Mittelbaden - Polizei zieht positive Bilanz
(ots) - Eine überwiegend positive Bilanz konnte
Polizeipräsident Reinhard Renter bezüglich der fünften Jahreszeit für
den Bereich des Polizeipräsidiums Offenbrug vermelden. Zum Höhepunkt
der närrischen Zeit - seit letztem Donnerstag bis zum
Dienstagnachmittag - war es zu keinen außergewöhnlichen Vorkommnissen
gekommen. Unterstützt wurden die Kollegen der Reviere in einem
starken Maß durch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz. Sie waren
während der närrischen Tagen dauerhaft im Präsidiumsbereich tätig.
Öffentliche Verkehrsmittel, Taxen und private Fahrgemeinschaften
wurden offenbar ebenfalls vermehrt genutzt. Die Anzahl der
Alkoholfahrten war im Verhältnis zu den tausenden Besuchern in den
drei Stadt- und Landkreisen gering. Gewaltdelikte und
Widerstandhandlungen waren ebenfalls weniger zu verzeichnen. Im
Bereich des Jugendschutzes führten gezielte Kontrollen bereits im
Vorfeld zu einer Entspannung der Veranstaltungen. Alkohol in den
falschen Händen wurde meist vor Ort entsorgt.
Die Beamten des Polizeireviers Achern / Oberkirch hatten über die
gesamte Fastnachtszeit 18 Umzüge mit polizeilichen Maßnahmen zu
betreuen. Sechs Autofahrer verloren wegen Alkohol ihren Führerschein,
zehn waren unter Drogeneinfluss am Steuer gesessen. Lediglich ein
Unfall unter Alkoholbeeinflussung gilt es zu vermelden. Aber auch
Körperverletzungsdelikte, Streitigkeiten oder Ingewahrsamnahmen waren
im Verhältnis zur Anzahl der Feiernden in einem erträglichen Rahmen.
Bei keinem Einsatz kam es zu Widerstandshandlungen gegen die
eingesetzten Polizeibeamten.
Die Beamten der Kurstadt konnten ebenfalls eine durchweg positive
Bilanz ziehen. Größere Vorfälle blieben auch in Baden-Baden aus.
Von wesentlich weniger alkoholisierten Jugendlichen wie in den
Vorjahren weiß man beim Revier Bühl zu berichten. Zwar waren hier bei
den Verkehrskontrollen auch Trends zu Fahrgemeinschaften und
öffentlichen Verkehrsmitteln erkennbar, was aber rund 15 Autofahrer
nicht davon abhielt, unter Alkohol- oder Drogeneinfluss hinters
Steuer zu sitzen. Führerscheinentzug oder Fahrverbote sind nun die
Folgen. Auch beim Bühler Revier waren erfreulicherweise keine
Gewaltdelikte gegenüber Polizeibeamten zu verzeichnen.
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Gaggenau verliefen die
vielen Veranstaltungen und Umzüge - so berichtet der Leiter des
Polizeireviers Gaggenau Jörn Hinrichsen - teilweise bei
frühsommerlichen Witterungsbedingungen, überwiegend friedlich und
fröhlich. Durch das verantwortungsvolle Zusammenwirken von
Veranstaltern, Kommunen, den Sicherheitskonzepten im ÖPNV und dem
Einsatz von HALt-Teams konnten größere Auseinandersetzungen durch
eine konsequente Durchsetzung des Jugendschutzes verhindert werden.
Im Kinzigtal und Harmersbachtal wurde ausgelassen, aber
weitestgehend friedlich gefeiert. Bei einer Widerstandshandlung
wurden jedoch Beamte des Polizeireviers Haslach verletzt. Hier wurde
gegen zwei Personen ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.
Insgesamt hielt sich aber auch hier die Anzahl der Ingewahrsamnahmen
und Körperverletzungsdelikte in Grenzen. Auffällig war, dass viele
der überprüften Fasnetsbesucher einen erheblichen
Alkoholisierungsgrad aufwiesen. Neben mehreren Drogen- und
Alkoholdelikten, die im Zuge durchgeführter Kontrollstellen zu Tage
kamen, konnten die Beamten des Polizeireviers Haslach der großen
Mehrheit der Verkehrsteilnehmer vorbildliches Verhalten attestieren.
Der Leiter des Offenburger Reviers, Peter Dieterle, sieht mit
seinen Beamten gleichermaßen zurück: einer der polizeilich ruhigsten
Fastnachtstage liegt hinter den Polizisten. Die in der Zeit
angefallenen Straftaten waren meist nicht im Zusammenhang mit der
Fünften Jahreszeit.
Die Kehler Beamten konnten für die Fasnet ebenfalls eine positive
Bilanz ziehen. Das närrische Treiben entlang des Rheines wie auch in
Appenweier zogen keine größeren Verfahren nach sich.
Auch beim Polizeirevier in Lahr war die Hauptfastnacht ohne
größere Zwischenfälle verlaufen und nur vereinzelt kam es zum
Gewahrsam bei alkoholisierten Gästen oder zu Anzeigenaufnahmen nach
Körperverletzungen. Eine Ausnahme stellte jedoch der sonst friedliche
Nachtumzug in Schuttern am Freitagabend dar. Hier leistete ein
Jugendlicher nach einer Sachbeschädigung und Körperverletzung
Widerstand gegen die eingesetzten Polizeikräfte. Trotz dessen wird
auch in der Lahrer Friedrichstraße eine positive Gesamtbilanz
gezogen.
Beim Polizeirevier Rastatt sind die Zahlen unterm Strich keine
Anderen: die Anzahl der Körperverletzungen und Gewahrsamsgäste
blieben gering. Im Zusammenhang mit dem närrischen Treiben wurden
keine Übergriffe auf Polizisten registriert. Bei Vorkontrollen zu
Veranstaltungen wurde der Besitz von Alkohol in jugendlichen Händen
frühzeitig unterbunden. Während bei den Fahrten unter Alkohol
ähnliche Zahlen wie bei den anderen Dienststellen festgestellt
wurden, war hier jedoch ein leichter Anstieg bei den Fahrten unter
Betäubungsmitteleinfluss festzustellen.
/rs
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Datum: 05.03.2019 - 16:39 Uhr
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