndung ausgeschrieben. Bei der Durchsuchung
des Rucksacks wurde festgestellt, dass dieser einer anderen Person
gehörte.

Fast zeitgleich meldete sich ein 31-jähriger Mann auf dem Revier


der Bundespolizei und gab an, dass ihm soeben sein Rucksack im Zug
entwendet worden ist.

Der zuvor sichergestellte Rucksack konnte eindeutig dem
Geschädigten zugeordnet werden. Dieser war sichtlich erleichtert,
dass er sein Eigentum so schnell zurück erhalten hat. Die
Schadenshöhe betrug über 4.000 Euro.

Die Bundespolizei hat gegen den 41-jährigen Syrer ein
Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Falls des Diebstahls,
Ausweismissbrauch, Unterschlagung, Betrugs und unerlaubter Einreise
bzw. Aufenthalt eingeleitet.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim wurde der Mann heute
einem Haftrichter vorgeführt und im Anschluss in eine
Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen nach dem zweiten Täter dauern an.




Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Karlsruhe
Carolin Bartelt
Telefon: 0721 12016 - 103
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