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"Ein Ring sie alle zu beschäftigen!" (Stadtgebiet)

30.01.2020 - 15:08 | 2294567



(ots) - Montag, 27. Januar 2020; München

Schon bei J.R.R. Tolkiens Romantrilogie "Der Herr der Ringe" drehte sich so
einiges um einen kleinen Ring. Im wahren Leben ist der Ehering zum Beispiel ein
sichtbares und emotionales Symbol für Unendlichkeit und Beständigkeit. Aber eben
genau diese Beständigkeit wird so mancher Ringträgerin und so manchem Ringträger
bei einem Sturz zum Verhängnis. Am vergangenen Montag mussten die Einsatzkräfte
der Feuerwehr München gleich zweimal zu solchen, im Feuerwehrfachjargon "kleinen
technischen Hilfeleistungen", ausrücken. Ein junger Mann hatte große
Schwierigkeiten bei einer vermeintlichen Ringprobe diesen wieder von seinen
Fingern zu bekommen. Sein Ringfinger schwoll an und er suchte die Notaufnahme
einer Münchner Klinik auf. Alle vom Klinikpersonal durchgeführten Maßnahmen
brachten leider nicht den gewünschten und erlösenden Erfolg. In solchen Fällen
wird normalerweise, angefangen vom einfachen eincremen mit Handcreme bis hin zum
Einsatz eines sogenannten Ringschneiders, alles versucht, bevor weitere Hilfe
angefordert wird. Wenn die Maßnahmen des Klinikpersonals nicht den gewünschten
Erfolg bringen, wird über die integrierte Leitstelle ein
Hilfeleistungslöschfahrzeug von der Hauptfeuerwache alarmiert. Dort ist ein
spezielles Multifunktionswerkzeug stationiert. Außerdem sind die Einsatzkräfte
für den Einsatz mit diesem feinmechanischen Werkzeug speziell ausgebildet. Auf
den ersten Blick wirkt es für die Patienten meist dann doch etwas martialisch,
wenn fünf Feuerwehrbeamte mit Mantel, schweren Stiefeln und viel Equipment in
die Notaufnahme marschieren. Dann aber werden die Mäntel ausgezogen, die Ärmel
hochgekrempelt und die Einmalhandschuhe angezogen. Mit Hilfe des
Multifunktionswerkzeugs welches in den internen Ausbildungsunterlagen der
Feuerwehr als "Helfer in kniffligen Fällen" beschrieben wird, können Ringe und


andere Körperschmuckstücke entfernt, verschiedene Materialien getrennt oder auch
Operateure bei Pfählungsverletzungen unterstützt werden. Im Fall des jungen
Mannes war das Problem schnell gelöst. Der Ring wird unter ständiger Kühlung mit
einem sogenannten Dremel - ein schnelldrehendes Multifunktionswerkzeug - durch
einen kleinen Schnitt auf beiden Seiten geöffnet. Um den Finger des Patienten
optimal zu schützen, wird eine kleine Metallplatte zwischen Finger und Ring
geschoben. Am Montagabend wurde dann die gleiche Besatzung nochmals in die
Notaufnahme einer Klinik gerufen. Eine Frau war beim Schlittschuhlaufen gestürzt
und verletzte sich dabei an der Hand und am Handgelenk. Die Hand schwoll
aufgrund der Verletzung an und die Ringe mussten dringend entfernt werden. Etwa
eine halbe Stunde dauerte es, bis die Einsatzkräfte alle Ringe von der Hand der
Frau entfernt hatten. Die Dame war von Anfang an sehr überrascht, dass in solch
einem Fall die Feuerwehr anrückt. Da wir diese Überraschung bei Patienten öfter
bemerken, haben wir die Dame um die Freigabe gebeten, diese Bilder anzufertigen
und zu veröffentlichen. Feuerwehrarbeit bedeutet also somit nicht immer nur mit
massig "Manpower" zu arbeiten, sondern kann auch mal ganz filigran von statten
gehen.

Eingesetzte Kräfte: Berufsfeuerwehr

(saur)

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Feuerwehr München
Pressestelle
Telefon: 089 / 2353 31311 (von 6 bis 22 Uhr)
E-Mail: presse.feuerwehr(at)muenchen.de

Internet: www.feuerwehr-muenchen.de
Twitter: www.twitter.com/BFMuenchen
Facebook: www.facebook.com/feuerwehr.muenchen/
Instagram: www.instagram.com/feuerwehrmuenchen/

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/131419/4507077
OTS: Feuerwehr München

Original-Content von: Feuerwehr München, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://http://

2294567

Kontakt-Informationen:
Firma: Feuerwehr M

Ansprechpartner: FW-M
Stadt: München



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