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Lebensgefährliche Mutprobe im Gleis

05.06.2015 - 12:45 | 1259494



(ots) -
Für drei Buben sollte es eine Mutprobe sein, unmittelbar vor dem
Zug die Gleise zu überqueren. Die Bundespolizei stuft die Handlung
der zwölf- bis 15-Jährigen als lebensgefährlich ein.

Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn meldete am
Donnerstagabend (4. Juni) gegen 21.45 Uhr der Bundespolizei in
Nürnberg, dass sich im Ortsbereich von Schwabach drei Kinder auf den
Schienen befinden sollen. Die Bahnstrecken von Roth und Treuchtlingen
nach Nürnberg wurden sofort in beide Richtungen für weitere
Zugfahrten gesperrt. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Buben
großes Glück hatten. Der Lokführer einer S-Bahn bremste seinen 140
Stundenkilometern fahrenden Zug wegen eines Halt zeigenden Signals
bereits ab, als er die Personen im Gleis sah. Die S-Bahn kam dadurch
rechtzeitig zum Stehen. Anschließend stieg der 23-Jährige aus und
schnappte sich einen der Verursacher. Der 15-Jährige gab an, dass er
mit zwei Freunden wegen einer Mutprobe zu den Gleisen gelaufen sei.
Das Abenteuer sollte darin bestehen, unmittelbar vor dem Zug die
Gleise zu überqueren.

Die Polizeibeamten wiesen den Schwabacher eindringlich auf die
Gefahren hin, denen er sich ausgesetzt hatte. Seine beiden Freunde
wurden zuhause aufgesucht, entsprechend sensibilisiert und ebenfalls
auf die Gefahren im Bahnbereich hingewiesen.

Durch die Aktion der drei Jungen wurde der Zugverkehr zwischen
Roth/Treuchtlingen und Nürnberg erheblich beeinträchtigt, mehrere
Züge erhielten Verspätungen. Die Bundespolizei hat gegen den
15-Jährigen ein Bußgeldverfahren wegen Vornahme einer
betriebsstörenden Handlung eingeleitet.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei eindringlich davor,
Bahngleise zu betreten. Züge können Hindernissen nicht ausweichen.
Ein Zug mit 100 Stundenkilometern hat einen Bremsweg von etwa 1000


Metern. Windrichtungen beeinflussen die eigene Wahrnehmung eines
heranfahrenden Zuges zudem erheblich. Die Bundespolizei bittet darum,
dass Eltern ihre Kinder auf die Gefahren an Bahnanlagen und mögliche
Folgen eines Fehlverhaltens hinweisen.

+++Schon gewusst? Die Bundespolizei in Bayern nutzt für besondere
Anlässe jetzt auch Twitter. Werden auch Sie Follower von (at)bpol_by!
https://twitter.com/bpol_by +++




Rückfragen bitte an:

Rainer Schlemmer
Bundespolizeiinspektion Nürnberg
Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg
Telefon: 0911 20 55 51 105
E-Mail: bpoli.nuernberg.presse(at)polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit Ihren circa 250
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist mit 16.082 qkm die flächenmäßig
größte Bundespolizeiinspektion in Bayern. Sie betreut mehr als 1.820
Bahnkilometer mit 306 Bahnhöfen und Haltepunkten. Ihr
bahnpolizeilicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich vom Landkreis
Forchheim im Nordosten bis zum Landkreis Neu-Ulm im Südwesten und
umfasst auch die Schnellfahrstrecke Nürnberg - Ingolstadt. Ihr
gehören die Bundespolizeireviere in Augsburg, Ansbach und Ingolstadt
an.
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg hat die Aufgabe, auf dem Gebiet
der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes Gefahren für die
öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren, die den Benutzern,
den Anlagen oder dem Betrieb der Bahn drohen oder beim Betrieb der
Bahn entstehen oder von den Bahnanlagen ausgehen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
unter oben genannter Kontaktadresse.
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

1259494

Kontakt-Informationen:
Firma: Bundespolizeidirektion M

Ansprechpartner: Bundespolizeidirektion München
Stadt: Schwabach

Keywords (optional):
polizei, kriminalit-aet,

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