Auffallend viele Wildunfälle in den letzten Stunden- drei Verletzte nach Ausweichmanöver
(ots) - Bei 20 Wildunfällen zwischen
Mittwochabend und Donnerstagmorgen sind auf den Straßen des
Landkreises Ludwigslust Parchim drei Personen verletzt worden, eine
davon schwer. Der durch die Unfälle angerichtete Gesamtschaden wird
ersten Schätzungen zufolge auf ca. 35.000 Euro beziffert. Die
zeitlichen Schwerpunkte lagen wiederum während der Dämmerungsphasen.
In rund 90 Prozent aller Fälle waren Rehe beteiligt.
Drei Verletzte musste die Polizei am Mittwochabend bei einem
Ausweichmanöver auf der Kreisstraße 106 nahe der Ortschaft Demen
bilanzieren. Vermutlich vor Schreck war ein PKW- Fahrer einem Fuchs
ausgewichen und dabei von der Straße abgekommen. Das Auto kam auf
einem angrenzenden Feld zum Stehen. Die Beifahrerin wurde dabei
schwer verletzt. Der Fahrer und ein weiterer Insasse erlitten leichte
Verletzungen.
Allein ca. 6.000 Euro Sachschaden entstand bei einem Unfall am
Donnerstagmorgen auf der Landesstraße 09 bei Crivitz, als ein
Autofahrer einem Hirsch ausweichen wollte und dabei mit dem Fahrzeug
gegen einen Baum prallte.
Nach einem Zusammenstoß mit einem Reh wurde am Donnerstagmorgen
auf der B 321 bei Bandenitz ein PKW derart stark beschädigt, dass er
abgeschleppt werden musste.
Angesichts dieser Entwicklung rät die Polizei erneut zur
defensiven Fahrweisen. Insbesondere in der Dämmerung und auf
ausgeschilderten Streckenabschnitten sollte vorsichtig gefahren
werden. Zudem warnt die Polizei vor Ausweichmanövern. Bei plötzlich
aufkommendem Wild sollte das Lenkrad stets gerade gehalten und zudem
stark abgebremst werden.
Gemessen am Gesamtunfallaufkommen, liegt der Anteil der
registrierten Wildunfälle im Landkreis Ludwigslust Parchim bei knapp
40 Prozent.
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Klaus Wiechmann
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Datum: 18.04.2019 - 11:00 Uhr
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