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Vor 110 Jahren wurde die Löschgruppe Becke gegründet

26.09.2018 - 09:49 | 1984546



(ots) -
Das genaue Gründungsdatum der Löschgruppe Becke kennt keiner mehr
- nicht mal der Archivar der Löschgruppe, Lothar Köhring, konnte ein
genaues Datum finden. Und dass er Archivar ist, hat seinen Grund.
Nichtsdestotrotz, sicher ist nur: es war im September 1908. Somit
feiert die Löschgruppe in diesem Monat den 110. Geburtstag und lässt
die vergangenen Jahre einmal Revue passieren. Dabei blickt sie auf
unzählige Einsätze, Übungen sowie positive und negative Erlebnisse,
die sich im Laufe der Geschichte zugetragen haben, zurück. Im Jahre
1908 gründeten die Dorfbewohner Wilhelm Hücking, Fritz Keune, Eduard
Böse, Heinrich Schumacher sen., Dietrich Schumacher sen., Heinrich
Vogel, Josef Wessel sen., Josef Embert sen., Fritz Gerold sen.,
Wilhelm Kissing und Hermann Lehmkühler sen., die Brandwehr. Ganze
zehn Jahre sollten vergehen, ehe die Löschgruppe zum ersten Mal auf
die Probe gestellt werden sollte, dies zunächst noch mit einer
muskelbetriebenen Saugspritze von 1885 der Firma August Hönig. Das
Stahlwerk Mark brannte und die Kameraden eilten zur Hilfe. Auf dem
heutigen Gelände der RWE hieß es, den Flammen einhalt zu gebieten.
1921 zählte die Brandwehr 30 aktive Mitglieder und wurde somit
offiziell zur Freiwilligen Feuerwehr.

In den folgenden Jahren häuften sich die Einsätze und die
Löschgruppe wurde mehr und mehr gefordert. Der Brand des Lagerhauses
der Kupfer- und Messingwerke Oese (1923) oder der des Anwesen Bauer
Hücking in der Urbecke (1928) sind nur einige Beispiele aus den
Anfängen der Löschgruppe. 1935 folgte einer der weitreichendsten
Einsätze: eine Kesselexplosion in der Cellulosefabrik Höcklingsen
rief die Löschgruppen Becke und Hemer sowie die
Reichsarbeitsabteilung Sümmern auf den Plan.

In den Jahren 1940-1945 wurden die Freiwilligen, wie auch in
vielen anderen Städten des Landes, zu Einsätzen gerufen, bei denen


Bombardierungen die Ursache der Brände waren. Der wohl
bemerkenswerteste Einsatz der Löschgruppe ereignete sich in der Nacht
des 13. Juni 1941. Eine Sprengbombe mit Zeitzünder ging in der Becke
nieder und drohte massiven Schaden anzurichten. Die damaligen
Kameraden umpackten die Bombe furchtlos mit Papierballen, sodass der
Schaden, der bei der 42 Stunden später folgenden Explosion entstand,
begrenzt werden konnte.

1949 erhielt die Löschgruppe ihre erste tragbare Motorspritze. Der
Name war bezeichnend, da erst ein Jahr später ein Anhänger für den
Transport zur Verfügung gestellt wurde. Seit 1952 erfolgt die
Alarmierung nicht mehr durch eine Trompete, sondern über die
bekannten Sirene - damals eine erhebliche Verbesserung der
Einsatzalarmierung. Die bekannten Funkmeldeempfänger (Pieper) wurden
erst 40 Jahre später in Betrieb genommen und sind heutzutage die
wichtigste Form der Alarmierung.

In den Jahren 1960 bis 1993 wurden die Blauröcke zunehmend
gefordert. Neben der Übergabe der ersten Motorpumpe, gehen aus den
Archiven der Löschgruppe zahlreiche Einsätze, Brände, technische
Hilfeleistungen und Menschenrettungen hervor.

