Bilaterale Flucht - Festnahme
(ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Polizeidirektion
Görlitz und der Bundespolizeiinspektion Ebersbach:
Zittau, Friedensstraße 12.06.2019, 21:50 Uhr
Am späten Mittwochabend hat ein bemerkenswertes Gespann die
Aufmerksamkeit zweier Bundespolizisten in Zittau erregt. Ein an einem
Renault befestigter Anhänger trug einen Mini-Bagger durch die
verlassenen Straßen der Stadt. Vor allem die Kennzeichen der beiden
Gefährte ließen die Beamten stutzen. Sie schienen nicht recht
zueinander zu passen.
Die Ordnungshüter versuchten daher wenig später, den Transporter,
in dem augenscheinlich zwei Personen Platz gefunden hatten, auf der
Friedensstraße zum Anhalten zu bewegen. "Stop-Polizei" leuchtete
durch das Dunkel der Nacht.
Der Fahrer des Renaults dachte indes nicht daran, der rot
aufblitzenden Aufforderung nachzukommen. Er nahm vielmehr
Geschwindigkeit auf, rammte den Streifenwagen und ergriff
anschließend die Flucht. Die Kollision der beiden Autos sorgte für
einen platten Reifen des Polizeifahrzeugs. Überdies lösten sich Teile
der Karosserie, die später ein die Straße entlangfahrendes Auto
trafen und beschädigten.
Währenddessen nahmen alarmierte Beamte der Polizeidirektion
Görlitz die Verfolgung des davoneilenden Renaults auf. Mehrere
Streifenwagen des örtlichen Reviers und des Einsatzzuges passierten
unmittelbar darauf die Grenze zur Republik Polen, in der die
Entwichenen Zuflucht suchten.
Jedoch vergebens. Nach wenigen hundert Metern stoppten die Beamten
das Gespann und verständigten die Polizei des Nachbarstaats. Die
polnischen Beamten stießen kurz darauf hinzu, eröffneten ein
Ermittlungsverfahren und nahmen die beiden Männer im Alter von 36 und
45 Jahren fest. Jedenfalls der Anhänger des Transporters war vor
wenigen Wochen in Zittau gestohlen worden.
Das Polizeirevier Zittau-Oberland hat Untersuchungen zum
vermutlich absichtlich herbeigeführten Unfall auf deutschem
Staatsgebiet angestellt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der
36-jährige Fahrer verfügte ferner nicht über eine Fahrerlaubnis. Zu
allem Überfluss waren die Kennzeichen verbotenerweise an dem Renault
befestigt worden.
Die Verdachtsmomente sind vielschichtig. Die Ermittlungen dauern
an.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Ebersbach
Pressesprecher
Alfred Klaner
Telefon: 0 35 86 - 7 60 22 45
E-Mail: bpoli.ebersbach.oea(at)polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
(at)bpol_pir
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Datum: 13.06.2019 - 13:04 Uhr
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