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Achtung! Täuschend echt!

Verbraucherzentrale und Polizei warnen vor Online-Fake-Shops

03.02.2017 - 12:20 | 1604920



(ots) - Handtaschen, Designer-Klamotten,
High-Tech-Trendprodukte und Marken- Uhren: Im Internet werben Shops
mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte Produkte zum
Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten, sollten Kundenaugen
vor einer Bestellung besonders wachsam sein. Denn Fälscher bieten auf
kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Waren
an, die niemals oder nur als schlechte Kopie den Weg zum Käufer
finden. Ihren Fake mit einem Online-Shop lassen sich die Schwindler
von Kunden teuer bezahlen. "Wer in die ausgelegte Falle tappt und den
verlangten Betrag für das begehrte Produkt vorab überweist, hat kaum
eine Chance, sein gezahltes Geld jemals wiederzusehen", warnt Jutta
Hülsmann, Leiterin der Verbraucherzentrale in Gütersloh. "Wird die
Echtheit eines Shop-Angebots nur vorgegaukelt, um zu kassieren,
handelt es sich um Betrug. Eine solche Täuschung sollte angezeigt
werden. Jedes gemeldete Delikt wird von uns strafrechtlich verfolgt",
rät Marco Hein, Kriminaloberkommissar von der Kreispolizeibehörde
Gütersloh, die Abzocke bei einem Fake-Shop nicht auf sich beruhen zu
lassen. Unter dem Motto "Achtung! Täuschend echt" haben
Verbraucherberater und die Polizei in Gütersloh der um sich
greifenden Masche den Kampf angesagt. Im Internet unter
www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshops sowie unter www.polizei.nrw.de
erhalten Online-Käufer ausführliche Tipps, um Fake-Shops als solche
vor einer Bestellung zu erkennen. Außerdem erfahren sie,was sie tun
können, falls sie dennoch auf ein Schwindelangebot hereingefallen
sind:

- Untrügliche Erkennungszeichen Fehlanzeige: Ob es bei den
Angeboten im Online-Handel immer mit rechten Dingen zugeht, ist
selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-
Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, gehen mit ihrem Fake immer


perfekter und perfider ans Werk: Durch das Kopieren oder Fälschen von
Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirkt ein
Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt. Um Seriosität
vorzugaukeln, werden das Impressum mit der Händleradresse oder die
Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten
abgekupfert, beziehungsweise frei erfunden.

- Alle Angaben prüfen: Käufer sollten vor einer Bestellung
folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere
- darunter auch kundenfreundliche - Zahlungsarten und eine
überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis
mit allen erforderlichen Details - etwa der Beschaffenheit des
Produkts - angegeben? Werden Lieferbedingungen und -kosten
ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem
vertrauenswürdigen Gütesiegel wie "Trusted Shop Guarantee" (Trusted
Shops), "s(at)fer-shopping" (TÜV Süd) und "Geprüfter Onlineshop EHI"
(EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung
bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und
dadurch auf die Homepage des Prüfunternehmens weitergeleitet wird.

- Vorsicht bei Vorkasse: Kunden werden bis zum Drücken des
Kaufbuttons mehrere - auch kundenfreundliche - Zahlungsweisen
angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich
keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des
geforderten Betrags verlangt. Auf der sicheren Seite sind Kunden,
wenn sie Artikel nur bei Online Händlern ordern, die mehrere
kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur
Verfügung stellen. Sicher sind Zahlungen auf Rechnung oder per
Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden erst
bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per
Lastschrift kann die Zahlung noch bis zu acht Wochen rückgängig
gemacht werden.

- Fälscher zocken unerkannt ab: Wenden sich Reingefallene über die
angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware
oder ihr gezahltes Geld zurück zu erhalten, werden sie oft immer
wieder vertröstet. Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als
unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet. In den meisten Fällen
sind Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher, aber haben das
Nachsehen.

- Fake-Shop-Opfer sind nicht wehrlos: Wer schon Geld überwiesen
hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu
machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch
möglich. Bei anderen Zahlungsarten kann eine Zahlung noch bis zu acht
Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Inwieweit dies gilt,
weiß die Bank. Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von
Online-Bestellungen gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören
Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des
Angebots.

Betroffene können die ausgedruckten Unterlagen in der
Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW prüfen lassen und
Strafanzeige bei der Polizei stellen. Dies ist auch online möglich
unter www.polizei.nrw.de. Kontakt für Nachfragen und Beratung:
Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Gütersloh, Blessenstätte1,
33330 Gütersloh, Telefon 05241-7426601. Kreispolizeibehörde
Gütersloh, Herzebrocker Str.142, 33334 Gütersloh Telefon 05241 869-0




Rückfragen bitte an:

Polizei Gütersloh
Pressestelle Polizei Gütersloh
Telefon: 05241 869 0
E-Mail: pressestelle.guetersloh(at)polizei.nrw.de

Original-Content von: Polizei G?tersloh, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

1604920

Kontakt-Informationen:
Firma: Polizei G

Ansprechpartner: POL-GT
Stadt: Gütersloh

Keywords (optional):
polizei, kriminalit-aet,

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