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02.06.2013

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Lüneburg und der Polizeiinspektion Harburg: Schneller Ermittlungserfolg der Mordkommission - Haftbefehl wegen Mordes erlassen

Nur rund 34 Stunden nach der Tötung einer
83-jährigen Frau konnten Beamte des Zentralen Kriminaldienstes
gemeinsam mit dem Mobilen Einatzkommando der Zentralen
Kriminalinspektion Lüneburg einen 54-jährigen Pattensener an dessen
Wohnanschrift vorläufig festnehmen.

Der Mann war in das Visier der Fahnder geraten, weil er am
Freitag, also keine 24 Stunden nach dem Mord im Eichenweg, in ein
Wohnhaus in Winsen/Pattensen eingebrochen und dort von den Bewohnern
auf frischer Tat angetroffen worden war. Als dieser Hinweis die
Mordkommission erreichte, wurden sofort die Tatumstände miteinander
verglichen, denn auch am Haus der getöteten 83-Jährigen waren Spuren
eines Einbruches gefunden worden. Die weiteren Erkenntnisse, die die
20 Beamten im Laufe des Abends zusammen trugen, festigten den
Tatverdacht gegen den 54-Jährigen. Am frühen Samstag, kurz nach
Mitternacht, wurde er durch das Mobile Einsatzkommando vorläufig
festgenommen.

In der ersten Vernehmung machte der Mann keine Angaben zum
Sachverhalt. Als die Beamten ihn am Nachmittag mit den Ergebnissen
der Durchsuchung seiner Wohnräume konfrontierten, gestand er, bei der
83-Jährigen eingebrochen zu sein. Aufgrund der nachbarschaftlichen
Nähe war ihm das Haus der Seniorin gut bekannt. Auch wusste er, dass
sie am Donnerstagnachmittag nicht zu Hause sein würde. Als die Frau
dann plötzlich doch nach Hause kam und ihn in ihren Räumlichkeiten
entdeckte, hat der Mann sie wahrscheinlich getötet, um nicht bei der
Polizei angezeigt zu werden.

Neben dem Geständnis liegen mittlerweile mehrere Sachbeweise vor,
die den Tatverdacht untermauern.

Am Sonntag (heute) wurde der 54-Jährige dem Haftrichter
vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg
Haftbefehl wegen Mordes.

Kriminalhauptkommissar Frank Ebel (43), Leiter der Mordkommission


zeigt sich erleichtert, dass die Umstände der Tat so schnell geklärt
werden konnten: "Ein Einbrecher, der einen Zeugen tötet, um
davonzukommen, stellt die große Ausnahme dar. Der Umstand, dass die
83-Jährige den Mann kannte, war ihr in diesem besonderen Fall zum
Verhängnis geworden."

Für die Mordkommission ist damit die Arbeit noch nicht beendet.
Spuren und Zeugenaussagen werden in den nächsten Tagen weiter
überprüft, um den gesamten Tathergang möglichst lückenlos aufzuklären
und zu dokumentieren. Danach werden die Akten an die
Staatsanwaltschaft Lüneburg übergeben, die voraussichtlich Anklage
wegen Mordes gegen den 54-jährigen Tatverdächtigen erheben wird.

Medienhinweis: Zwei Fotos vom Tatort sind in der digitalen
Pressemappe zum Download eingestellt:

- pattensen1.jpg: Ein Beamter bei der Versiegelung der
Eingangstür.
- pattensen2.jpg: Das Tatobjekt hinter der Polizeiabsperrung.




Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Harburg
Pressestelle
Jan Krüger
Telefon: 0 41 81 / 285 - 104
Mobil: 0 160 / 972 71 015
E-Mail: pressestelle (at) pi-harburg.polizei.niedersachsen.de
www.pi-wl.polizei-nds.de





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Stadt: Winsen/Pattensen


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