Erpresser verschickt Trojaner
(ots) - Seit Freitagmorgen hat eine Firma in
Lüdenscheid keinen Zugriff mehr auf ihre Computer. Einige Rechner
reagieren gar nicht mehr.
Daten auf dem Server: Codiert. Sicherungen: Gelöscht.
Stattdessen poppte ein Fenster mit einem englischen Text auf: Für
die Wiederherstellung solle sich die Firma an eine E-Mail-Adresse
wenden. Was dann passiert, dürfte klar sein: Ein Unbekannter fordert
eine hohe Summe an Bitcoins, um die Daten wieder zugänglich zu machen
- was dann allerdings nicht immer funktioniert.
Diese Art von Erpressern lauern immer noch im Netz. Eine
Ransomware (auch Erpressungs-, Krypto- oder Verschlüsselungstrojaner
genannt) frisst sich durch alle Festplatten und verschlüsselt Daten.
Sie sind dann nicht mehr nutzbar. So hat bereits manches Unternehmen
seine Kundenkartei, Steuerdaten, Buchungsvorgänge etc. verloren.
Die gute Nachricht: Inzwischen gibt es gute
Entschlüsselungssoftware. Die Webseite www.NoMoreRansom.org wird von
Europol-EC3 in Zusammenarbeit mit behördlichen und
privatwirtschaftlichen Partnern betrieben.
Aber Vorbeugen ist besser als Nachsorgen. Deshalb empfiehlt die
Polizei:
Regelmäßig Backups anlegen!
Software aktuell halten
Insbesondere die Anti-Viren-Software auf aktuellem Stand halten.
Vorsicht beim Öffnen unaufgefordert zugesandter Dokumente. Ein
beliebter Trick sind Bewerbungsschreiben. Der Doppelklick öffnet dann
kein pdf-Dokument, sondern startet die Ransomware. Dann hilft nur
noch: Sofort alle Stecker ziehen, bevor diese auch auf andere Rechner
im Netzwerk zugreift.
Keinesfalls Geld zahlen, sondern Anzeige erstatten!
Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
Pressestelle Polizei Märkischer Kreis
Telefon: +49 (02371) 9199-1220 bis -1222
E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis(at)polizei.nrw.de
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Datum: 18.06.2019 - 15:16 Uhr
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