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28.01.2020

Mehrere Verletzte bei Wohnungsbrand (Isarvorstadt)

Montag, 27. Januar 2020, 22.49 Uhr; Westermühlstraße Bei einem
Brand in einem Mehrfamilienhaus ist eine vierköpfige Familie teils schwer
verletzt worden, weitere 19 Personen mussten medizinisch betreut werden.

Am späten Abend meldete sich eine Bewohnerin bei der Leitstelle München und
berichtete über einen Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss eines vierstöckigen
Mehrfamilienhauses. Den Einsatzkräften liefen bereits beim Eintreffen am
Einsatzort mehrere Bewohner des Hauses, teils spärlich bekleidet, entgegen.
Unter ihnen auch die vier Bewohner der Brandwohnung. Zumal auch dichter
schwarzer Rauch aus mehreren Fenstern drang, erhöhte der Einsatzleiter die
Alarmstufe und forderte weitere Einheiten von Feuerwehr und Rettungsdienst nach.
Noch während die Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet wurden,
flüchteten weitere Bewohner aus den darüberliegenden Wohnungen und bahnten sich
den Weg durch das stark verrauchte Treppenhaus. Vorrangig für die Einsatzkräfte
war es nun, alle Personen aus dem gefährdeten Bereich zu retten. Hierzu wurden
alle nachrangigen Tätigkeiten unterbrochen und den Flüchtenden zu Hilfe geeilt.
Insgesamt 19 Bewohner des Gebäudes wurden durch Notärzte und Mitarbeiter des
Rettungsdienstes in einer nahegelegenen Gaststätte versorgt und untersucht. Die
vier betroffenen Familienmitglieder der Brandwohnung wurden unterdessen bereits
medizinisch versorgt. Der 25-jährige Sohn hatte sich schwerste Verbrennungen
zugezogen. Er wurde zuerst in eine Münchner Klinik transportiert und im weiteren
Verlauf der Behandlung mit einem Hubschrauber in eine Schwerpunktklinik für
Brandverletze verlegt. Die 55-jährige Mutter und die beiden 20- und 17-jährigen
Töchter wurden mittelschwer verletzt. Sie wurden durch Mitarbeiter des
Rettungsdienstes in Münchner Kliniken zur weiteren Behandlung transportiert. Der


Brand, der im Umfeld des noch vorhandenen Christbaums ausgebrochen war und auf
zahlreiche Einrichtungsgegenstände übergegriffen hatte, konnte war nach einer
halben Stunde gelöscht. Die Nachlöscharbeiten und die Kontrolle der restlichen
Wohnungen in dem Gebäude dauerten bis nach Mitternacht. Nach den
Lüftungsmaßnahmen konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurück. Lediglich die
Brandwohnung selbst ist nicht mehr bewohnbar.

Was zu Beginn der Löschmaßnahmen noch nicht klar war, es waren auch Haustiere in
der Brandwohnung betroffen. Die Töchter teilten den sie behandelnden
Rettungsdienstmitarbeitern mit, dass sie einen Hasen bei ihrer Flucht mitnehmen
konnten, aber sich ein weiterer noch in der Wohnung befände. Nachdem der Brand
gelöscht war, fanden die Einsatzkräfte den zweiten Hasen in der Brandwohnung. Er
war sichtlich angeschlagen, aber am Leben. Beide Tiere wurden durch ein
Kleinalarmfahrzeug zur Behandlung in eine Tierklinik transportiert. Zur
Brandursache ermittelt die Polizei. Der erhebliche Sachschaden kann von der
Feuerwehr nicht beziffert werden.

Aufgrund dieses Brandes möchte die Feuerwehr noch einmal auf die erhebliche
Brandgefahr hinweisen, die von noch aufgestellten Christbäumen und
Weihnachtsgestecken ausgeht. Gerade bei den mittlerweile sehr trockenen
Nadelhölzern reichen kleinste Funken oder Wärmequellen, um diese in Brand zu
stecken. Sie brennen dann binnen weniger Sekunden und verursachen aufgrund der
schlagartigen Verbrennung und der erheblichen Temperatur meist gravierenden
Verletzungen bei Personen, die sich in der Nähe befinden. Lassen Sie nie die
offenes Feuer an, wenn der Raum verlassen wird. Im Falle eines Brandes betreten
Sie den Raum nicht wieder und rufen unverzüglich die Feuerwehr.

Eingesetzte Kräfte: Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr

(pyz)

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