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12.12.2019

Feuer und Flamme seit Jahrzehnten: Das Leben mit der Feuerwehr

Beim jährlichen Kameradschaftsabend der Löscheinheit
Schaephuysen wurden drei Kameraden für ihre langjährige Mitgliedschaft
ausgezeichnet. Ludger Elbers und Rainer Schmitz sind seit 40, Hans Heymann seit
60 Jahren dabei.

Der Kameradschaftsabend der Löscheinheit Schaephuysen diente einmal mehr dazu,
den Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken. Drei
von ihnen freuten sich in diesem Jahr über ganz besonders großen Applaus. Rainer
Schmitz und Ludger Elbers erhielten ihre wohlverdiente Auszeichnung für 40 Jahre
Engagement. Der 82-jährige Unterbrandmeister Hans Heymann blickt auf eine
nunmehr 60-jährige Feuerwehrkarriere zurück und wurde hierfür unter stehenden
Ovationen ausgezeichnet. Für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr
erhielt Hans Heymann bereits 1984 das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber - zu
einer Zeit als manche der heutigen Kameradinnen und Kameraden noch nicht einmal
geboren waren. 1994 freute er sich über das Ehrenzeichen in Gold für 35 Jahre
und heute - im Jahr 2019 - wird Hans für sage und schreibe 60 Jahre
Mitgliedschaft bei der Feuerwehr mit der Sonder-Ehrung des VdF ausgezeichnet.
Hans Heymann trat am 11. Januar 1959 in die Freiwillige Feuerwehr Schaephuysen
ein. Die ersten Jahre seines Feuerwehrlebens waren vor allem durch Flächenbrände
auf den Schaephuysener Höhen und den Wäldern unserer Gemeinde bestimmt. Diese
nicht ganz ungefährlichen und körperlich anspruchsvollen Einsätze erforderten
besondere Vorsicht, da sich in geringer Tiefe unter der Bodenkrume zahlreiche
Munition aus dem zweiten Weltkrieg befand. Neben den Einsätzen gestaltete er die
Ausbildung des 2. Angriffszug der Feuerwehrbereitschaft im sogenannten
Luftschutzhilfsdienst, damals stationiert in Schaephuysen, mit. Hans schaffte es
dabei stets, Familie, Haus und Garten, Fußball, Feuerwehr, die Teilnahme an


Wettkämpfen und seinen Beruf unter einen Hut zu bringen. Durch seine
Bürotätigkeit bei einer Firma in Neukirchen-Vluyn war er dazu prädestiniert,
auch bei der Feuerwehr administrative und schriftführende Aufgaben zu
übernehmen. Hierdurch wurde er insbesondere zur treuen, helfenden Hand seines
guten Kumpels und damaligen Wehrleiters Gerhard Linßen. Sein Organisationstalent
nutzte er zudem schon früh dazu, jegliche Jubiläen, Feiern und Tage der offenen
Tür zu planen. Für die Durchführung des 75-jährigen Jubiläums des Löschzug
Schaephuysen (1980) wurde 1979 der noch heute bestehende "Fest-Ausschuss"
gegründet - erster Vorsitzender damals: Hans Heymann. Das Ende seiner aktiven
Feuerwehrzeit im Jahr 1997 war mit Erreichen des 60. Lebensjahres gekommen. Der
Unterbrandmeister wechselte nach 38 Jahren im aktiven Einsatzdienst schweren
Herzens in die Ehrenabteilung. Doch auch dort nimmt Hans noch heute regelmäßig
am Dienstgeschehen teil und übernimmt die Aufgaben, die ihn seit jeher
auszeichnen: Er schreibt Einladungen und koordiniert alle Termine für die
Ehrenabteilung. Und auch seinem geliebten Fest-Ausschuss steht Hans als
Ehrenmitglied nach wie vor bei. Sein Pflichtbewusstsein, die Strebsamkeit und
sein kameradschaftliches Verhalten werden in Feuerwehrkreisen und auch darüber
hinaus sehr geschätzt. So hat Hans eine weitere Auszeichnung so sehr verdient
wie kaum ein anderer: In Anerkennung seines unermüdlichen Einsatzes innerhalb
der Gemeinde erhielt Hans am 2. Juni 2008 das Bundesverdienstkreuz.

Rainer Schmitz, einer der zwei Jubilare mit 40-jähriger Mitgliedschaft, trat am
15.10.1979 in die Jugendfeuerwehr ein. Mit Beginn des Jahres 1985 wurde er in
den Einsatzdienst der Löscheinheit Schaephuysen übernommen. 1986 schloss er
seine Feuerwehr-Grundausbildung ab und legte 1987 umgehend seinen
Truppführerlehrgang in Geldern nach. Im Jahr 1999 absolvierte Rainer Schmitz
zudem den Atemschutzgeräteträgerlehrgang in Goch. Heute geht er zwar nicht mehr
unter Atemschutz ins Feuer, sein taktischer Wert in der Feuerwehr ist allerdings
noch immer groß. So zählt er seit 2011 zum Fernmeldebetriebspersonal des
sogenannten ELW 2, einem großen Einsatzleitwagen, der bei Großschadenslagen im
Kreises Kleve zum Zug kommt, aktiv. Zudem ist er seit 2012 Mitglied im
Festausschuss, plant und organisiert alle festlichen Geschicke der Feuerwehr und
behält als Kassierer des Fördervereines stets die Finanzen im Blick. Diese
Funktion wird zur besten Zufriedenheit und mit viel Engagement ausgeführt.

Gemeindebrandinspektor Ludger Elbers trat am selben Tag wie Rainer Schmitz in
die Jugendfeuerwehr ein. Seiner Übernahme in die aktive Einsatzabteilung der
Feuerwehr folgten die Lehrgänge der Grundausbildung (bis 1986), der
Truppführerlehrgang (1987), der Gruppenführerlehrgang (1988) sowie die Lehrgänge
zum Zugführer (1993), Verbandsführer (1996) und Wehrleiter (1997). Die Funktion
des stellvertretenden Wehrleiters bekleidete er von 1997 bis 2017. Seit dem Ende
seiner Zeit in der Wehrleitung zeichnet Ludger als Gemeindejugendwart
verantwortlich für die Geschicke beider Jugendfeuerwehren und der
Kinderfeuerwehr. Sein Ausbilderlehrgang, den er 2011 erfolgreich abschloss,
macht ihn in der Jugend und dem Löschzug zu einer wichtigen Kraft des Dienst-
und Ausbildungsgeschehens. Auch Ludger ist über die Gemeindegrenzen hinaus im
Einsatz: Als Führungskraft ist er Mitglied des Einsatzstabs des Kreises Kleve,
der bei außergewöhnlichen Schadensereignissen gebildet wird.

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