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Kontrollwoche der Landespolizei: Gegen Ablenkung im Straßenverkehr

ID: 2208982

(ots) - Heute hat die Landespolizei erneut eine einwöchige
Verkehrssicherheitsaktion gestartet. Nachdem in der vergangenen Woche
der gewerbliche Güterverkehr unter die Lupe genommen worden war, geht
es in dieser Woche verstärkt um die richtige Sicherung von
Fahrzeuginsassen und das Thema Ablenkung.

Die Landespolizei hat 2018 über 18.000 Verstöße gegen die
Gurtpflicht festgestellt. Mindestens sieben von 122 Verkehrstoten
waren 2018 als Fahrer oder Beifahrer nicht angegurtet. Die passiven
Sicherheitssysteme moderner Kraftfahrzeuge (Airbag, Gurt,
Gurtstraffer etc.) können nur im Zusammenwirken optimal funktionieren
und größtmöglichen Schutz der Insassen bieten. Sicherheitsgurte
retten Leben! Die Schwere der Unfallfolgen hängt oftmals davon ab, ob
ein Sicherheitsgurt angelegt war oder nicht. Ein besonderes Augenmerk
gilt hier der ordnungsgemäßen Sicherung von Kindern in
Kraftfahrzeugen, da der Anteil von Kindern, die als Mitfahrer in
Kraftfahrzeugen verletzt wird, seit Jahren anhaltend hoch ist (2018:
536 verunglückte Kinder als Mitfahrer). Verstöße gegen die
Gurtpflicht werden mit 30 EUR Verwarnungsgeld geahndet, wer Kinder im
Fahrzeug nicht sichert, muss mit bis zu 70 EUR Bußgeld und einem
Punkt in Flensburg rechnen.

Zweiter Schwerpunkt der Kontrollaktion ist das Thema Ablenkung,
also die verbotswidrige Nutzung von Handy, Smartphone und Co. am
Steuer. 2017 telefonierten oder tippten 12.790 Fahrzeugführer während
der Fahrt, 2018 waren es schon 16.509. Auch in diesem Jahr zeigt sich
nach aktuellen Daten, dass die Kontrollen notwendig sind. In den
ersten sechs Monaten des Jahres 2019 wurden bereits 9.089 Verstöße
aufgedeckt. Allein bei sechs tödlichen Verkehrsunfällen im ersten
Halbjahr 2019 besteht der Verdacht, dass Ablenkung durch das Bedienen
eines Smartphones unfallursächlich war. Bei diesen Unfällen wurde zum




Beispiel festgestellt, dass zum Unfallzeitpunkt eine
WhatsApp-Nachricht geschrieben wurde oder die aktiven Smartphones
wurden bei der Unfallaufnahme im Fahrerfußraum gefunden. In einem
Fall befand sich das Smartphone sogar im ausgelösten Fahrerairbag.
Bei einem Radunfall lag das klingelnde Handy neben dem tödlich
Verunglückten auf der Straße.

Aufgrund dieser traurigen Bilanz wird die Landespolizei weiter
intensiv kontrollieren und aufklären, um die Anzahl der Verstöße zu
verringern. Ablenkung bleibt Kontrollschwerpunkt. Unser dringender
Appell ist und bleibt: Während der Fahrt Finger weg vom Smartphone!

Das Ergebnis der Kontrollaktion, die im europaweiten
TISPOL-Verbund stattfindet, wird Anfang kommender Woche
veröffentlicht. Bei der letzten vergleichbaren Kontrollaktion waren
über 1200 Gurt- und über 1000 Handyverstöße aufgedeckt worden.




Rückfragen bitte an:
Torge Stelck
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt
Mühlenweg 166
24116 Kiel
Telefon: +49 (0)431 160 61400
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa(at)polizei.landsh.de

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Datum: 16.09.2019 - 11:36 Uhr
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