Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 15.04.2019
(ots) - Eppingen: Brandanschlag vom 10. März,
Tatverdächtiger ermittelt
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Heilbronn hatten
nach einem Brandanschlag am 10. März in Eppingen die Ermittlungen
wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der besonders schweren
Brandstiftung aufgenommen. In der Nacht zum Sonntag, 10. März,
bemerkte eine zufällig vorbeikommende Zeugin gegen 04:20 Uhr ein
Feuer an der Fassade eines Hauses in der Rappenauer Straße / Badgasse
in Eppingen. Im Rahmen der ersten Ermittlungen konnte festgestellt
werden, dass im Bereich der Hauswand Brandbeschleuniger angebracht
worden war. Zu Zeitpunkt des Feuers befanden sich sechs Bewohner
schlafend im Gebäude.
Eine durch die Kriminalpolizei Heilbronn eingesetzte
Ermittlungsgruppe kann nun, knapp einen Monat nach der eigentlichen
Tat, die Aufklärung der Tat vermelden. Dringend tatverdächtig ist ein
21-jähriger, zur Tatzeit in Eppingen lebender Rumäne. Wie sich
herausstellte, kam es in einer Eppinger Kneipe in der Nacht von 9.
auf 10. März in Rahmen der sogenannten Kneipennacht zu Streitigkeiten
und Körperverletzungen zwischen zwei rumänischen Personengruppen.
Hierbei kam es auch zum Einsatz der Polizei. In diesem
Zusammenhang wurde durch den Betreiber der Gaststätte ein Hausverbot
gegen eine neunköpfige, an den Streitigkeiten beteiligte
Personengruppe ausgesprochen. In der Folge kam es zu zwei weiteren
Polizeieinsätzen an der Gaststätte.
Der Betreiber der Gaststätte lebt mit seiner Familie in dem
Gebäude, an dessen Fassade der Brand ausbrach. Die neunköpfige
Besuchergruppe rückte somit sehr schnell in den Fokus der Ermittler.
Durch umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen gelang es der
Kriminalpolizei, den genannten 21-Jährigen Tatverdächtigen ausfindig
zu machen. Der junge Rumäne legte zwischenzeitlich ein Geständnis ab.
Als Motiv für seine Tat gab er Frust und Alkoholkonsum an. Er wollte
dem Wirt ursprünglich nur einen Schrecken einjagen und ging davon
aus, dass sich dieser mit seiner Familie zum Tatzeitpunkt noch in der
Gaststätte aufhielt und deshalb niemand im Wohnhaus war. Außerdem
will er das brennbare Gemisch mit einem Abstand zum Haus auf dem
Gehweg ausgebracht und entzündet haben. Aktuell befindet sich der
21-Jährige nicht in Untersuchungshaft. Gegen die acht weiteren
Personen der vorgenannten Gruppe wurde zudem ein Ermittlungsverfahren
wegen Strafvereitelung eingeleitet wegen des Verdachts wissentlich
falsche Angaben in ihren polizeilichen Vernehmungen gemacht zu haben.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Heilbronn
Telefon: 07131 104-10 17
E-Mail: heilbronn.pp(at)polizei.bwl.de
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Datum: 15.04.2019 - 17:41 Uhr
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