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Unklarer Geruch löst Großeinsatz in Seniorenwohnheim in Bergisch Gladbach aus

13.01.2020 - 05:38 | 2281800



(ots) - Die Feuer- und Rettungsleitstelle des
Rheinisch-Bergischen Kreises wurde am späten Sonntagabend gegen 23:45 Uhr von
einer Pflegerin über einen unklaren, stechenden Geruch in einem Seniorenwohnheim
an der Saaler Straße im Stadtteil Lückerath von Bergisch Gladbach informiert.

Die Leitstelle entsandte aufgrund der Meldung das Hilfeleistungslöschfahrzeug
der hauptamtlich besetzten Feuerwache 2 an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der Kräfte wurde der Bereich im 2. OG durch den Fahrzeugführer
begangen und der stechende und reizende Geruch bestätigt. Eine Pflegerin klagte
bereits über Augenreizungen. Der Fahrzeugführer setzte eine umfangreiche
Rückmeldung an die Leitstelle ab und begann umgehend mit der Räumung des
betroffenen Bauteils.

Aufgrund der Rückmeldung wurden durch die Leitstelle umfangreiche Rettungsmittel
alarmiert. Da unklar war, wie viele Patienten letztendlich betroffen waren und
ob eine Verlegung der Patienten in Betracht gezogen werden muss, wurden nach dem
Alarmierungsstichwort MANV2 (Massenanfall von Verletzten 10-25 Personen)
umfangreiche Rettungsmittel aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Umland
nach Bergisch Gladbach alarmiert. Zusätzlich wurde im Verlauf des Einsatzes
Stadtalarm für alle Einheiten der Feuerwehr Bergisch Gladbach ausgelöst. Der
diensthabende A-Dienst (Leitungsdienst) übernahm die Einsatzleitung vor Ort.
Unterstützt wurde er vom Leitenden Notarzt (LNA), dem Organisatorischen Leiter
Rettungsdienst (OrgL) sowie der IuK-Gruppe mit Einsatzleitwagen (ELW2) des
Rheinisch-Bergischen Kreises. Der stellv. Kreisbrandmeister Roger Machill machte
sich vor Ort ein Bild von der Lage. Insgesamt befanden sich rund 120
Einsatzkräfte im Einsatz. Als Bereitstellungsraum konnte der Parkplatz der
Eissporthalle genutzt werden.

Als erste Maßnahmen wurde der betroffene Bereich von der Feuerwehr geräumt.


Mittels Fluchthauben wurden insgesamt 14 Bewohner und 2 Pflegekräfte ins
Erdgeschoss in die Cafeteria in Sicherheit gebracht. Dort wurde durch die Kräfte
des Rettungsdienstes eine Patientenablage eingerichtet. Es erfolgte eine
Sichtung durch die eingesetzten Notärzte. Eine Dame musste leicht verletzt in
ein örtliches Krankenhaus verbracht werden. 15 Personen konnten unverletzt
während des Einsatzes in der Cafeteria betreut werden.

Parallel zur Menschenrettung wurde durch die Feuerwehr mit den zur Verfügung
stehenden Mitteln die Ursachenforschung vorangetrieben. Der Geruch wurde mit
zunehmender Zeit immer weniger feststellbar. Mittels Messgeräte der Feuerwehr
konnte in einem Zimmer eine Ammoniakkonzentration festgestellt werden. Mit hoher
Sicherheit konnte ein offenbar defekter Kühlschrank als Ursache für den
beißenden Geruch ausgemacht werden. Der Kühlschrank wurde durch die Feuerwehr
ins Freie verbracht. In einer Zwischendecke wurde ebenfalls eine erhöhte
Konzentration gemessen, so dass auch einige Deckenplatten demontiert und ins
Freie verbracht wurden. Der betroffene Bauteil des Gebäudes wurde anschließend
umfangreich gelüftet.

Nachdem eine weitere Gefährdung der Bewohner ausgeschlossen werden konnte,
konnten die Bewohner glücklicherweise wieder in Ihre Zimmer zurückkehren.
Hierbei unterstützte eine Einheit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) das
Pflegepersonal.

Der Einsatz wurde gegen 4 Uhr beendet.

Rückfragen bitte an:

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Feuerwehr Bergisch Gladbach
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Elmar Schneiders
Telefon: 02202/238-538
Fax: 02202/238-419
E-Mail: presse-feuerwehr(at)stadt-gl.de
www.feuerwehr-gl.de
Twitter: www.twitter.com/feuerwehrgl
Facebook: www.facebook.com/feuerwehrgl

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/116240/4489810
OTS: Feuerwehr Bergisch Gladbach

Original-Content von: Feuerwehr Bergisch Gladbach, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zur Pressemeldung:
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Kontakt-Informationen:
Firma: Feuerwehr Bergisch Gladbach

Ansprechpartner: FW-GL
Stadt: Bergisch Gladbach



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