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18.04.2018

Hauptzollamt Krefeld - Zahlen, Daten, Fakten für 2017


- 78 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt
- 2,8 Millionen unversteuerte Zigaretten sichergestellt
- 1,5 Milliarden Euro eingenommen
- 16 Millionen Euro an hinterzogenen Steuern und Abgaben
aufgedeckt

Sehr zufrieden mit den guten Ergebnissen des abgelaufenen Jahres
können die Beschäftigten des Hauptzollamtes Krefeld nach den nunmehr
vorliegenden Zahlen zurückblicken. Meine 400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter haben hervorragende Arbeit geleistet, so der Leiter des
Hauptzollamtes Krefeld, Regierungsdirektor Jörg Danschewitz-Ludwig.
Neben den klassischen Aufgaben, der Erhebung von Einfuhrumsatzsteuer,
Verbrauchsteuern und Zöllen, galten die Bekämpfung von organisierten
Formen der Schwarzarbeit und die Maßnahmen der Kontrolleinheit
Verkehrswege zur Bekämpfung von Drogenschmuggel und
Steuerhinterziehung als Aufgabenschwerpunkte im abgelaufenen Jahr.

Erhebung von Abgaben - Der Zoll, die Einnahmeverwaltung des Bundes

Das Hauptzollamt Krefeld hat im Jahr 2017 rund 1,5 Milliarden Euro
(2016: 1,37) für die Kassen des Bundes, des Landes
Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union eingenommen. Die
Haupteinnahmequellen waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter
machte die Stromsteuer mit rund 235,2 Millionen Euro (2016: 212,3)
den größten Anteil aus. Die Energiesteuer schlug mit 131,4 Millionen
Euro (2016: 144,5) zu Buche. Die Einnahmen aus der Branntweinsteuer
betrugen 75,1 Millionen Euro (2016: 77,6). An Einfuhrumsatzsteuer
wurden 576 Millionen Euro (2016: 626,6) erhoben. Die erhobenen Zölle,
die an die Europäische Union abgeführt werden, betrugen im
abgelaufenen Jahr 78,3 Millionen Euro (2016: 91,0). Die den Ländern
zustehende Biersteuer brachte dem Land Nordrhein-Westfalen rund 6,5
Millionen Euro (2016: 5,9) ein.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit - Schaden von der Allgemeinheit


abwenden

Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)
überprüften im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung
2017 insgesamt 836 Arbeitgeber (2016: 619). Als Ergebnis der
Kontrollen leitete die FKS 3.130 Ermittlungsverfahren (2016: 3.040)
wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen Arbeitgeber und
Arbeitnehmer sowie 300 Ermittlungsverfahren wegen
Ordnungswidrigkeiten (2016: 254) ein. Die Höhe der durch das
Hauptzollamt festgesetzten Bußgelder betrug 2017 377.325 Euro (2016:
580.483). Die Schadenssumme an hinterzogenen Steuern und
Sozialabgaben hinsichtlich der straf- und bußgeldrechtlichen
Ermittlungen belief sich auf etwa 16 Millionen Euro (2016: 17,1). Die
Gerichte verhängten Freiheitsstrafen in Höhe von insgesamt 91 (2016:
74) Jahren und sprachen Geldstrafen von 977.370 (2016: 876.120) Euro
aus.

120 Bedienstete sind an den Standorten Krefeld und Mönchengladbach
mit dem zentralen Aufgabenbereich, der Bekämpfung von Schwarzarbeit
und illegaler Beschäftigung sowie der Bekämpfung der organisierten
Formen von Schwarzarbeit befasst. Zudem wurden regionale und
bundesweite Schwerpunktprüfungen, unter anderem im Hotel- und
Gaststättengewerbe, im Baugewerbe sowie im Speditions-, Transport und
Logistikgewerbe, durchgeführt.

Kontrolleinheit Verkehrswege - Bekämpfung von Drogenschmuggel und
Steuerhinterziehung

Die Kontrolleinheit Verkehrswege mit Sitz in
Nettetal-Kaldenkirchen stellt die zollamtliche Überwachung des
Warenverkehrs sicher. Dazu sind die Zöllner tagtäglich rund um die
Uhr im Kontrollgebiet des Hauptzollamtes Krefeld zum Schutz der
Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. Schwerpunkte der Überwachungs- und
Kontrolltätigkeit sind die Bekämpfung von Drogenschmuggel,
Produktpiraterie und Steuerhinterziehung.

