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24.02.2018

Feuerwehr Mülheim warnt vor dem Betreten von Eisflächen


Bei frostigen Temperaturen im Winter können viele Seen und
Gewässer mit einer geschlossenen Eisfläche überzogen sein. Doch die
Minusgrade sind noch keine ausreichende Garantie für eine betretbare
Eisfläche. Je nach Temperatur und Sonneneinstrahlung kann es Wochen
oder sogar Monate dauern, bis das Eis ausreichend dick ist. Erst ab
einer Dicke von 20 Zentimetern können Flächen gefahrlos betreten
werden.

Gerade Kinder können diese Gefahr oft nicht erkennen und richtig
einschätzen, da die dünnen Eisflächen schon recht stabil aussehen und
am Ufer das Gewicht der Kinder halten können. Wagen sich die Kinder
jedoch nur wenige Meter weiter auf die Eisflächen, kann auch für sie
das Eis zur tödlichen Gefahr werden. Eltern sollten unbedingt ihre
Jüngsten vor den Gefahren des Eises warnen und aufklären. Tauwetter
kann die Tragfähigkeit des Eises schnell beeinträchtigen,
Wasserflecken und Verfärbungen können Hinweise auf brüchige Stellen
geben. Dunkle Stellen zeigen an, dass die Eisdecke dort noch zu dünn
ist. Wenn es zu einem Einbruch kommt, bleiben nur wenige Minuten, um
sich aus dem kalten Wasser aufs Eis zu retten. Auch ein Erwachsener
mit guter Kondition hat sonst keine Chance zu überleben. Wichtig ist,
sich auf der Eisfläche liegend und mit gespreizten Armen und Beinen
ans Ufer zu bewegen. Zeugen eines Eiseinbruchs sollten umgehend über
den Notruf 112 die Rettungskräfte der Feuerwehr alarmieren. Wenn
möglich, sollten Ersthelfende vom Ufer aus mit einem Ast oder einer
Leine versuchen, die eingebrochene Person zu retten. Keinesfalls
sollte das Eis betreten werden. Nach der Rettung sollten die
Helfenden den Betroffenen die nasse Kleidung ausziehen und in
trockene Decken oder Kleidung wickeln, damit sie vor einer weiteren
Auskühlung geschützt werden. Ist die betroffene Person bewusstlos und


hat eine normale Atmung, soll sie in die stabile Seitenlage gebracht
werden. Hat die bewusstlose Person keine normale Atmung, muss sofort
mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden, bis der
Rettungsdienst eintrifft.

Da es trotz aller Warnungen immer wieder zu Unfällen kommt, hat
die Feuerwehr hier noch einmal die wichtigsten Verhaltensregeln für
das Betreten des Eises zusammengefasst:

Keine Eisflächen betreten, die nicht durch die Stadt öffentlich
freigegeben worden sind.

Eltern sollten ihre Kinder darauf hinweisen, nicht auf solchen
Eisflächen zu spielen.

Beim Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen besteht
Lebensgefahr!

Auch wenn ein See anscheinend zugefroren ist, ist das Eis immer
unterschiedlich dick.

Keine Eisflächen in der Nähe von Wassereinläufen und
Fließgewässern betreten.

Gefahren können auch an bewachsenen Uferzonen und auf verschneiten
Eisflächen drohen.

Wenn trotz der Vorsichtsmaßnahmen das Eis unter einem plötzlich
knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen und in Bauchlage
Richtung Ufer robben.

So schnell wie möglich die Feuerwehr über den Notruf 112
alarmieren, den genauen Einsatzort beschreiben und berichten was
passiert ist.

Im Eis eingebrochene Personen sollen sich nach Möglichkeit wenig
bewegen, solange sie sich im Wasser an der Eisabbruchkante befinden.

Helfende sollten bei einer Rettung einen Sicherheitsabstand zur
Einbruchstelle einhalten.

Bei der Rettung die eingebrochene Person möglichst an
Gegenständen(Ast, Leine, Hosengürtel, Schal, Hockeyschläger)
festhalten lassen.

Helfende sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen. Mit
Unterlage(Leiter, Bretter, Zaun) das Gewicht verteilen oder sich
gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern.




Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Mülheim an der Ruhr
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0208-455 92
E-Mail: feuerwehr-leitstelle@muelheim-ruhr.de
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