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+++ Abschlussmeldung +++ Staatsanwaltschaft Hamburg und Bundespolizei vollstrecken Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse /

Erfolgreicher Einsatz gegen die organisierte Kriminalität

ID: 429328

(ots) - Die Staatsanwaltschaft Hamburg und die
Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg vollstreckten
am 26.06.2011 insgesamt 12 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes
Hamburg. Weiterhin wurden drei Haftbefehle vollstreckt und eine
Person vorläufig festgenommen. Spezialkräfte der Bundespolizei
durchsuchten gegen 11.00 Uhr zeitgleich acht Objekte in Hamburg
(Stadtteile: Farmsen, Lokstedt, Billstedt, Dulsberg, Wilhelmsburg,
Bramfeld), zwei Objekte in Hannover, ein Objekt in Berlin sowie ein
Objekt im Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Beweismaterial
(PC`s, Speichermedien, Dokumente, Munition sowie ein PKW) konnte bei
der Durchsuchungsaktion beschlagnahmt werden. Seit Dezember 2010
führt die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg im
Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen eine
türkische Tätergruppierung wegen des dringenden Tatverdachts der
gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusung von Ausländern, der
Urkundenfälschung, der Geld- und Wertzeichenfälschung sowie Verstößen
gegen das Betäubungsmittelgesetz. Im Zuge der Ermittlungen stellte
sich heraus, dass die Beschuldigten sich netzwerkartig
zusammengeschlossen haben, um aus den arbeitsteilig organisierten
Schleusungen hohe Gewinne zu erzielen. Die Grundlage hierfür
lieferten hochwertig gefälschte bzw. verfälschte Passdokumente, mit
denen die geschleusten Personen ausgestattet wurden. Die Täter
nutzten für die Herstellung der Fälschungen überwiegend von
bundesdeutschen Behörden ausgestellte Aufenthaltstitel, die durch
Einbruchdiebstähle entwendet worden sind. Intensive Ermittlungen der
Bundespolizei haben weiterhin ergeben, dass türkische
Staatsangehörige aus Bosnien-Herzegowina über Kroatien, Slowenien
und Österreich mittels PKW nach Deutschland eingeschleust wurden.
Teilweise wurde den geschleusten Ausländern unmittelbar nach ihrer




Ankunft in der Bundesrepublik eine illegale Beschäftigung (z.B. im
Baugewerbe) vermittelt, an der die Drahtzieher der Taten dann
ebenfalls mitverdienten. Neben der Dokumentenfälschung und den
Schleusungen von Ausländern, wurde aus der Tätergruppierung heraus
der Handel mit Betäubungsmitteln betrieben. Im Rahmen der
Ermittlungen wegen des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen
Geldfälschung in Wertpapieren konnten Bundespolizisten auch die
Fälschung von American Express Travellers Cheques nachweisen. "Die
heutige Festnahme- und Durchsuchungsaktion gegen den aufgedeckten
Schleuser- und Fälscherring hat einmal mehr gezeigt, dass es sich bei
diesen Delikten nicht um humanitäre Flüchtlingshilfe handelt, sondern
um organisierte Kriminalität, die typischerweise mit der Ausbeutung
von Menschern und der Schädigung staatlicher Sozialsysteme verbunden
ist!", so Polizeioberrat Helgo Martens, Einsatzleiter der
Bundespolizei. Gegen drei Beschuldigte (m. 34, 44, 45) wurden heute
Haftbefehle vollstreckt; am 26.06.2011 erfolgt die Zuführung in die
zuständige Haftanstalt. Insgesamt waren rund 250 Bundespolizisten an
dem Einsatz unter der Leitung der Bundespolizeiinspektion
Kriminalitätsbekämpfung Hamburg beteiligt. Beteiligte Einheiten der
Bundespolizei: Bundespolizeiabteilung Uelzen, Bundespolizeiabteilung
Ratzeburg, Bundespolizeiabteilung Blumberg, Bundespolizeiinspektion
Kriminalitätsbekämpfung Berlin, Mobile Kontroll- und
Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Berlin. Die weiteren
Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung
Hamburg dauern noch an.

Erreichbarkeit der Pressesprecher:

Pressesprecher für die Einsatzmaßnahmen in Hannover:

Herr Martin Ackert / Tel. - Mobil: 0160 / 96 96 48 96

Pressesprecher für die anderen Einsatzmaßnahmen mit Schwerpunkt
Hamburg:

Herr Rüdiger Carstens / Tel. - Mobil: 0172 / 4052741




Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Hannover
Möckernstraße 30
30163 Hannover
Martin Ackert
Telefon: +49 511 67675 4103
E-Mail: martin.ackert(at)polizei.bund.de
www.bundespolizei.de


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Datum: 26.06.2011 - 16:33 Uhr
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