Weitere Waffenfunde und DNA im Fall des Polizistenmordes
AUGSBURG: Bei weiteren Suchmaßnahmen durch die Soko Spickel konnten neue wichtige Beweismittel sichergestellt werden. In einem Versteck der beiden Tatverdächtigen, das bei einer Familienangehörigen gefunden wurde, waren u.a. ca. zehn scharfe Schusswaffen deponiert. Neben mehreren großkalibrigen Faustfeuerwaffen konnten auch drei funktionsfähige Schnellfeuergewehre vom Typ „Kalashnikov“ samt diversen Magazinen und umfangreicher Munition aufgefunden werden. Das Kaliber dieser Waffen passt zu den Hülsen und Geschossen, die am Tatort aufgefunden wurden. Ob es sich bei den aufgefundenen Waffen um eine der Tatwaffen handelt, wird derzeit durch Spezialisten des Landes- und Bundeskriminalamtes untersucht.
Alleine der Besitz solcher Kriegswaffen ist ein Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz.
Neben den Waffen wurden am gleichen Objekt auch noch acht scharfe und funktionsfähige Handgranaten aus osteuropäischer Fertigung aufgefunden. Diese Handgranaten wurden durch eine technische Sondereinheit des Bayerischen Landeskriminalamtes gesichert sowie entschärft und werden derzeit kriminaltechnisch untersucht. Lichtbilder hierzu werden zeitversetzt im Internetangebot der Bayerischen Polizei unter www.polizei.bayern.de zum Download eingestellt und liegen dieser Mail bei.
Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Familienangehörige Kenntnis von den gelagerten Waffen hatte.
In einem anderen Objekt, das ebenfalls als Waffendepot für die Tatverdächtigen diente, wurde eine Tasche aufgefunden, welche die Täter mutmaßlich bei der Tatausführung mitgeführt hatten und nach der intensiv gefahndet wurde. An dieser Tasche wurden Blutanhaftungen festgestellt. Die kriminaltechnische DNA-Untersuchung führte zu dem Ergebnis, dass das Blut vom ermordeten Polizeibeamten Vieth stammt.
Die beiden Tatverdächtigen machen derzeit keine Angaben zum Sachverhalt.
komplette Meldung auf Polizei Bayern lesen