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Kreis Pinneberg - Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

24.02.2017 - 13:08 | 1617982



(ots) - Die Polizeidirektion Bad Segeberg hat heute
Mittag die Kriminalstatistik 2016 für den Kreis Pinneberg
veröffentlicht. Neben einem Fazit ist dieser Medieninformation der
Link zu der im Internet abgelegten PKS 2016 unmittelbar zu entnehmen.

Die wichtigste Botschaft für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis
Pinneberg stellt der Behördenleiter der Polizeidirektion Bad
Segeberg, Herr Andreas Görs, vorne an: "Die Menschen leben hier
sicher", so der Leitende Polizeidirektor.

Der Indikator für diese Aussage zur objektiven und subjektiven
Sicherheit ist die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000
Einwohner).

"Im Kreis Pinneberg liegt die Häufigkeitszahl mit 6.165 unter dem
Landesschnitt in Schleswig-Holstein", bilanziert der Behördenleiter.

Fazit:

Die Zahl der erfassten Straftaten geht auf 18.956 Taten zurück
(2015: 19.779). Davon konnten 9.102 Fälle aufgeklärt werden. Die
Aufklärungsquote steigt um 1,6 Prozentpunkte auf jetzt 48 Prozent.
Fast jede zweite Straftat im Kreis Pinneberg wird damit aufgeklärt.
Die Polizei ermittelt im Jahr 2016 insgesamt 7.086 Tatverdächtige,
von denen 970 bei der Tatbegehung unter Alkoholeinfluss standen.

Während die Fallzahlen bei Vergewaltigungen und
exhibitionistischen Handlungen ansteigen, nehmen sie beim sexuellen
Missbrauch von Kindern erfreulicherweise ab. Die Aufklärungsquote im
Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegt bei
71 Prozent.

Rohheitsdelikte nehmen insgesamt zu, was maßgeblich durch einen
Anstieg der leichten Körperverletzungen verursacht wird. Gleichzeitig
sinken die Fallzahlen bei den Raubstraftaten und den gefährlichen und
schweren Körperverletzungen.

Brandstiftungen nehmen zu, erreichen jedoch nicht die Fallzahlen
von 2014.



Insgesamt nehmen Diebstähle im Kreis Pinneberg leicht ab. Mit 43,8
Prozent aller registrierten Straftaten dominieren Diebstahlsdelikte
die Polizeiliche Kriminalstatistik quantitativ.

Auch Diebstähle aus Wohnungen nehmen leicht ab, nachdem die
Fallzahlen im letzten Jahr erheblich angestiegen waren. Insbesondere
in den Städten Pinneberg, Schenefeld und Tornesch sind Rückgänge zu
verzeichnen.

Trotz der sinkenden Fallzahlen ist die Bekämpfung des
Wohnungseinbruchdiebstahls nach wie vor ein deutlicher Schwerpunkt
in der Arbeit der Polizei im Kreis Pinneberg. Insbesondere die
sogenannten reisenden Tätergruppen stellen eine besondere
Herausforderung für die Polizei dar. Eingebunden in das landesweite
Konzept des Landeskriminalamtes, hat die Polizeidirektion in einem
regional geprägten Konzept eine besondere Organisationsform
geschaffen, um den Wohnungseinbruchdiebstahl effektiver zu bekämpfen.
Der Personaleinsatz ist im Bereich der Ermittlungen und der
Spurensicherung nochmals erhöht worden.

Die abschließenden Ergebnisse des direktionsweiten Konzeptes sind
noch abzuwarten, da die bei Einbrechern beliebte dunkle Jahreszeit
noch andauert. Jedoch steht zum jetzigen Zeitpunkt schon fest, dass
durch dieses Konzept die Tätererkenntnisse bei der Polizei zunehmen.
Das hat und wird weiterhin Ermittlungserfolge erzeugen, die zeitlich
unter Umständen lange nach der eigentlichen Tat eintreten.

Nach wie vor stellt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung eine enorme
Hilfe dar. So konnten bei auffälligen Beobachtungen und zügigen
Anrufen bei der Einsatzleitstelle (Tel. 110) bereits Festnahmen
unmittelbar nach oder sogar bei der Tatbegehung erfolgen. Letztmalig
ist eine derartige Festnahme am vergangenen Mittwoch in Rellingen
gelungen.

Die Polizeidirektion Bad Segeberg wird das Thema
Wohnungseinbruchdiebstahl auch ab Herbst dieses Jahres wieder
prioritär behandeln.

Vermögens- und Fälschungsdelikte nehmen weiter ab. Nach wie vor
machen Betrugsdelikte den größten Anteil im Bereich der Vermögens-
und Fälschungsdelikte aus. Erfreulicherweise gehen die hohen
Fallzahlen im Bereich des Waren- und Warenkreditbetrugs weiter
zurück. Der Anteil der Wirtschaftskriminalität im Kreis Pinneberg
nimmt zu. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Bereich bei fast 100
Prozent.

Rauschgiftkriminalität bleibt ein Deliktsfeld, dass die Polizei
weiterhin intensiv beschäftigen wird, auch wenn die Fallzahlen 2016
sinken.

Straftaten begangen durch Jugendliche und Heranwachsende nehmen
erfreulicherweise weiter ab. Dabei stellt die Altersgruppe der 18 bis
unter 21-jährigen den größten Anteil der Tatverdächtigen. Raub und
hier insbesondere der Straßenraub wird durch Jugendkriminalität
dominiert.

Ein Ausblick:

"Die vordringlichsten Ziele der Polizeidirektion Bad Segeberg
werden für das Jahr 2017 die Stärkung der polizeilichen Präsenz sowie
die Intensivierung der Ermittlungstätigkeiten, insbesondere im
Bereich der Bekämpfung der Einbruchskriminalität, sein."

Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg

Link:

Nähere Informationen zu der PKS 2016 sind der aktuellen
Kriminalstatistik der Polizeidirektion Bad Segeberg unter dem Link

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LPA/Organisati
on/_documents/polizeidirektionen/polizeidirektionen.html#doc1900212bo
dyText2

unmittelbar zu entnehmen.




Polizeidirektion Bad Segeberg
- Pressestelle -
Dorfstr. 16-18
23795 Bad Segeberg

Nico Möller
Telefon: 04551-884-2022
Handy: 0160-3619378
E-Mail: Nico.Moeller(at)polizei.landsh.de

Original-Content von: Polizeidirektion Bad Segeberg, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

1617982

Kontakt-Informationen:
Firma: Polizeidirektion Bad Segeberg

Ansprechpartner: POL-SE
Stadt: Bad Segeberg

Keywords (optional):
polizei, kriminalit-aet,

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