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Frauen in der Feuerwehr - In Bedburg-Hau gehören sie dazu.

11.04.2016 - 10:03 | 1433763



(ots) -
Lina Howald ist eine von sieben Frauen bei der Freiwilligen
Feuerwehr Bedburg-Hau. Die Quote von 4,1 Prozent liegt unter dem
Landes- und Bundesschnitt.

Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau, Stefan
Veldmeijer, wünscht sich: "Wir brauchen mehr Frauen in unserer
Feuerwehr. Ihre Gruppe ist bei den Freiwilligen Feuerwehren
unterrepräsentiert". Bundesweit liegt der Frauenanteil bei zehn
Prozent, in NRW sind es nur etwa sieben.

Noch schlechter ist der Wert in Bedburg-Hau mit nur 4,1 Prozent.
Den Hauptgrund dafür kennt Klaus Elsmann, stellvertretender Leiter
der Feuerwehr und verantwortlich für die Ausbildung: "Viele Frauen
haben Vorbehalte, in der Männerdomäne zu bestehen." Auch fürchten
sie, den körperlichen Anforderungen des anspruchsvollen Hobbys nicht
zu genügen.

Etwa 160 Angehörige zählt die Feuerwehr derzeit in Bedburg-Hau.
Darunter sind 7 Frauen, die in den verschiedenen Einheiten tätig
sind. Eine ist Lina Howald (18). Die junge Frau macht gerade Abitur
und ist auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Trotzdem
entschied sie sich für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr.
Nach ihrem Einritt und der 150-stündigen Grundausbildung ist sie in
der Einheit Schneppenbaum aktiv.

"Schon im ersten Lehrgang der Grundausbildung gab es überhaupt
keine Akzeptanzprobleme. Egal, ob Frau oder Mann: Wir werden alle
gleich behandelt. Von allen wird aber auch das Gleiche gefordert",
sagt die passionierte Läuferin, die auch im Karneval im Gardetanz
aktiv ist. Veldmeijer und Elsmann sind sich einig: "Wir können
niemanden bevorzugt behandeln oder von bestimmten Aufgaben befreien.
Im Einsatzfall sind alle gleich und müssen funktionieren."

Als die erste Frau 1997 zur Bedburg-Hauer Feuerwehr kam, gab es
zunächst viele Zweifel in den eigenen Reihen, die stets eine reine


Männertruppe war. "Schaffen die Frauen das denn überhaupt? Diese
Grundskepsis war weit verbreitet", erinnert sich Veldmeijer, der seit
1985 in der Feuerwehr ist. Längst sind Frauen voll integriert. Oder
wie er sagt: "Sie sind ein normaler Teil der Truppe."

Das weibliche Geschlecht brachte auch Veränderungen in die
Männerwelt der Feuerwehr. "Es herrscht heute ein anderer Umgangston.
Früher ging es öfter auch mal grober zur Sache", weiß Michael
Scholten, Einheitsführer in Schneppenbaum und selbst schon 42 Jahre
im Dienst.

Und was sollte eine Anwärterin mitbringen, die sich für die
Feuerwehr interessiert? "Ein wenig Kondition", sagt Lina Howald. Vor
allem die Übungen und Einsätze sind manchmal anspruchsvoll. "Wir
mussten in der Ausbildung in voller Montur Brandeinsätze und
Angriffsübungen simulieren. Das war manchmal anstrengend", so Howald.
"Da lernt man auch mal seine Grenzen kennen."

In der Feuerwehr findet sich für jeden eine Aufgabe. Man muss
nicht unbedingt schwindelfrei sein. Auch kein Ausdauersportler. Ihren
Eintritt hat Lina Howald bis jetzt nie bereut: "Ich würde es immer
wieder tun!"

Die nächste Grundausbildung bei der Bedburg-Hauer Feuerwehr
beginnt im Herbst dieses Jahres. Informationen zur Mitarbeit in der
aktiven Wehr oder der Jugendfeuerwehr finden Interessierte auch im
Internet: www.feuerwehr-Bedburg-Hau.de (unter dem Punkt "Die Wehr").

Die Feuerwehr Bedburg-Hau absolvierte letztes Jahr 105 Einsätze.
Im Vergleich zu 2014 ein Anstieg um 10 Prozent. Die meisten Einsätze
bleiben weiterhin Brände, gefolgt von technischen Hilfeleistungen und
Rettungseinsätzen




Rückfragen bitte an:

Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau
Pressesprecher
Michael Hendricks
Telefon: 02821 / 7 38 92 97
Fax: 02821 / 7 38 92 98
E-Mail: michael.hendricks(at)feuerwehr-bedburg-hau.de
www.feuerwehr-bedburg-hau.de
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

1433763

Kontakt-Informationen:
Firma: Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau

Ansprechpartner: FW-KLE
Stadt: Bedburg-Hau



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