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Kreis Warendorf. Ab dem Abend häuften sich die alkoholbedingten Einsätze während der Karnevalsfeierlichkeiten

ID: 2088149

(ots) - Während es am Rosenmontag, 4.3.2019, bis etwa
18.00 Uhr eher ruhig für die Polizei verlief, häuften sich in den
darauffolgenden Stunden die Einsätze bei den verschiedenen
Karnevalsveranstaltungen. Dabei handelte es sich überwiegend um
alkoholbedingte Körperverletzungen. Im Laufe des Montags bis in den
Dienstag hinein verzeichnet die Polizei 22 karnevalsbedingte
Einsätze. Die Kräfte erteilten 27 Personen Platzverweise und nahmen
zwei in Gewahrsam. Bisher liegen drei Strafanzeigen wegen
Sachbeschädigung, neun wegen einfacher Körperverletzung, drei wegen
gefährlicher Körperverletzung, zwei wegen des Verstoßes gegen das
Betäubungsmittelgesetzes und eine wegen Widerstands gegen
Polizeibeamte vor. Des Weiteren kam es im Zusammenhang mit den
Veranstaltungen zu mindestens drei Diebstählen. Bei der Verfolgung
eines Tatverdächtigen nach einer Körperverletzung verletzte sich ein
Polizist leicht. Bei den körperlichen Angriffen auf Personen wurden
acht Menschen verletzt. Insgesamt 17 Jugendliche sind den
Jugendschutzstellen zugeführt und zwei alkoholisierte Minderjährige
an den Rettungsdienst übergeben worden.

In Ahlen mussten Einsatzkräfte gegen 19.50 Uhr an der Warendorfer
Straße in Höhe eines Discounters einschreiten, als zwei junge Männer,
19 und 20 Jahre alt, zunächst von mehreren Personen beleidigt und
anschließend geschlagen wurden. Selbst als der Ahlener und sein
Begleiter aus Hamm aufgrund der Attacke am Boden lagen, traten die
Unbekannten weiter auf sie ein. Bei den Gesuchten soll es sich um
vier bis fünf männliche Personen im Alter von etwa 20 bis 25 Jahren
handeln, die südländischen Typs sind, eine hagere Figur haben und mit
Kapuzenpullovern bekleidet waren. Gegen 20.35 Uhr kam es im Festzelt
zwischen einem 19-jährigen Ahlener und einem 31-jährigen Ahlener zu
einem Streit, in dem sich ein 26-jähriger Familienangehöriger des




Älteren einmischte und den Jugendlichen zu Boden riss. Auf der
Königstraße schlug ein 18-Jähriger gegen 23.00 Uhr einen 20-Jährigen
mit der Faust ins Gesicht. Der Geschädigte vergaß den Vorfall
zunächst. Erst als er erneut auf den 18-jährigen Ahlener traf und es
zu einem erneuten Streit zwischen den Heranwachsenden kam, zog der
Ältere, ebenfalls aus Ahlen die Polizei hinzu. Beide Männer waren
deutlich alkoholisiert. Die Polizei erteilte dem aggressiven
18-Jährigen einen Platzverweis.

Auch in Beckum leiteten Polizisten mehrere Ermittlungsverfahren
ein. Gegen 19.00 Uhr schlug ein 23-jähriger Beckumer einen
28-jährigen Beckumer auf der Clemens-August-Straße ins Gesicht.
Wenige Minuten später kam es zu einem zunächst verbalen Streit
zwischen einem 21-jährigen Beckumer und einem Unbekannten auf der
Straße Pulort. Im weiteren Verlauf schlug der Unbekannte den
Beckumer. Um 22.30 Uhr musste die Polizei auf der Nordstraße
einschreiten. Mindestens zwei unbekannte Personen traten auf einen
20-Jährigen aus Aachen und einen 25-jährigen Beckumer ein. Angaben zu
den Tatverdächtigen können nicht gemacht werden. Kurz nach
Mitternacht schlug eine 37-jährige Beckumerin eine gleichaltrige Frau
aus Beckum in einer Gaststätte an der Weststraße. Dort kam es bereits
etwas früher zu einer Straftat, indem ein Unbekannter einen
54-Jährigen schubste und ihn zu Boden brachte. Dabei verletzte sich
der Fröndenberger leicht.

Einen Platzverweis erhielt gegen 20.30 Uhr eine 33-Jährige, der
der Eintritt in das Wadersloher Festzelt verwehrt wurde. Die
Wadersloherin griff daraufhin eine Mitarbeiterin des
Sicherheitsdienstes an und verletzte diese leicht. Die Frau verhielt
sich auch gegenüber der Polizei uneinsichtig und kam dem erteilten
Platzverweis nicht nach. Daraufhin nahmen die Beamten die 33-Jährige
zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam. Gut eine Stunde
später schlug im Festzelt ein Unbekannter einen 18-jährigen
Lippstädter, der leicht verletzt wurde. Zur gleichen Zeit bedrohte
ein Unbekannter eine Mitarbeiterin in einer Gaststätte mit dem
Messer, da er mit dem Wechselgeld nicht einverstanden war. Der
Inhaber nahm dem Mann das Messer ab, der Tatverdächtige verließ
anschließend das Lokal. Gegen 21.00 Uhr unterstützten Polizisten
Rettungskräfte, da ein alkoholisierter 13-Jähriger randalierte. Der
Junge wurde den Erziehungsberechtigten übergeben.

In Warendorf stritten gegen 20.25 Uhr mehrere Personen im Festzelt
miteinander. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung schlug ein
Unbekannter einem schlichtend eingreifenden 22-jährigen Warendorfer
mit der Faust ins Gesicht. Etwa dreißig Minuten später musste die
Polizei dort erneut einschreiten. Bei der Klärung des Sachverhalts
durch die Polizei waren sich die Beteiligten einig, dass es sich um
ein Missverständnis gehandelt habe und niemand stellte einen
Strafantrag. Gegen 19.40 Uhr und gegen 21.05 Uhr kam es auf der
Straße Zwischen den Emsbrücken zu zwei Diebstählen von
Mobiltelefonen, während die Besitzer dieses in der Hand hielten. In
beiden Fällen fuhr ein Unbekannter mit einem Fahrrad an den
Geschädigten vorbei und flüchtete anschließend in Richtung
Sassenberger Straße. In dem zweiten Fall soll es sich um einen 26 bis
27 Jahre alten Mann südländischen Typs gehandelt haben, der etwa 1,70
Meter groß ist und eine dunkelblaue Steppjacke trug sowie mit einem
Damenfahrrad unterwegs war. Diese Täterbeschreibung trifft fast
vollständig auch auf eine Person zu, die gegen 20.20 Uhr eine
20-jährige Warendorferin auf dem Breulweg ansprach und ihre
Handtasche forderte sowie danach griff. Als die junge Frau sich
weigerte, flüchtete der Unbekannte in Richtung Sassenberger Straße.
Der Tatverdächtige wird hier zwischen 20 und 30 Jahre alt geschätzt,
wirkte ängstlich und sprach sehr leise. Hinweise zu diesen Vorfällen
nimmt die Polizei in Warendorf, Telefon 02581/94100-0 oder per
E-Mail: Poststelle.warendorf(at)polizei.nrw.de entgegen.




Rückfragen bitte an:

Polizei Warendorf
Pressestelle
Telefon: 02581/600-130
Fax: 02581/600-129
E-Mail: pressestelle.warendorf(at)polizei.nrw.de
http://warendorf.polizei.nrw

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Datum: 05.03.2019 - 09:41 Uhr
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