1993 errichtete die Löschgruppe in vollständiger Eigenleistung den
Anbau der Fahrzeughalle. Die Kameraden arbeiteten jeden Tag - fast
vier Monate lang - bis die Halle in Betrieb genommen werden konnte.
Dies war unerlässlich, da 1994 das fabrikneue LF 8/6 der Firma
Schlingmann in Dienst gestellt wurde. Das Löschgruppenfahrzeug
leistet bis heute den Kameraden einen treuen Dienst. Im selben Jahr
wurde jedoch auch der SKW 2000, ein Schlauchwagen mit mehr als zwei
Kilometern Schlauchmaterial, abgezogen. Ein bis heute bestehender
Verlust eines wichtigen Einsatzmittels, welcher voraussichtlich erst
im nächsten Jahr ausgemerzt wird.

Die Jahre vergingen und das Archiv offenbart zahlreiche Einsätze,
bei denen die Löschgruppe maßgeblich unterstützte. Neben zahlreichen
Bränden sind insbesondere das Jahrhunderthochwasser (2006) und
Sturmtief Kyrill (2007) in Erinnerung geblieben.

Übrigens, einen Einsatz "Katze im Baum", konnte Archivar Lothar
Köhring bisher nicht in der Chronik finden. Dem Vorbild anderer
Löschgruppen folgend, wurde im Jahre 2012 der Förderverein der
Löschgruppe gegründet. Über 50 Mitglieder zählt der Verein
"Feuerwehrfreunde Löschgruppe Becke e.V." und ist heutzutage ein
essenzieller Unterstützer der Kameradinnen und Kameraden. Neben
organisatorischen Angelegenheiten liegt die Förderung der
Löschgruppenmitglieder im Fokus.

Es kann so Einiges aus der Geschichte gelernt werden. Man lauscht
den Erzählungen der Ehrenabteilung über vergangene Tage und die
"guten alten Zeiten". Die Geschichten prägen indirekt alle aktiven
Mitglieder. Mahnende Worte bleiben in Erinnerung und so mancher
verdankt nicht zuletzt der Erfahrung der Kameraden, dass die ein oder
andere Situation glimpflich endete.

Wichtiger als die Vergangenheit, ist der Löschgruppe jedoch die
Zukunft. Heutzutage sind die Aufgaben und Einsätze der Löschgruppe
zahlreicher, komplexer und aufwendiger als je zuvor. Die Feuerwehr
ist ohne Ehrenamt nicht denkbar. Dementsprechend muss das Engagement
der Freiwilligen gefördert und die Leistungsfähigkeit der Löschgruppe
beibehalten werden. Die anstehenden Veränderungen, sei es im
Fuhrpark, in der Ausrüstung und Ausbildung oder dem
Feuerwehrgerätehaus der Becke selbst, werden die Zukunft maßgeblich
beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, ob die Erwartungen und Hoffnungen
der Floriansjünger erfüllt werden. Erfreulicherweise können erste
Entwicklungen in die richtige Richtung verzeichnet werden und lassen
hoffen.

Was die Zukunft bringen mag ist ungewiss. Gewiss ist jedoch: die
Löschgruppe und ihre 30 aktiven Mitglieder sind vorbereitet und
werden auch zukünftig, getreu Ihres Mottos "Gott zur Ehr, dem
nächsten zur Wehr´", den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt stets
zur Hilfe eilen.

Interessierte sind immer herzlich eingeladen, sich der Löschgruppe
Becke anzuschließen. Am einfachsten ist es eine formlose Mail an
info(at)feuerwehr-becke.de zu senden - die Kameraden der Löschgruppe
Becke setzen sich dann mit euch in Kontakt.

Text und Bilder: Löschgruppe Becke




Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Hemer
Pressestelle
Bo-Manuel Stock
Telefon: 0176/96071695
E-Mail: b.stock(at)hotmail.de
http://www.feuerwehr-hemer.de

Original-Content von: Feuerwehr Hemer, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

1984546

Kontakt-Informationen:
Firma: Feuerwehr Hemer

Ansprechpartner: FW Hemer
Stadt: Hemer



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