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12.02.2020

Feuerwache 2 (Süd): Refrather Bürgerschaft informiert sich über Details und Vorüberlegungen für den Standortvorschlag an der Autobahnauffahrt in Frankenforst

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach hat am Dienstagabend,
den 11. Februar 2020, im Rahmen einer Informationsveranstaltung rund 90
interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Projekt Neubau Feuerwache 2 (Süd)
vorgestellt und erläutert.

Feuerwehrchef Jörg Köhler und der zuständige Dezernent Frank Stein präsentierten
ab 20 Uhr im Feuerwehrhaus an der Steinbreche detailliert wichtige Aspekte für
den Bau einer Feuerwache. Die Kernaussage: Nach umfangreichen Voruntersuchungen
will die Stadtverwaltung nun dem Haupt- und Finanzausschuss (HFA) bzw. dem
Stadtrat vorschlagen, die Machbarkeit einer neuen Feuerwache auf einem Waldstück
an der A4 prüfen zu lassen. Die beiden Gremien tagen am Donnerstag, dem 13.
Februar (HFA) und Dienstag, dem 18. Februar 2020 (Rat), jeweils um 17 Uhr im
Ratssaal in Bensberg.

Der Beschlussvorschlag der Feuerwehr sieht vor, für den Neubau eine Fläche von
ca. 6.000 Quadratmetern zu untersuchen. Dabei werden alle Belange, wie
beispielsweise Lärm, Ökologie sowie Landschaftsschutz, auf den Prüfstand
gestellt. Die für die Feuerwache angedachte Waldfläche ist aktuell nicht im
Flächennutzungsplan enthalten. Dieser müsste entsprechend geändert werden, was
ebenfalls im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu prüfen ist. Die Beschlussvorlage
im öffentlichen Teil kann über das Ratsinformationssystem unter
https://mandatsinfo.bergischgladbach.de abgerufen werden.

"Die Standortsuche dauert bereits rund 15 Jahre", erklärte Frank Stein bei der
Begrüßung. Die aktuelle Feuerwache an der Wipperfürther Straße in Bensberg ist
schon längst zu klein, und die Gebäude entsprechen nicht mehr den notwendigen
Feuerwehr-Standards. Daher wurden in den letzten Jahren immer wieder Grundstücke
untersucht, für die eine Nutzung als Feuerwache dann aber aus verschiedenen
Gründen ausschied.

"Ein Hauptaspekt für die Standortsuche sind die Hilfszeiten, die wir einhalten


müssen, um an den Unglücksstellen mit einer Grundmannschaftsstärke vertreten zu
sein", erläuterten die Experten der Feuerwehr. Benjamin Severin-von Polheim
zeigte anschaulich, dass für einen Rettungseinsatz viele Aspekte zu
berücksichtigen sind: "Von der Alarmierung bis zum Einsatz vor Ort haben wir 17
Minuten Zeit. Wenn wir später eintreffen, ist die Gefahr bei einem Brandopfer zu
groß, dass es am Rauch ersticken kann. Eine Reanimation ist dann fast
ausgeschlossen." Der Feuerwehrmann zeigte anschaulich, wie der optimale Einsatz
mit hauptamtlichen Feuerwehrleuten erfolgen sollte. "Die Fahrzeit von der Wache
bis zum Unfallort darf maximal 7 Minuten betragen", betonte Severin-von Polheim.

Feuerwehrchef Jörg Köhler zeigte anhand der Stadtkarte, dass diese gesetzlichen
Vorgaben für die Stadtteile Refrath, Bensberg, Moitzfeld und Herkenrath nicht
von jeder Stelle im südlichen Stadtgebiet erreicht werden können. "Die Bebauung
sieht aus wie eine Banane, und daher orientieren wir uns bei der Standortsuche
entlang der Autobahn-Achse", beschrieb er die Vorüberlegungen. Bisher konnte
kein 6.000 Quadratmeter großes Grundstücke innerhalb der bebauten Stadtteile
gefunden werden.

"Einige geeignete Flächen in Privatbesitz sind mittlerweile bebaut. Andere sind
vom Kaufpreis für eine Kommune zu teuer, wir müssen uns an die Bodenrichtwerte
halten und können nicht unbegründet zu viel Steuergeld ausgeben", beschreibt
Jörg Köhler die Problematik in den aktuell fürs Wohnen attraktiven Stadtteilen.

Vor allem an der Anschlussstelle Bensberg waren zehn Flächen in den letzten
Jahren angeprüft worden. Zahlreiche waren nicht zu erwerben. Einige sind aus
Sicht von Gutachtern bereits jetzt zu klein oder zum Teil auch ungeeignet. "Die
Topografie in Obereschbach bzw. zum Technologie-Park Richtung Moitzfeld ist für
eine Feuerwache sehr schwierig", so der Tenor der Flächenuntersuchungen.

Außerdem befindet sich der Bereich auch ganz im Osten der Stadt. "Der
Rettungsweg nach Refrath wäre nach wie vor zu lang." Topographie und Lage
sprechen daher für die Grundstücke rund um die Anschlussstelle Bergisch
Gladbach-Frankenforst zur BAB 4. Von dort könnten die Zuständigkeitsbereiche der
Feuerwache 2 in angemessener Zeit erreicht werden.

Die Bürgerinnen und Bürger in Refrath nutzten das Angebot, sich im Vorfeld der
politischen Beratungen, zu informieren. So gab es in der zweistündigen
Veranstaltung zahlreiche Bedenken zum Thema Lärmbelastung und unnötigen Eingriff
in die Natur. Die Vertreter der Feuerwehr nahmen die Äußerungen ernst und
stellten diesen die Hauptargumente für die bisherigen Schritte und Überlegungen
gegenüber. Gleichzeitig betonten sie aber auch, dass trotz des möglicherweise
positiven Ausgangs der Machbarkeitsstudie die Flächensuche nicht beendet sei.
"Wir haben aus unserer Sicht alle verfügbaren Flächen überprüft. Wenn Sie andere
Ideen oder Vorschläge haben, dann melden Sie sich bei uns", forderte Jörg Köhler
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf.

Wer Ideen und Vorschläge hat, kann sie an pressebuero@stadt-gl.de senden. Die
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit leitet sie dann an die Feuerwehr weiter.

Im Anschluss an den Vortrag standen Köhler und Dezernent Frank Stein für Fragen
und Gespräche zur Verfügung.

Die Präsentation ist über die Homepage der Stadt Bergisch Gladbach bzw. der
Feuerwehr Bergisch Gladbach abrufbar:

www.bergischgladbach.de/projekt-feuerwache-2.aspx

Mit freundlichen Grüßen im Auftrag Marion Linnenbrink

----------------------------------------- Stadt Bergisch Gladbach Der
Bürgermeister BM - 130 Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit Leitung
Konrad-Adenauer-Platz 1 51465 Bergisch Gladbach Tel. 02202 142419 Fax. 02202 14
70 2419 Mobil: 0171 5602332 E-Mail m.linnenbrink@stadt-gl.de
www.bergischgladbach.de

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Bergisch Gladbach
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Elmar Schneiders
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