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Gefahrgutunfall bei einer Spedition in Erkrath-Unterfeldhaus

ID: 2063892

(ots) -
Donnerstag, 24.01.2019 um 16:05 Uhr Otto-Hahn-Straße,
Erkrath-Unterfeldhaus

Die Feuerwehr Erkrath wurde am Donnerstagnachmittag um 16:05 Uhr
zu einem Gefahrguteinsatz zu einer Spedition auf die Otto-Hahn-Straße
in Unterfeldhaus alarmiert.

Firmenangehörige der Spedition hatten beim Ausladen eines
Lkw-Sattelaufliegers festgestellt, dass ein unbekannter Stoff aus der
Ladung ausgelaufen war. Aufgrund der Stückgutbeladung war jedoch
nicht ersichtlich um welchen Stoff es sich handelte. Da das aus
England stammende Fahrzeug anhand der Ladepapiere auch
Gefahrgutcontainer für Flüssigkeiten geladen hatte, alarmierte der
Lademeister des Betriebes die Feuerwehr. Umsichtig veranlasste er
auch sofort das Abdichten der Kanaleinläufe auf dem Betriebsgelände
sowie das Abstreuen der aus dem Auflieger tropfenden Flüssigkeit
durch die anwesenden Lagerarbeiter mit Bindemittel. Auf Grund des
Einsatzstichwortes "BC-Unfall" wurde Vollalarm für die Feuerwehr
Erkrath gegeben.

Die erste Erkundung der Feuerwehr ergab keinen explosiven Bereich
im Umfeld des Sattelaufliegers, sodass umgehend die Lkw-Züge an den
benachbarten Laderampen aus der Einsatzstelle weggefahren werden
konnten. Nachdem ein Absperrbereich eingerichtet und die
Nachbargebäude evakuiert waren, konnte die Lage im Lkw-Auflieger
durch einen Atemschutztrupp erkundet werden. Um die Schadensstelle zu
lokalisieren musste zunächst ca. 1/3 der Ladung durch die Feuerwehr
mit Schutzanzügen unter Atemschutz entladen werden. Währenddessen
wurde eine stabsmäßige Einsatzleitung mit Unterstützung der
Führungsgruppe der Feuerwehr Ratingen eingerichtet und die
Werkfeuerwehr Henkel zur Beratung vor Ort hinzugezogen. Nachdem die
Ladepapiere, die nur in französischer Sprache vorlagen, mit dem
Gefahrgutbeauftragten besprochen werden konnten, bildete sich heraus,




dass vermutlich Epoxidharz ausgelaufen war, welcher mit der
Gefahrnummer 90 für einen umweltgefährdenden Stoff bzw. verschiedene
gefährliche Stoffe gekennzeichnet wird. Nachdem die unter
Schutzkleidung und Atemschutz vorgehenden Trupps die Ladung bis zum
betroffenen Laderaumbereich leergeräumt hatten, bestätigte sich die
Vermutung. Zwei sogenannte IBC-Container (je 1000 Liter
Fassungsvermögen) waren aus ungeklärter Ursache aus der übereinander
gestapelten Lagerung von mehreren dieser Container verrutscht. Aus
dem Be- und Entlüftungsventil des Domdeckels eines Behälters waren
einige Liter des flüssigen Gefahrstoffes ausgelaufen. Die
Einsatzkräfte richteten beide Behälter mit mehreren Spanngurten und
einem Gabelstapler auf und beendeten somit den Schadstoffaustritt.

Für die gesamte Einsatzdauer wurden die Otto-Hahn-Straße sowie die
Max-Planck-Straße im Bereich zwischen Niermannsweg und
Heinrich-Hertz-Straße für Fußgänger und Fahrzeugverkehr durch die
Polizei komplett gesperrt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu
keiner Zeit, da keine Schadstoffe in gasförmiger Form austraten und
die Schadensstelle auf dem Lkw-Auflieger sowie den unmittelbaren
Bereich des Fahrzeuganhängers beschränkt blieb.

Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch das Rote Kreuz
organisiert. Eine benachbarte Firma stellte dafür unbürokratisch und
schnell ihre Kantine zur Verfügung.

Im Einsatz war die Feuerwehr Erkrath mit den Löschzügen Alt-
Erkrath, Millrath und Trills sowie der hauptamtlichen Wache und dem
Rettungsdienst, eine Führungsgruppe der Feuerwehr Ratingen mit einem
Einsatzleitwagen sowie einem Abrollbehälter als Stabsraum, die
Feuerwehr Hilden zur Sicherung des Grundschutzes im Stadtgebiet
Erkrath, eine Fachberaterin der Werkfeuerwehr Henkel sowie die
Betreuungseinheit des DRK. Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte am
Einsatz beteiligt. Der Einsatz vor Ort war gegen 21:50 Uhr beendet.




Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Erkrath
Markus Steinacker
Telefon: 02104 / 3031 - 151
E-Mail: markus.steinacker(at)feuerwehrerkrath.de
www.feuerwehrerkrath.de
www.facebook.de/feuerwehrerkrath

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Datum: 24.01.2019 - 23:11 Uhr
Sprache: Deutsch
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