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Aggressiv Bettelnder tickt in Meridian aus: Haftvorführung für 31-Jährigen führt zu mehrtägiger Bewachung durch Bundespolizisten

02.12.2018 - 11:22 | 2030166



(ots) -
Am Freitagabend (30. November) tickte ein aggressiv bettelnder
31-Jähriger in einem Meridian aus. Er schlug einem
Landespolizeibeamten, der ihm nichts gab, ins Gesicht, zog die
Notbremse und leistete bei seiner Festnahme am Ostbahnhof erheblichen
Widerstand. Seit Freitagabend wird er von der Bundespolizei -
voraussichtlich bis Montagmorgen - durchgängig bewacht.

Kurz nach Abfahrt des Meridian M79033 von München Hauptbahnhof
nach Salzburg belästigte ein 31-jähriger Deutscher gegen 17:00 Uhr
Reisende im Zug durch aggressives Betteln. Als ihm ein in zivil
reisender Polizeibeamter des Freistaates Bayern nichts gab, schlug er
diesem unvermittelt mit der Hand ins Gesicht. Der Bettelnde wollte
daraufhin aus dem Zug flüchten und zog an einer Ausstiegstüre -
nachdem sich diese nicht öffnen ließ- die Notbremse. Ein 27-jähriger
Zugbegleiter, von der Zwangsbremsung mit anschließendem Zughalt auf
den Mann aufmerksam geworden, hielt den 31-Jährigen zusammen mit dem
Landespolizisten fest und verschloss die bereits geöffnete Türe
wieder und verständigte die Bundespolizei.

Beim nächsten planmäßigen Halt am Ostbahnhof wurde der 31-Jährige
bis zum Eintreffen der Bundespolizei durch den Beamten und den
Zugbegleiter am Bahnsteif 7/8 festgehalten. Als der Festgehaltene am
Bahnsteig urinieren wollte, wurde er von mittlerweile eingetroffenen
Bundespolizisten am Arm ergriffen und zur Dienststelle verbracht.
Dabei ließ sich der Wohnsitzlose auf den Boden fallen und schlug mit
seinem Kopf mehrmals gegen den Boden. Trotz Fesselung trat er
wiederholt um sich, so dass er von mehreren Beamten zum Revier
getragen werden musste.

Da sich auf dem Bahnsteig mehrere unbeteiligte Personen
aufhielten, die die eigensicherungsrelevante Distanz bereits massiv
unterschritten hatten, mussten diese wiederholt zum Zurücktreten


aufgefordert werden. Hierbei echauffierte sich ein unbekannter Mann
über die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen und forderte die
Personalien der eingesetzten Beamten. Die Identität des
Beschwerdeführers konnte nicht festgestellt werden, da sich alle
Beamten intensiv um den hochgradig aggressiven 31-Jährigen kümmern
mussten.

Auch auf der Dienststelle versuchte der mit 0,86 Promille
Alkoholisierte nach Bundespolizisten/innen zu schlagen und zu treten;
zudem beleidigte er diese auch verbal. Des Weiteren leckte der
31-Jährige, der mit dem Personenvermerkt "Ansteckungsgefahr" im
polizeilichen Datensystem geführt wird, zuvor verlorenes Nasensekrete
und Speichel vom Fußboden und spuckte zwei Mal ca. drei Meter durch
die offene Gewahrsamstür direkt in Richtung zweier Beamter, so dass
diese ausweichen mussten.

Eine Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I ergab eine
Haftrichtervorführung für den nächsten Tag.

Da der Wohnsitzlose auf Grund seiner Kopfverletzungen, die er sich
am Bahnsteig selbst beigebracht hatte, nicht gewahrsamsfähig war,
musste er - unter Bewachung einer Streife - mit dem Rettungsdienst
zunächst in ein Münchner Krankenhaus transportiert werden. Nachdem
der 31-Jährige dort wiederholt Suizidabsichten äußerte, wurde er
durch die Bayerische Landespolizei in eine psychiatrische Anstalt
eingewiesen. Seine Haftrichtervorführung am Samstag ergab, dass er in
Haft gehen sollte. Da er jedoch nicht Gewahrsamsfähig war, bewachen
ihn Bundespolizisten nun bis Montagmorgen rund um die Uhr - bis ein
Arzt der Justiz den weiteren Verbleib klärt.

Gegen den 31-Jährigen wurden bereits in rund 60 Fällen
polizeiliche Ermittlungen wegen diverser unterschiedlicher Delikte
geführt. Jetzt wird er sich wegen Körperverletzung, Widerstands gegen
Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs, Beleidigung und
Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen verantworten müssen.




Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Arnulfstraße 1 a - 80335 München
Telefon: 089 515 550 215
E-Mail: bpoli.muenchen.oea(at)polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der
räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing
und Freising umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis
München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg,
Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising. Sie finden uns im
Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26.
Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 111 zu
erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

2030166

Kontakt-Informationen:
Firma: Bundespolizeidirektion M

Ansprechpartner: Bundespolizeidirektion München
Stadt: München

Keywords (optional):
polizei, kriminalit-aet,

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