Im Jahr 2017 stellte diese Kontrolleinheit mehr als 78 Kilogramm
Rauschgift und über 2,8 Millionen unversteuerte Zigaretten sicher.
Sie führte dabei rund 20.000 Personen- und Fahrzeugkontrollen durch.
Die Zöllner aus Kaldenkirchen zogen dabei rund 18 Kilogramm
Marihuana, 30 Kilogramm Haschisch, drei Kilogramm Amphetamin, 21
Kilogramm Heroin und 7.185 Stück Ecstasy-Tabletten aus dem Verkehr.
Es kam zu 36 Festnahmen wegen Drogendelikten. Besonders betroffen
machte die Zöllner ein Aufgriff im November letzten Jahres. Die
vermeintlichen Schmuggler bauten den Airbag aus, um das Schmuggelgut,
4,7 Kilogramm Haschisch, unterzubringen.

Im Rahmen der sogenannten "Grenzvollstreckung" konnten durch die
Kontrolleinheit Verkehrswege Kaldenkirchen 81 Vollstreckungsaufträge
und Forderungen mit einem Volumen von 32.685 Euro erledigt werden.
Mit diesem EDV-gestützten Verfahren werden im Rahmen von allgemeinen
Kontrollen ausländische Schuldner, die keinen gemeldeten Wohnsitz in
Deutschland haben, festgestellt und ausstehende Forderungen
eingetrieben.

Zollämter

In den Zollämtern Krefeld-Uerdingen, Mönchengladbach, Neuss und
Schwanenhaus wurden im Jahr 2017 mehr als 3,9 Millionen (2016: 3,1)
Positionen im EDV-gestützten ZOLL-Anmeldeverfahren ATLAS bei der Ein-
und Ausfuhr von Waren bearbeitet. Die Post-Zollstellen der Zollämter
Mönchengladbach, Neuss und Krefeld-Uerdingen fertigen jährlich
zwischen 25.000 und 30.000 Postpakete ab, die aus Ländern kommen, die
nicht zur Europäischen Union gehören. Dabei konnten die Zöllner der
vier zum Hauptzollamtsbezirk gehörenden Zollämtern neben den
fiskalischen Einnahmen auch über 8500 gefälschte Produkte aus dem
Verkehr ziehen. Besonders betroffen hiervon waren Schuhe und
Spielzeug. Dass die Fälscher auch vor hochpreisigen Produkten nicht
halt machen, zeigte die Sicherstellung einer Gitarre der Firma
Gibson. Die Les Paul Custom Gitarre mit einem Originalwert von
mindestens 3500 Euro wies in den Anmeldepapieren nicht einmal 180
Euro auf.

Der Zoll sucht Nachwuchs

Zum 1. August 2019 sucht der Zoll für den mittleren und gehobenen
Zolldienst wieder Nachwuchskräfte. Mit der Nachwuchskampagne "Dein
Talent im Einsatz" sollen Jugendliche für die interessanten,
vielseitigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten in den Bereichen
Überwachung des Warenverkehrs, Finanzkontrolle Schwarzarbeit,
Kontrolleinheiten, Allgemeine Verwaltung, Zollfahndung, Vollstreckung
und Spezialeinheiten fasziniert werden.

Die Ausbildung beim Zoll bietet:

- eine Ausbildung im Rahmen eines Beamtenverhältnisses,
- die anschließende Übernahme ist die Regel,
- Ausbildungsbezüge während der Ausbildung / Studium,
- einen krisensicheren Arbeitsplatz,
- bundesweite Einsatzmöglichkeiten,
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Voraussetzung für eine Ausbildung beim Zoll ist mindestens ein
Realschul- oder gleichwertiger Abschluss für die zweijährige
Ausbildung im mittleren Zolldienst. Fachhochschulreife oder das
Abitur werden für das dreijährige Studium beim Bildungs- und
Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung in Münster für den
gehobenen Zolldienst benötigt. Bewerbungsschluss ist der 30.
September 2018.

Weitere Informationen zur Ausbildung und Einstellung erteilt: Herr
Tenberg - Hauptzollamt Krefeld - (Tel: 02151 / 850 - 215) E-Mail:
ausbildung.hza-krefeld@zoll.bund.de

Web: www.ZOLL.de, Der Zoll, Beruf und Karriere
www.talent-im-einsatz.de www.facebook.com/zoll.karriere




Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Krefeld
Pressesprecher
Rainer Wanzke
Telefon: 02151-850288
E-Mail: presse.hza-krefeld@zoll.bund.de
www.zoll.de

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Firma: Hauptzollamt Krefeld

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: HZA-KR
Stadt: Krefeld


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