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Illegale Migration - Bilanz der BPOLI Dresden für das Jahr 2015

12.01.2016 - 07:29 | 1378959



(ots) - Die Bundespolizei Dresden blickt, dem allgemeinen
Trend folgend, auf ein Jahr 2015 mit zahlreichen Feststellungen
illegaler Migranten zurück.

Insgesamt stellten Einsatzkräfte rund 3.570 Personen fest, die
nicht über die erforderlichen Dokumente für Einreise und Aufenthalt
verfügten.

Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres wurden 440 illegale
Migranten aufgegriffen, wobei der Schwerpunkt der Herkunftsländer auf
den Balkanstaaten, insbesondere dem Kosovo und Serbien, lag.

Ab Juli 2015 nahmen die Feststellungszahlen deutlich zu und
erreichten im November mit 738 Feststellungen ihren Höhepunkt.
Aufgeschlüsselt ergaben sich folgende Feststellungszahlen: Juli -
240, August - 300, September - 658 und Oktober - 714.

Als Hauptherkunftsländer waren nun Syrien, Irak, Afghanistan, Iran
und Pakistan, sowie Bangladesch ermittelt worden. Syrische, irakische
und iranische Staatsangehörige wurden hauptsächlich im
Familienverband festgestellt. Es wurden jedoch auch zahlreiche
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge festgestellt. Hier traten bei
der Bundespolizei Dresden hauptsächlich Migranten aus Afghanistan in
Erscheinung. Aber auch bei Personen aus Pakistan und Bangladesch, war
der Anteil festgestellter alleinreisender Minderjähriger
vergleichsweise hoch.

Im Jahr 2015 wurden illegale Migranten aus über 40 Nationen,
hauptsächlich den weltweiten Krisenregionen, bei der Bundespolizei
Dresden registriert.

Die Feststellungen erfolgten überwiegend auf dem Hauptbahnhof
Dresden und in den internationalen grenzüberschreitenden Reisezügen.

Durch die Bundespolizei wurde, nach entsprechender Prüfung des
Einzelfalles, die strafrechtliche Bearbeitung und
erkennungsdienstliche Registrierung durchgeführt.

Weiterhin wurden ca. 50 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts


des Einschleusens von Ausländern eingeleitet. Knapp 40 Personen
versuchten durch gefälschte Dokumente oder Nutzung von echten
Dokumenten anderer Personen, ihre Identität zu verschleiern und in
die Bundesrepublik Deutschland einzureisen.

Die Verteilung der Asylsuchenden erfolgte jeweils nach Rücksprache
mit der Führungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes zum einen an die
zentrale Ausländerbehörde in Chemnitz, sowie an die
Erstaufnahmeeinrichtungen in Dresden. Die unbegleiteten
Minderjährigen wurden in die Obhut des Jugendamtes übergeben.

Ein besonderes Highlight war der Fall eines Dolmetschers. Dieser
wurde zur Sprachmittlung bei der Bundespolizei Dresden bestellt. Als
er jedoch den Vernehmungsraum betrat, stand er seiner jüngsten
Schwester gegenüber. Die Bilder der Freude und Rührung werden noch
lange in den Köpfen der Bundespolizisten bleiben.

Exemplarisch für viele emotionale Sachverhalte war auch ein
Hinweis einer Zugbegleiterin. Diese hatte einen augenscheinlich 9
Jahre alten Jungen, mit dem sie sich nicht verständigen konnte, im
Zug von Chemnitz nach Dresden. Als der Zug auf dem Hauptbahnhof
Dresden eingetroffen war, stellte sich jedoch heraus, dass der Junge
ganz und gar nicht hilflos war. In hervorragendem Englisch erzählte
der 12 Jahre alte syrische Junge, dass er im Auftrag seiner Eltern
bei Verwandten in einer anderen Asylunterkunft war. Nun sei er auf
dem Rückweg in seine eigene Erstaufnahmeeinrichtung in Dresden. Dabei
konnte er detailliert den Reiseweg, sowie Bus- und Straßenbahnlinien
mit Umsteigeorten und Zeitfenstern benennen. Nichtsdestotrotz wurde
er seinen Eltern übergeben.

Fast Jeder der über 3.000 festgestellten Personen hat seine eigene
Geschichte. Eines aber haben sie alle gemeinsam, die Freude nach
einer langen Flucht endlich in der Bundesrepublik Deutschland
"angekommen" zu sein.




Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Dresden
Holger Uhlitzsch
Telefon: +49 (0)351 - 81502 -2020
E-Mail: bpoli.dresden.oea(at)polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

1378959

Kontakt-Informationen:
Firma: Bundespolizeiinspektion Dresden

Ansprechpartner: BPOLI DD
Stadt: Dresden

Keywords (optional):
polizei, kriminalit-aet,

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